Jede Menge Krach für 44 Punkte
Am sonnigen Sonntag, den 19.08.2007, brachen die Magdeburg Virgin Guards in Richtung Harz auf, um im zweiten Inter-Conference-Spiel gegen die Wernigerode Mountain Tigers anzutreten.
Am sonnigen Sonntag, den 19.08.2007, brachen die Magdeburg Virgin Guards in Richtung Harz auf, um im zweiten Inter-Conference-Spiel gegen die Wernigerode Mountain Tigers anzutreten. Zahlreiche Fans starteten wenig später, um das Sachsen-Anhalt Derby mit zu erleben. Am Ende gingen die Magdeburger als Sieger hervor und blieben mit einem 0:44 wieder einmal ohne Gegentreffer.
Um 15 Uhr erfolgte der Coin-Toss, den die Mountain Tigers gewannen. Sie entschieden sich dafür, den Kick auszuführen. Einige Sekunden später pflügte dann Christian Zajontz (#81) durch die Schwarz-Gelben-Reihen und zauberte mit einem KickOff-Return-TouchDown die ersten 6 Punkte für die Guards auf die Anzeigetafel. Adis Sarac (#1), der kurz zuvor aus den USA eingetroffen war, gelang der Point after TouchDown (PAT) zum 0:7.
Weiter ging es im Quarter 1 mit einer Interception durch Tino Köhler (#24), der sich leider im laufe des Spiels an der Hand verletzte. Die nun aufgestellte Offense der Magdeburger konnte die günstige Feldposition zum 0:13 nutzen. Nach dem zweiten TouchDown durfte wieder #1, Adis Sarac, auf den Platz, um den Zusatzpunkt zu verwandeln. Die Tigers wollten einfach nicht ins Spiel kommen. Immer wieder stand sich die Offense selbst im Wege und musste sich durch einen Punt vom Lederei trennen. Doch die Harzer Defense kam langsam in Schwung. So wurden die Elbestädter im vierten Versuch dazu gezwungen einen Field Goal Versuch zu starten. Leider segelte der Ball aussen an den Torstangen vorbei und es blieb beim Punktestand von 0:14.
Nach dem Tausch der Seiten gelang den Guards ein sehenswerter Pass über 17 Yards. Die gute Position auf dem Rasen konnte aber nicht umgesetzt werden. Im anschließenden Spielzug lies die Wernigeröder Offense den Ball fallen (Fumble) und die Magdeburger sicherten diesen. Dieses war die Möglichkeit neue Punkte zu machen. Schnell stand es 0:21 durch einen TouchDown von Christian Wiegel (#44) und den Zusatzpunkt von Adis Sarac (#1). Nach dem sich die Wernigeröder Offense wieder einmal festgefahren hatte und sich durch einen Punkt vom Ball trennen musste, warf Quarterback Heiko Pittelkau (#20) einen langen Pass über 30 Yards auf Mike Dorowski (#80). Leider lief nach diesem Spielzug die Zeit aus und die Mannschaften gingen in die Halbzeitpause, die durch die Wernigeröder Cheerleader und das gute Catering verschönt wurde.
Begüßt von ca. 60 lautstarken Tröten auf Seiten der Magdeburger Fans, starteten die Guards in das dritte Quarter. Gleich zu Anfang erziehlte Quarterback Heiko Pittelkau (#20) 6 Punkte. Den PAT verwandelte wieder einmal Adis Sarac zum Stand von 0:28. Dieser führte übrigens auch alle KickOffs aus, die weit in Richtung Harzer Endzone katapultiert wurden. Wenn dann noch das Special Team gut arbeitete, begannen die Mountain Tigers mit ihrem First and Ten in der eigenen Red-Zone. Dies war eine verlockende Gelegenheit für die Defense, Punkte zu machen. Gesagt, getan: Bernhard Filipiak nagelte seinen Gegenspieler in der Endzone fest - Safety zum 0:30.
In Quarter 4 schafften die Magdeburger noch zwei weitere TouchDowns durch #20 und #44. Die Guards verließen sich auf ihren Kicker mit der Nummer 1, der beide Male den Zusatzpunkt holte. Damit war der Endstand von 0:44 besiegelt und die Magdeburger konnten zufrieden den Heimweg antreten. Sie bedankten sich für die lautstarke Unterstützung aus den eigenen Reihen, in dem sie nach dem Spiel mit allen Fans abklatschten. Damit ergab sich eine Symbiose, die nicht schöner hätte ausfallen können. Die Mannschaft schenke den Fans 44 Punkte und die Fans schenken der Mannschaft die nötige Unterstützung, um alles für dieses Ergebnis zu tun. Adis Sarac, der im Fanbus mitgereist war, bedankte sich im Namen der Virgin Guards und hofft auch in Zukunft auf so tatkräftige Mithilfe.
Head Coach Mark Garza, der einen Tag zuvor auf dem Standesamt Jena seiner Frau das Ja-Wort gab, war sichtlich zufrieden. "Die Leistung der Mannschaft war wieder einmal hervorragend. Als ich die Jungs auf dem Platz habe kämpfen sehen, wusste ich warum ich einen Tag nach meiner Hochzeit zu meinem Team stand. Vor dem Spiel war ich in Gedanken nur bei meiner Frau. Ich dachte immer daran, wie sie sich fühlen müsste. Auf der anderen Seite wusste ich aber auch, dass ich eine Verpflichtung meinem Team gegenüber habe. Es war ein schönes Hochzeitsgeschenk von den Virgin Guards und ich möchte meiner Frau auch auf diesem Wege für ihre Nachsicht danken." So trat der frisch gebackene Ehemann verständlicherweise direkt nach der Begegnung in Wernigerode die Heimreise nach Jena an.
Nun empfangen die Elbestädter alle weiteren Gegener aus der Regionalliga Nord im eigenen Heinrich-Germer-Stadion. Am 26. August stehen die Hildesheim Invaders auf der Matte, am 02. September folgen die Osnabrück Tigers und zu guter letzt kommen am 16. September die Elmshorn Fighting Pirates.
Fabian Pampam
Quelle: Virgin Guards














