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Panther verlieren zehntes Saisonspiel

Panther verlieren zehntes Saisonspiel

Lesedauer: 4 Minuten
Grollen, Stampfen, Brüllen

Diesmal waren am Ende die Blue Devils aus Hamburg zu stark. Warum die Düsseldorfer ständig verlieren können sich derzeit weder die Panther selbst noch ihre Gegner erklären.

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Die Düsseldorf Panther haben auch ihr zehntes Spiel der Saison verloren. Wieder gut gespielt, wieder verloren. 20:30 hieß es am Ende gegen die Hamburg Blue Devils. Ein Fumble ausgerechnet von RB Christian Poschmann, Mitte des  vierten Quarters, beendete beim Stand von 20:27 die Düsseldorfer Aufholjagd.

Fehler, ob nun von  der Offense oder von der Defense, können die Panther während der ganzen Saison nicht abstellen. Blue Devils Headcoach Joe Roman meinte hinterher sichtlich verwundert: „Die Panther sind ein sehr  gutes Footballteam. Ich verstehe gar nicht, warum sie noch nie gewonnen haben.“    Dies fragten sich wohl auch die vielen Hamburger Fans unter den 400 Zuschauern während der gesamten  Begegnung. Schon im ersten Drive der Panther fielen Punkte. QB Philipp Lux führte seine Offense, wie auch schon  gegen Berlin, sicher über das Feld und rannte dann selbst verfolgt von zwei Hamburger Verteidigern über vier Yards in die Endzone der Hamburger. Dass der Extrapunkt von Markus de Haer, nachdem die Devils Lee Johnson und Robert Koster de Haer entscheidend stören könnten, an den rechten Pfosten ging, sollte  das ganze Spiel beeinflussen. Von diesem Punkt an waren die Panther gezwungen, Conversions auszuführen. 

Von den Blue Devils sah man in dieser Anfangszeit wenig, die Panther bestimmten zum größten Teil das  Geschehen. Für den Weckruf, den die Hamburger an diesem Tag wohl nötig hatten, sorgten, obwohl die  Hamburger Trainer lauthals vorher schon versuchten, ihre Spieler zu wecken, die Panther in Form von Brent  Adkins. Der Amerikaner, der wieder einmal zu den Besten im Düsseldorfer Team zählte, fing einen Pass von Philipp Lux an der 20 Yard Linie der Hamburger und rannte mit dem Ei völlig unbedrängt in die Devils Endzone. 12:0 stand es auf einmal für die Panther. Die anschließende Conversion über RB Christian  Poschmann endete zu früh an der 2 Yard Linie der Hamburger, so dass es beim überraschenden aber zu diesem Zeitpunkt völlig verdienten Zwischenergebnis blieb.

Scheinbar geweckt von Adkins rannte DB Toure  Butler beim anschließenden Kick Off Return mit dem Ball über das ganze Feld in die Endzone der Panther.  Düsseldorfs Headcoach Jörg Mackenthun später zerknirscht: „Dies kann eben passieren, wenn man den  Kick Off genau auf Butler schießt!“ Nicht passieren durfte die Situation danach: QB Doug Baughman warf  einen kurzen Pass auf WR Timo Zorn, der scheinbar unbedrängt den Ball über 69 Yards in die Panther  Endzone trug. Da hatten sich die Düsseldorfer eine solide Führung erkämpft und mussten sie nach kurzer Zeit wieder abgeben.

Und noch schlimmer: Kurz vor der Pause erhöhte RB/WR David DeArmas durch einen  Touchdown nochmals, so dass beim Halbzeitstand von 12:20 die Seiten gewechselt wurden.  och was sind im Football schon acht Punkte? Den Ball bekam man beim ersten Drive nach der Pause schnell von den Blue Devils zurück. Anthony Doghmi konnte einen Fumble von Baughman sichern, doch richtig in  Fahrt kam die Offense der Panther im dritten Viertel nicht, so musste Andreas Trebski den Ball sogar einmal  aus der eigenen Endzone punten.

Kurze Zeit später tricksten die Hamburger. Baughman warf den Ball  zurück auf WR Timo Zorn, der seinen völlig freien „Kollegen“ Julien Spohr kurz vor der Endzone fand. Dass  die Panther beim Stand von 12:27 nicht die Köpfe in den Sand steckten, sondern weiter kämpften und das  scheinbar Unmögliche erzwingen wollten spricht für die Moral und den Teamgeist der Truppe um  Headcoach Jörg Mackenthun. Beim ersten Drive im vierten Quarter war es soweit: Panther Runningback Christian Poschmann erzielte mit einem Lauf und einer Conversion den 20:27 Anschlusstouchdown. Die Panther bekamen schnell den Ball von der Hamburger Offense zurück, gaben ihn aber leider genauso schnell wieder zurück: DB Daniel Slupinski nahm einen Fumble auf, retournierte den  Ball über 20 Yards und fumbelte den Ball erneut. „Erst kam einer von links dann von rechts und von vorne.  Ich kann nicht sagen, ob ich schon auf dem Boden war, als ich den Ball verlor“, erklärte Slupinski hinterher. 

Da die Schiedsrichter nichts gegen den erneuten Fumble hatten, blieb die Hamburger Offense auf dem Platz. Beim nächsten Drive der Panther fumbelte dann Christian Poschmann den Ball an der Mittellinie,  woraus die letzten Punkte der Hamburger zum entscheidenden Fieldgoal vom Nachwuchskicker Sven Linn  entstanden.

MB

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