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Gespräch mit dem früheren sportlichen Leiter der Hannover Indians

Was macht eigentlich: Tobias Stolikowski

Lesedauer: 3 Minuten
Tobias Stolikowski. (Foto: Manfred Schneider)

​Der Name ist bekannt. Tobias Stolikowski, jahrelanger sportlicher Leiter bei den Hannover Indians und als Spieler auf allen vier Ebenen aktiv – von der DEL bis zur Regionalliga mit gesamt 728 Spielen. Er gehörte als Verteidiger zu den auffälligeren Spielern, weil er immer wieder den Zweikampf suchte, in die berühmte schmerzhafte Ecke ging. Diese Attribute übernahm er dann als sportlicher Leiter beim ambitionierten hannoverschen Oberligisten Hannover Indians, für den er von 2015 bis 2019 erfolgreich aktiv war.

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Im Augenblick ist er nicht auf der Eishockeybühne zu sehen. Grund genug für Hockeyweb, sich mit Tobias Stolikowski kurz zu unterhalten.

Herr Stolikowski, Sie haben bei den Indians eine Ausbildung zum Bürokaufmann, oder wie man es heute modern ausdrückt, zum Kaufmann für Büromanagement gemacht und waren gleichzeitig sportlicher Leiter. Gab es Gründe für das Ausscheiden?

Stolikowski: „Ja natürlich, aber darüber möchte ich im Einzelnen nicht mehr sprechen. Eine weitere Zusammenarbeit war durchaus möglich, aber im Endeffekt wurde daraus leider nichts. Eine Entwicklung, die ich im Nachhinein sehr schade fand.“

Im Sommer haben Sie sich mal kurz als Spielervermittler betätigt und für die Hannover Scorpions Kontakte nach Mannheim aufgebaut und schließlich den Torhüter Florian Mnich nach Mellendorf gebracht.

Stolikowski: „Ich hatte und habe noch weiterhin Kontakte nach Mannheim. Ich wäre auch gerne bereit, im Rahmen einer Anstellung diese auch auszunutzen, wobei ich zu dem Zeitpunkt, als Mnich wechselte, davon ausgegangen bin, dass ich bei den Indians bleiben kann.“

Haben Sie zwischenzeitlich noch für andere Vereine gearbeitet?

Stolikowski: „Nein. Ich habe zwar mehrere Kooperationspartner an der Hand, aber für einen anderen Verein habe ich nicht gearbeitet.“

Hatten Sie schon Anfragen von anderen Vereinen?

Stolikowski: „Bis jetzt gab es noch keine Anfragen.“

Sie wohnen in der Region Hannover. Sind Sie auf den Norden festgelegt oder sind Sie geografisch flexibel?

Stolikowski: „Ich bin absolut flexibel. Wichtig ist für mich die sportliche Perspektive und wenn die stimmt, dann kann es auch der extreme Süden sein, wie Füssen zum Beispiel. Dieser Ort soll aber nur als Beispiel gelten. Ich will mich nirgends aufdrängen.“

Welche Klassen sind für Sie interessant?

Stolikowski: „Die DEL kann ich mir nur schwerlich vorstellen. Aber die DEL2 ist schon hochinteressant, zumal ich auch die Lizenz für diese Klasse habe. Ob Headcoach, Assistent oder sportlicher Leiter, in dieser Liga kann ich mir einen Einsatz sehr gut vorstellen. Oberligamannschaften haben in der Regel nur einen Trainer, manchmal auch einen Co-Trainer, seltenst aber einen sportlichen Leiter. Aber wie gesagt, ich bin flexibel und immer gesprächsbereit.“

Kennen Sie sich auch im Süden aus oder mehr im Norden?

Stolikowski: „Ich kenne mich in beiden Ligen aus. Zuletzt habe ich sehr viele Spiele im Norden und Süden angesehen, konnte zuletzt den Focus auch mehr auf die Spielebeobachtung legen als zu meiner Zeit als Sportdirektor bei den Indians, weil es dann andere Schwerpunkte gab.“

Was halten Sie von der aktuellen Tabellensituation im Norden? Gab es für Sie Überraschungen?

Stolikowski: „So richtig eigentlich nicht. Tilburg war oben zu erwarten. Herne hat im Sommer einen Superjob gemacht und erntet jetzt seine Bemühungen. Vor allem Danny Albrecht war bis jetzt sehr gut und auch die Einkäufe haben die Mannschaft gut verstärkt. Halles und auch die Indians hatten ja ihre Startprobleme, sind jetzt aber gut im Rennen. Das gleiche gilt für Hamburg.“

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