Die Wikinger sind wieder da
Tschechien entscheidet Spiel in Unterzahl
Norwegen muss gewinnen, die Schweiz hat das Viertelfinale erreicht. Eine schlechte Ausgangssituation für ein spannendes Spiel, wenn die einen müssen und die anderen nicht mehr brauchen und weil sie, die Endrunde vor Augen, es aus Schonungsgründen langsam angehen lassen. Es war nicht ganz so. Die Schweizer waren sicher überrascht über die konsequente Spielweise der Norweger, von der Müdigkeit der letzten Spiele war nichts mehr zu spüren bei den Wikingern. Mit ein Grund für den Erfolg der Norweger war aber auch, dass die Schweizer die Entschlossenheit und den körperlichen Einsatz, wie bisher gezeigt, vermissen ließen.
So brauchten die Norweger im ersten Drittel lediglich fünf Schüsse um drei Tore zu erzielen, die Nati im ganzen Spiel 43 Schüsse für zwei Tore. Richtig wach wurden die Schweizer zu spät, ihr zweites Tor fiel erst kurz vor Schluss.
Sean Simpson sagte nach dem Spiel, die Norweger hätten eine hervorragende Defensivleistung in der eigenen und neutralen Zone gezeigt und seien einfach hungriger gewesen. Das strahlende Gesicht von Roy Johansen konnte man nicht anders deuten als mit kompletter Zufriedenheit, der 3 : 2 Sieg war verdient.
Tschechien entscheidet Spiel in Unterzahl
Auch Lettland war heute zum Sieg verdammt und den Tschechen war klar, dass es für ihre Träume vom Titel sehr eng werden würde, wenn sie heute gegen Lettland verlieren würden.
Die Letten suchten ihr Heil erst einmal im Beton anrühren, checkten mit einem Mann vor und stellten die blaue Linie konsequent zu, frei nach dem Motto, lassen wir die Tschechen sich erst mal austoben. Das funktionierte, die 3.354 Zuschauer in der Halle sahen Einbahnstraßenhockey, zur Verdeutlichung, 16 tschechische gegen 2 lettische Versuche, Stand erstes Drittel 0:0.
Kurioses bot das zweite Drittel. Viermal geriet die tschechische Nationalmannschaft in Unterzahl, zweimal nutzten sie das zu einem Unterzahltor, bei diesen beiden Toren blieb es.
Nun mussten die Letten im letzten Drittel offensiver zu Werke gehen, das Schussverhältnis belegt es mit 7 gegenüber 16 lettischen Schüssen. In der 53. Minute gelang den Letten der Anschlusstreffer, aber die Freude währte nur 46 Sekunden, denn der tschechische Stürmer Roman Cervenka stellte den alten Torabstand wieder her. Die Spieler um Jaromir Jagr brachten dieses 3:1 Ergebnis zu ihren Gunsten über die Zeit, es darf wieder geträumt werden im tschechischen Lager.
Gerd Kositzki














