Panther stemmten sich vergeblich gegen übermächtige Löwen

Düsseldorf verliert in Braunschweig 0:49 udn bekommt dennoch von allen Seiten viel Lob.
Es war wie so oft bei den Braunschweig Lions. Dorthe Kollo sang ihren Klassiker "Wärst du doch in Düsseldorf geblieben", an der Seitenlinie freuten sich die Spieler der Düsseldorf Panther dieses Lied mal wieder zu hören und summten leise mit. Die Begegnung war schon längst entschieden. 0:42 stand es aus Düsseldorfer Sicht zu diesem Zeitpunkt am Ende des dritten Quarters. Nicht schlimm, war diese Niederlage doch erwartet worden.
Nur im zweiten Viertel gingen die Panther in Braunschweig unter, durch eine kämpferisch sehr gute Vorstellung konnte man Braunschweig erhobenen Hauptes verlassen. Mehr ist zurzeit aufgrund der Personallage nicht drin. So meinte dann auch der Braunschweiger Cheftrainer Kent Anderson nach dem Spiel: "Man hat heute gesehen, warum Düsseldorf immer noch deutscher Rekordmeister ist. Sie kämpfen und geben niemals auf. Kompliment an die Panther."
So ein Lob muss man sich erarbeiten. Und das machten die Panther, obwohl das Ergebnis von 0:49 (0-7,0-28-0-7,0-7) am Ende etwas anderes aussagt. Braunschweigs Schlüsselspieler QB Adrian Rainbow, WR Kelvin Love und RB Matt Riazzi sind zurzeit für die Panther einfach nicht zu stoppen. So war man am Ende froh und erleichtert, dass man nach einem höchst unerfreulichen zweiten Viertel, indem die Panther viele individuelle Fehler machten, kämpferisch zurück auf den Platz kam und das Ergebnis begrenzen konnte.
Das Spiel begann mit einer faustdicken Überraschung. Panther QB Philipp Lux, der sich Anfang der Saison am Mittelfinger der Nicht-Wurfhand verletzt hatte, meldete sich gesund und führte die Panther an. "Ich bin gesund und werde den Rest der Saison spielen", so Lux nach dem Spiel. Auch LB Marius Toborek, der diese Saison noch gar nicht für die Düsseldorfer auf dem Feld gestanden hatte, meldete sich zurück und stand in der Anfangsformation der Verteidigung. Doch auch diese beiden wichtigen Spieler konnten das Ruder nicht herumreißen. Die Panther spielten am Anfang nervös und kamen nur wegen einer Strafe, als ein Braunschweiger Markus de Haer beim Punt umlief, nach vorne in die Braunschweiger Hälfte. Doch wenn man unten steht, kommt auch noch Pech hinzu. Ein eigentlich guter Pass von Lux wurde von einem Braunschweiger berührt und abgefälscht, Lions DB Rico Trute schnappte sich den Ball und trug ihn noch kurz zurück. Beim anschließenden Drive fiel die Braunschweiger Führung, als Rainbow seinen WR Kelvin Love nicht zum letzten Mal in der Endzone der Panther fand.
Das Unheil sollte im anschließenden Quarter kommen. Ein geblockter Punt, ein Fumble, und ein abgeprallter Ball, der in der Endzone von Matt Riazzi gefangen wurde, entschieden dass Spiel frühzeitig. Die Defense der Panther war nach der Pause gut drauf und konnte einige Akzente setzen. So sicherte zum Beispiel DE Anthony Doghmi einen Ball, den er zuvor RB Eric Yuma aus den Händen geschlagen hatte.
Headcoach Jörg Mackenthun: "Insgesamt war es okay und erwartet, ich hatte mir nur etwas mehr Ergebniskosmetik erhofft." Dass dies ausblieb, war am Ende Pech. Bei vier guten Drives der Offense um QB Philipp Lux, der mit WR Brent Adkins und TE Alexej Mittendorf gut harmonierte, schafften es die Panther nicht, Punkte zu erzielen. Weder Pässe in die Endzone noch Fieldgoalversuche konnten genutzt werden. Das die Panther nach einem 0:35 zur Halbzeit nie aufsteckten und weiter kämpften, lässt Hoffnung aufkommen für die Aufgaben nächste Woche zu Hause gegen die Berlin Adler und eine Woche später gegen die Blue Devils aus Hamburg.
MB














