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Fusion der Scorpions-Teams angedacht

Zwei Hannoversche Derbys unter besonderen Vorzeichen

Lesedauer: 2 Minuten
Gibt es bald nur noch ein Scorpions-Team? (Foto: dpa)

Am Wochenende „knallt“ es in der Region Hannover. Gleich zwei Derbys stehen an. Am Freitag, Karnevalsbeginn, treffen um 19.30 Uhr die Hannover Scorpions auf ihren Namensvetter aus der Region, die Wedemark Scorpions. Zwei Tage später dann das Spiel, auf das sich alle freuen und das durchaus mal wieder ausverkauft sein könnte: Hannover Indians gegen Hannover Scorpions, Spielbeginn am Pferdeturm 19 Uhr.

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Was jedoch die Derbys unter anderem so reizvoll macht ist eine Meldung, die heute in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ) angesprochen wurde. Die beiden Scorpions-Teams wollen aufeinander sportlich zugehen, eventuell durch eine Fusion eine schlagkräftige Einheit bilden, die sportlich einen schnelleren Anschluss an die Oberliga-Spitze verspricht als aktuell. Laut den beiden Sportmanagern Marco Stichnoth (Hannover Scorpions) und Eric Haselbacher (Wedemark Scorpions) bewegen sich beide Teams beim Umsatz etwa an der 300.000-Euro-Marke, wovon beide zwar leben können aber sich keine Hoffnungen auf große Sprünge machen haben. Selbst bei einem Zusammenschluss, der, nach Adam Riese, einen Sprung auf 600.000 Euro bedeuten würde, wäre das Team noch entfernt von den Branchengrößen im Norden, Duisburg und Essen. Eine Fusion würde auch, da sind sich die beiden Manager einig, eine Katapultwirkung bei Zuschauern und interessierten Sponsoren einsetzen lassen. Haselbacher: „Ich bin sicher, dass wir mit einer starken Scorpions-Mannschaft ruckzuck 1500 Leute wieder ins Stadion bringen können.“ Außerdem steht im Hintergrund noch der Vater von Eric Haselbacher, Jochen Haselbacher. Dieser brachte den, vor 41 Jahren gegründeten kleinen Dorfverein, ESC Wedemark  bis in die DEL und hat immer noch ausgezeichnete Kontakte. Haselbacher: „Wenn mein Vater zehn Leute anspricht, dann machen neun mit.“ Eine weitere Motivation der Regions-Hannoveraner ist, dem aktuell besten hannoverschen Verein, den Hannover  Indians, das Fell streitig zu machen. Besonders die letzte Saison, als die Indians den Langenhagenern die Grenzen aufzeigten, nagte an deren Selbstbewusstsein. Hannover-Scorpions-Chef Marco Stichnoth: „Die Indians waren jahrelang hinter uns. Wir müssen eine intelligente Lösung finden, dass das wieder Fall sein wird.“ Ob und wann eine Fusion stattfinden wird, steht jedoch noch in den Sternen. Zunächst gab es Annäherungsversuche in Form von Gesprächen. Viele Details wie Spielstätte, Name und mehr sind noch zu klären. Wer aber die beiden Sportmanager kennt, weiß, dass ein erfolgreicher Abschluss bereits für die kommende Saison möglich sein kann.

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