Rhein Fire gewinnt in Amsterdam mit 16:10

Tolle Leistungssteigerung führt zum ersten Saisonsieg. Jetzt wartet am kommenden Samstag das große rheinische Derby gegen die Centurions Köln auf das Team von Rhein Fire.
Das erste Freitag-Spiel in der Geschichte von Rhein Fire war ein voller Erfolg. Das Düsseldorfer Team gewann bei den Admirals vor 14.611 Zuschauern in der Amsterdam Arena mit 16:10 (3:7, 3:0, 7:3, 3:0).Der erste Sieg in Amsterdam seit 2003 und erst der dritte Fire-Erfolg bei den Admirals überhaupt.
Rhein Fire National David Odenthal gab vor der Partie in Amsterdam Einblick in die Taktik seines Teams: „Wir werden heute den Focus voll auf unser Laufspiel setzen, denn wir wollen Ball und Uhr kontrollieren.“
Der unglückliche Beginn sah für Rhein Fire leider anders aus: Ball- und Uhr-Kontrolle fehlten. Michael Franklin nämlich verlor bei seinem Kickoff-Return den Ball, Amsterdam eroberte den Fumble an der 34 Yards Linie der Düsseldorfer und kam so schon nach nur sieben Sekunden in Ballbesitz.
Keine drei Minuten später gingen die Gastgeber durch einen 4 Yard-Lauf von Running Back Jonathan Smith auch schon mit 7:0 in Führung (PAT Jaret Johnson).
Wie würde Fire diesen frühen Schock verdauen? Antwort: Gut. Erst erlief Running Back Gerald Riggs 16 Yards und ein neues First Down. Dann zirkelte Quarterback Cody Pickett einen Pass über 45 Yards auf seinen schnellen Receiver P.K. Sam. Fire ganz plötzlich nur noch 9 Yards von der Endzone entfernt. Letztendlich resultierte aus der spektakulären Vorarbeit „nur“ ein 25 Yard Fieldgoal durch Kicker Connor Hughes.
Jetzt waren wieder die Admirals am Zug. Und Spielmacher Drew Olson führte seine Offense erschreckend schnell über das Feld. Doch in der Redzone stoppte ein beherzter Sack von Fire-Linebacker Constanzo Blake die Gastgeber. Und unter dem Druck der Düsseldorfer Special Teams verschoss anschließend Kicker Johnson aus 37 Yards.
2:04 Minuten vor Ende des ersten Viertels blieb es beim 3:7 aus Sicht von Rhein Fire. Die gute Nachricht für alle Rhein Fire-Fans: Die Offense ihres Lieblingsvereins lief in Amstedam schon viel, viel runder als beim missglückten Saisonauftakt vor Wochenfrist.
Spielmacher Picket agierte deutlich selbstbewusster und entscheidungsfreudiger. Der 26-jährige holte mit tollen Pässen auf den japanischen Neuzugang Michihiro Ogawa und P.K. Sam im zweiten Düsseldorfer Drive wichtige First Downs für sein Team heraus. In der Folge trat Kicker Hughes bei 10:42 Minuten zu seinem zweiten Fieldgoal an und verkürzte aus 31 Yards auf 6:7.
Es folgte der große Auftritt des Düsseldorfer Defensive Ends Christian Mohr, der mit einem tollen Sack gegen Spielmacher Olsen den Angriff der Admirals stoppte.
Dann schickte Rhein Fire Head Coach Rick Lantz seinen zweiten Spielmacher Brett Elliott aufs Feld. Dessen erster Einsatz des Abends war freilich nur von kurzer Dauer, weil Fullback Jimmy Dixon den Ball bei seinem Fumble an Amsterdams Lawrence Pinson verlor.
Wie gut, dass Fire traditionell eine tolle Defense besitzt. Denn wenig später schon raubte Derrick Strong dem holländischen Spielmacher Olson den Ball und gab der Düsseldorfer Offense so die Chance, vor der Halbzeit weitere Punkte zu erzielen. Coach Lantz jedenfalls versuchte mit allen Mitteln, noch zum Erfolg zu kommen, doch ein missglückter Pass von Pickett machte einen gut gedachten Punt-Trickspielzug zunichte.
Halbzeit 2 begann wie die erste endete: Die starke Defense um den überragenden Blake Constanzo stoppte den ersten Drive der Admirals früh. Und der Fire-Angriff machte den mitgereisten Fans richtig gute Laune. Nach einem wichtigen First Down durch Receiver Marvin Allen (ging mit Bronchitis ins Spiel), der den Ball an der gegnerischen 13 Yard Linie fing, lief Running Back Taurean Henderson in zwei Versuchen bis Zentimeter vor die Endzone.
Henderson war es dann auch, der seine gute Vorarbeit selbst vollendete. Bei 10:15 Minuten im dritten Viertel bejubelte Rhein Fire den ersten Touchdown der Saison und die 13:7-Führung in Amsterdam.
Die Fire-Defense machte weiter Jagd auf den gegnerischen Quarterback. Als Linebacker Richard Koonce den niederländischen Spielmacher im 3. Quarter freilich einmal zu spät umriss als der den Ball schon geworfen hatte, kassierte die Düsseldorfer Defense eine empfindliche 15 Yard Strafe, die die Admirals bedrohlich tief in die Redzone eindringen ließ.
Absolute Klase aber wie Cornerback Wale Dada in der eigenen Endzone einen gefährlichen Olsen-Pass abwehrte. So konnten die Gastgeber in Person von Kicker Jaret Johnson 85 Sekunden vor Ende des dritten Abschnitts aus 28 Yards auf 10:13 verkürzen.
Auf ging´s ins letzte, alles entscheidende Viertel. Rhein Fire stoppte den ersten Drive der Admirals früh – 3 und raus! Die Düsseldorfer Offense um QB Brett Elliott machte es besser. Erst lief Running Back Michael Franklin ein neues First Down heraus. Dann sorgte eine Strafe gegen Amsterdam für vier weitere neue Versuche.
Weiter ging´s durch einen Pas auf Lauren Williams und das dritte First Down in Folge. Tight End Erik Jensen sorgte mit seinem 11 Yard-Catch für die erfolgreiche Fortsetzung des Drives an der 29 Yard Linie. Am Ende schloss Kicker Connor Hughes 2:22 Minuten vor Schluss mit seinem dritten Fieldgoal zum 16:10-Endstand ab.
Rick Lantz erklärte: „Das war ein verdienter Sieg. Ich bin sehr stolz auf mein Team. Wir sind nach dem frühen Rückstand nicht in Panik verfallen, sondern haben den Schock schnell überwunden. Das war der Schlüssel zum Sieg.“
Kicker Hughes erklärte: „Es ist mir ziemlich egal, dass ich heute die meisten Punkte erzielt habe. Die Hauptsache ist, dass Fire gewonnen hat. Die Special Teams haben gut funktioniert, aber das größte Kompliment gilt unserer Defense. Die Jungs waren einfach spitze.“
Jetzt wartet am kommenden Samstag das große rheinische Derby gegen die Centurions Köln auf das Team von Rhein Fire. Dann geht es in der LTU arena Düsseldorf um den Rhein Cup und den zweiten Saisonsieg.
Quelle: Rhein Fire













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