Vorschau auf die Aufstiegsrunde zur Oberliga

Eishockey in Namibia startbereitEishockey in Namibia startbereit
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Große Anspannung und Vorfreude herrscht im Lager aller Clubs vor dem Beginn der Aufstiegsrunde zur Oberliga im Norden. Viele Vereinsvertreter ließen das Transferkarussell noch einmal mächtig drehen, um alle Kräfte im Kampf um den ersten Platz zu bündeln. Denn nur die Tabellenführung nach 22 Spieltagen sichert nach den aktuellen Durchführungsbestimmungen der Landesverbände dem jeweiligen Club den sportlichen Aufstieg in die Oberliga. Falls aber doch die von vielen erwartete und auch nötige Umstrukturierung im Bereich des ESBG in der Gesellschafterversammlung am 6. März beschlossen wird, können weitere Mannschaften dieser Aufstiegsrunde nachrücken. Im Falle der Wiedereinführung beispielsweise der Oberliga Nord fehlen etwa noch fünf bis sechs Vereine aus den Landesverbänden. Die unsichere Lage sorgt also dafür, dass es in den 132 Spielen der "kleinen Oberliga Nord" also um jeden Tabellenplatz und somit um jeden Punkt, jedes Tor und jeden Zentimeter Eis gekämpft wird. Hockeyweb.de stellt noch einmal die zwölf Teilnehmer der Aufstiegsrunde kurz vor:

Herner EG

Der Tabellenzweite der Regionalliga NRW hat sich mit Boris Fuchs (Weißwasser), Torhüter Dennis Kohl (Solingen) und den drei Ex-Grefrathern Peter Staron, Matthias Baldys und Frank Gentges noch einmal hervorragend verstärkt, so dass Backup Maurice Kamp und Stürmer Andre Oesterreich den Verein verlassen mussten. Dem Trainerfuchs Jan Benda steht somit u.a. mit den Verteidigern Dmitri Tsvetkov, Henrik Söderqvist und den Stürmern Andrej Fuchs, Daniel Jonsson und Martin Ekrt der nominell beste Kader dieser Runde zur Verfügung, was für eine neue Herner Eishockeyeuphorie am Gysenberg sorgen wird.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 1

Ratinger Ice Aliens

Als Meister der Regionalliga NRW vertraut Trainer Udo Schmid auf bewährte Kräfte und bediente sich mit dem 21-jährigen Sebastian Leverenz aus der Grefrather Konkursmasse. Mit Thorsten Apel sorgt der Coach für einen noch größeren Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten. Im Sturm sorgen nicht nur Brad Englehardt, Jay Luknovsky und Tobias Netter für Unruhe vor dem generischem Kasten. Mit dem begeisterungsfähigen Publikum und dem am ausgeglichensten besetzten Kader können die Aliens jeden Gegner unter Druck setzen und werden von Anfang an um die Tabellenführung mitspielen.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 2

EC Wilhelmshaven

Der verlustpunktfreie Meister der Regionalliga Nord zog sich mit Neale Schönfeld vom REV Bremerhaven und Rückkehrer Aleander Pürschel im Tor noch einmal zwei echte Hochkaräter an Land und ergänzte den Kader zudem mit der 41-jährigen Verteidigerlegende Sergej Tchoudinov und den Wolfsburgern Andreas Bippus und Andreas Schock. Die Hintermannschaft im Team von Trainer Sergej Jaschin sucht zudem mit dem Russen Andrej Sorokin, Vyatcheslav Koubenski und dem bewährten Finnen Kai Ahlroth in dieser Liga seinesgleichen. Im Angriff verzücken vor allem Dennis Loschkin und der schon 37-jährige Laslo Csata die Fans der Jadehaie.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 3

ESC Saale-Teufel Halle

Mit den begeisterungsfähigsten und besten Fans der "kleinen Oberliga" werden die Saale-Teufel vor allen in Heimspielen schwer zu bezwingen sein. Leider fällt Kapitän Guido Hiller mit einem Kreuzbandriss beim Meister der Regionalliga Ost für den Rest der Saison aus, so dass vor allem der schnelle Außenstürmer Marco Blazyczek zusammen mit dem erfahrenen Martin Prada sowie den Tschechen Josef Hudec, Zdenek Eichenmann, Jiri Jonak, David Vorel und Petr Hnidek für Trainer Jaroslav Stastny die Kohlen aus dem Feuer holen werden.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 4

Blue Lions Leipzig

Bereits vor Beginn der in der Olympiakandidatensstadt mit Spannung erwarteten Aufstiegsrunde zur Oberliga ereilte die Blue Lions das Verletzungspech. Der Vertrag mit Neuzugang David Cermak wurde nach seiner Handverletzung wieder aufgelöst, während Stürmer David Hördler mit einer Meniskusverletzung ausfällt. Immerhin konnte für das Team von Trainer Josef Kovacik noch Flügelflitzer Robert Günzl vom Regionalligakonkurrenten Schönheide und Falk Herzig vom Zweitligisten EV Duisburg verpflichtet werden. Die größte Verantwortung lastet auf den Schultern der Tschechen Petr Hrbek, Pavel Richter und Verteidiger Martin Maskarinec. Die Begeisterung in Leipzig ist riesengroß, so packten viele freiwillige Fans vor dem ersten Heimspiel mit an, um in der Messehalle 8 eine Zusatztribüne für 800 Zuschauer zu errichten.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 5

Revier Löwen Oberhausen

Der Tabellendritte der Regionalliga NRW bewies einem Sieg gegen den Erzrivalen aus Ratingen und mehreren Erfolgen gegen Herne, zu welchen Leistungen sie fähig sind. Die sehr variabel arbeitende sportliche Leitung in Person von Trainer Markus Scheffold und Sportobmann Sven Schneider steht durch den Zugang von Christoph Jahns vom Grefrather EC eine sehr gut sortierte Hintermannschaft zur Verfügung, die zudem auch auf die Künste vom Ex-Riesserseer Torsten Schmitt zwischen den Pfosten vertrauen kann. Im Sturm werden vor allem Sergej Hatkevitch und Torsten Kunz die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme stellen.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 6

Rostocker EC

Auch die Mannschaft von Trainer Rolf Bielas muss zur Zeit einen Aderlass verkraften. Stürmer Jiri Benda ist nach seinem Kopfstoß noch den ganzen Januar gesperrt und auch Dimitri Kramarenko sowie Petr Rosol kurieren noch weiter ihre Verletzungen aus. Dennoch verfügt der Sieger der Pokalrunde mit den Regionalligamannschaften aus dem Norden und Osten u.a. mit Jaroslav Hlavnicka, Rumid Masche und Neuzugang Luhdek Stehlik über hervorragende Angriffsspieler. Der Pokalrunde wurde schon gewonnen, so dass auch in der Aufstiegsrunde ein Platz in der oberen Tabellenhälfte machbar sein wird, wenn nicht noch weitere Ausfälle zu verkraften sind.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 7

EC Timmendorfer Strand

Hervorragend in die Saison gestartet, mussten die Beachboys u.a. nach der Verletzung von Topscorer Danny Beauregard dem kleinen Kader Tribut zollen und verloren in den letzten Spielen noch Boden auf Nordmeister Wilhelmshaven. Für die Aufstiegsrunde verstärkte sich der ECT noch kurz vor Ende der Wechselfrist mit Stürmer Korbinian Witting aus Dresden und Bryan Philipps aus der Herforder Konkursmasse. Steve Pepin und Mario Gehrig heißen weitere Leistungsträger im Angriff. Trainer Jörg Dittrich kann auf der Torhüterposition auf die bewährte Kraft von Ulrik Kuhnekath zurückgreifen. Ohne weitere Ausfälle wird die Mannschaft vom Timmendorfer Strand für jeden Gegner gefährlich.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 8

Neusser EV

Die beiden Neuzugänge Christian Schlesinger und Andre Wagner vom Grefrather EC passen durchaus ins Konzept von Trainerfuchs Peter Kwasigroch, der aus den vielen jungen Spielern eine schlagkräftige Truppe geformt hat, die sich in den letzten Wochen in der Regionalliga NRW eine immer weiter verbessert zeigte. Die Kanadier Sean Starke, Erik diNardo und Troy Bigam stellen die gefährlichste Sturmformation vom NEV. Die Rheinländer werden beweisen, dass sie, obwohl sie sich nur als Nachrücker für die Aufstiegsrunde qualifiziert haben, zu großen Leistungen imstande sind.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 9

Eisbären Berlin Juniors

Die Juniorenmannschaft der Eisbären hat in der vergangenen Saison der Regionalliga Ost bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist und sich verdient für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Trainer Harald Kuhnke zeichnet sich als Trainer für die Ausbildung der vielen Berliner Eishockeytalente verantwortlich und präsentiert in der Aufstiegsrunde die zumeist 18-jährigen Nachwuchskräfte. Ein Aufstieg in den Bereich des ESBG würde für die Junioren der Eisbären dahingehend Sinn machen, um vom Reindl-Modell zu profitieren.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 10

Braunlager SC

Endlich können sich auch die Braunlager Eishockeyfans wieder auf große Eishockeyabende in den Duellen der Aufstiegsrunde freuen. Neuverpflichtungen gab es zwar nicht mehr, doch wenn die Leistungsträger im Sturm Peter Willis, Michael Oliveira, Christopher Pugliese und Mario Breneizeris sowie Tim Brown und Marek Gajewski in der Verteidigung von Verletzungen und Sperren verschont bleiben, wird es für jeden Gegner schwer die Harzer Wölfe von Trainer Henry Heyduk zu schlagen.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 11

Adendorfer EC

Nachdem die Querelen um die Hallennutzung endlich beseitigt worden sind, schauen die Heidschnucken wieder auf die sportliche Zukunft. Trainer Sven Gösch konnte seinen Kader immerhin noch mit Verteidiger Antal Hudak und Stürmer Mathias Hofmann aus Wilhelmshaven verstärken. In der Verteidigung vertrauen der AEC auf die Kräfte von Frank Richardt und Dimitrij Nevzorov, während im Angriff Denny Böttger, Jacek Darowski und Spartak Olenberg am torgefährlichsten sind.

Hockeyweb.de-Tip: Platz 12 (mr)

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