Thomas Barczikowski nicht mehr Trainer der Roten Teufel

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Seit dem späten Mittwochabend ist Thomas Barczikowski nicht mehr Trainer der zuletzt sieben Mal in Folge sieglosen Roten Teufel aus Bad Nauheim. "Wir haben uns in einem guten Gespräch dahin gehend geeinigt, dass er ab sofort nicht mehr als Trainer der Oberliga-Mannschaft tätig ist", erläutert Geschäftsführerin Simone Grünewald die aktuelle Situation. "Thomas Barczikowski wird mir aber weiterhin mit seinen herovrragenden Kontakten und Kenntnissen als Berater zur Verfügung stehen, was gleichzeitig auch dokumentiert, dass wir diese Entscheidung gemeinsam getroffen haben",so Grünewald weiter. "Wir hätten noch fünf Spieler austauschen können, aber das Ergebnis wäre wohl gleich geblieben. Deswegen sind wir diesen Schritt gegangen. Jetzt erwarte ich aber auch vom Team ein Zeichen, und dass ein Ruck durch die Mannschaft geht", hofft Simone Grünewald auf ein positives Signal des Tabellenvorletzten. "Wir haben jetzt noch genügend Zeit, um uns intensiv auf die Abstiegsrunde vorzubereiten. Sofern es finanziell machbar ist, werden wir die Mannschaft hierfür auch noch weiter verstärken, Schnellschüsse wird es aber auf keiner Position geben", deutet Grünewald an, dass auch der neue Mann an der Bande noch ein wenig auf sich warten lassen wird. "Vorerst wird es mit Bill Lochead aber eine Interimslösung geben. Er wird bereits heute Abend das Training leiten und das Team am Wochenende betreuen. Er verfügt über die notwendige Erfahrung und die Kenntnisse, und wir freuen uns, dass er uns in dieser Situation unterstützt", so Simone Grünewald. Bill Lochead ist eine Bad Nauheimer Identifikationsfigur und weit über die Grenzen der Kurstadt hinaus bekannt. Als Spieler absolvierte der Kanadier über 300 NHL-Spiele sowie mehr als 200 Partien in der Bundesliga für den VfL Bad Nauheim, den Mannheimer ERC sowie den ESV Kaufbeuren. Auch beim EC Bad Nauheim war der Torjäger aktiv, ehe der heute 51-Jährige 1987 seine Spielerkarriere beendete. Als Trainer war der in Ober-Mörlen wohnende Lochead in Wolfsburg und Iserlohn (damals beides 2.Bundesliga) sowie beim DEL-Club Ratingen tätig. „Bill wird aber eine reine Interimslösung bleiben, und wir arbeiten natürlich mit Hochdruck an einem neuen Namen. Dennoch erhoffe ich mir neuen Schwung durch diese Maßnahme“, erklärt Simone Grünewald.

Somit werden die Roten Teufel morgen erstmals mit Lochead als verantwortlichen Mann an der Bande zu einem Auswärtsspiel reisen, wenn die lange Fahrt an die Zugspitze zum SC Riessersee ansteht. Dass neue Besen oftmals gut kehren, hat man auch beim traditionsreichen SCR erkannt, denn seit einer Woche steht Ex-Nationalspieler Andreas Brockmann dort an der Bande, der das Amt vom glücklosen Georg Holzmann übernommen hat. Unter der Verantwortung vom letztjährigen Berliner Coach hat die Mannschaft zuletzt zwei Mal zu null gewonnen (5:0 in Oberhausen, 7:0 gegen Stuttgart) und somit neues Selbstvertrauen gewonnen. Gegen die Roten Teufel wollen die Bayern natürlich nachlegen, jedoch bleibt abzuwarten, ob die neue Situation auch bei den Kurstädtern einen ersten positiven Effekt zeigt. Personell zumindest ist man komplett, nachdem Petja Pietiläinen trotz eines Zehenbruchs spielen wird. "Trainieren ist derzeit nicht drin, aber mit einem Tape kann ich auf jeden Fall spielen. In zwei Wochen sollte das Schlimmste dann überstanden sein", zeugt der Finne von einer enormen Einsatzbereitschaft, die auch seine Mitspieler animieren sollte.

Sonntag gastiert dann der 1.EV Weiden im Colonel-Knight-Stadion (Spielbeginn 18.30 Uhr), der bislang eine gute Saison spielt und natürlich auch beim Gastspiel in Bad Nauheim als Favorit in die Partie geht. Vor allem Top-Torjäger Tom Herman (14 Tore, 12 Assists) sticht bei den Oberpfälzern hervor, aber auch sein Vorlagengeber Antti Kurhala sowie Verteidiger Wade Winkler (bereits 13 Scorerpunkte) darf man nicht aus den Augen lassen. Eine gute Mischung an Spielern scheint EVW-Coach Jiri Ehrenberger gefunden zu haben, zumal einige junge und ausbaufähige Akteure in der Mannschaft sind. Sollte sich die Formkurve der Blue Devils weiter nach oben entwickeln, ist der sofortige Wiederaufstieg durchaus im Bereich des Möglichen. Zumindest die Playoff-Teilnahme scheint ihnen so gut wie sicher, so dass die Oberpfälzer genau der richtige Gegner für die Roten Teufel sein sollten, um sich mit einem guten Ergebnis wieder positive Schlagzeilen zu erspielen.

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