Red Bulls schlagen Straubing deutlich
Nach zehn Tagen Pause war es auch für die Red Bulls München und ihre Fans soweit: die fünfte Jahreszeit, auch Play-offs genannt, hatte begonnen. Ausgerechnet die Straubing Tigers bekamen die Red Bulls als Gegner im Viertelfinale. Jene Tigers gegen die die Red Bulls in der regulären Saison keinen einzigen Stich machten.
Trotzdem: Die Stimmung war angeheizt und die Spieler und die Fans brannten darauf, dass es endlich losging. Und wie es losging: München gewann unerwartet deutlich mit 5:0 (2:0, 1:0, 2:0) gegen die Straubing Tigers vor 5240 Zuschauern. Beide Teams begannen mit ungewöhnlich viel Tempo und Härte. Aber auch wenn die Gäste zunächst ein wenig zielstrebiger agierten, durften die Gastgeber in Form von Steve Pinizzotto das erste Mal jubeln. Dieser zeigte in den vergangenen Spielen immer mehr, dass er nicht nur Fäuste, sondern auch Tore sprechen ließ. Kapitän Michael Wolf legte wenige Minuten vor der Drittelpause noch mit einem Schuss wie ein Strich zum 2:0 nach. Im zweiten Drittel nahm die Intensität des Spiels, insbesondere der Härte zu. Den unschönen Höhepunkt bildete in der 23. Minute eine Keilerei zwischen Münchens Steve Pinizzotto und Straubings Sean O´Connor, die mit einer zwei-plus-zehnminütigen Strafe für Pinizzotto und einem Ausschluss von Sean O´Connor endete, der nach der Schlägerei ein paar zu deutliche Worte an die Offiziellen richtete. Das Team von Larry Mitchell ließ sich auch davon nicht beeindrucken und schaffte es auch mehrere Male, die Münchner Defensive in arge Schwierigkeiten zu bringen. Ein abgefälschter Schuss von Matt Smaby sorgte kurz vor der Pausensirene gar noch für das 3:0. „Wir haben uns heute zu wenig auf das Wesentliche konzentriert. Das hat München heute perfekt ausgenutzt“, so Tigers-Coach Larry Mitchell. Dieser Treffer war offensichtlich der Genickbruch für die Gäste, denn in den letzten 20 Minuten hatten die Tigers kaum noch etwas dem Spiel der Red Bulls entgegenzusetzen. Stattdessen sah man viele versteckte Fouls und nur noch vereinzelte Torchancen für die Niederbayern. München erhöhte derweil auf 5:0 und revanchierte sich für fünf sieglose Spiele gegen die Tigers. „Das 1:0 war heute sicherlich der entscheidende Punkt heute. Am Freitag geht es von neuem los. Da müssen wir wieder bereit sein“, so Kapitän Michael Wolf. Tore: 1:0 (4:37) Steve Pinizzotto (Jérôme Samson, Jason Jaffray), 2:0 (17:20) Michael Wolf (Jason Jaffray, Yannic Seidenberg), 3:0 (32:32) Matthew Smaby (Keith Aucoin, Jérôme Samson), 4:0 (47:20) Keith Aucoin (5-4), 5:0 (47:50) Jeremy Dehner (Florian Kettemer, Steve Pinizzotto). Strafen: München 18 + 10 (Steve Pinizzotto), Straubing 22 + 10 + Spieldauer (Sean O’Connor). Zuschauer: 5240.














