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Hannover Indians

Rostock für Indians kein Hindernis

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Rostock für Indians kein Hindernis

Ohne besondere Probleme bezwangen die Hannover Indians den Verfolger aus Rostock mit 8:3 (4:0, 3:0, 1:3) vor 2.456 Zuschauern und konnten die Tabellenführung in der Oberliga Nord nach der überraschenden Heimniederlage der Braunlager Falken gegen die Wedemark Scorpions auf sieben Punkte ausbauen.

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Das Problem begann für die Rostocker schon auf der Hinfahrt. Obwohl die Wetterverhältnisse stabil erschienen, gab es neben einem erhöhten Verkehrsaufkommen auch Unfälle, die die 330 Kilometer lange Hinfahrt zu einer länger als geplant dauernden Fahrt machten. Am Ende stand bei Spielbeginn nicht 20 Uhr auf der Spieluhr sondern 21.40 Uhr und damit das Spiel halbwegs in geordneten Bahnen ablaufen konnte, ging es relativ schnell los. Somit war es kein Wunder, dass die Piranhas im ersten Drittel weniger den legendären Raubfischen sondern mehr einer Sorte im heimischen Aquarium glichen. Besonders schwierig wurde das Unterfangen der Gäste auch durch das superschnelle Gegentor bereits nach 42 Sekunden durch den „Mann des Tages“, Andre Gerartz. In der hannoverschen Tagespresse hatte Gerartz sein kleines Geheimnis verraten: Eine Bratwurst, exakt 75 Minuten vor Spielbeginn gereicht von einer Legende an der Bande, Dieter „Rocky“ Neubert, bringt ihn auf Touren. Ob es eine besondere Bratwurst war, wird man wohl nie erfahren, auf alle Fälle half sie, den Turbo besonders schnell zu zünden. Die geschockten Rostocker waren jedenfalls erst einmal damit beschäftigt, die immer wieder auftretenden Löcher in der Verteidigung zu schließen, konnten aber den Treffer von Nils Bohle (6.) nicht verhindern, der von Indians-Neuzugang Andrei Salzer bestens bedient wurde. Bevor Gerartz seine Show weiter fortführte, war jetzt erst einmal ein anderer Akteur dran. Oliver Duris, der den kranken Bob Wren mittlerweile sehr gut vertritt, traf in Minute 9 zum 3:0 und keine zwei Minuten später, diesmal sogar u.a. bedient von Keeper Boris Ackers zum 4:0. REC-Trainer Sergej Hatkevich war erst einmal, trotz der widrigen Umstände, bedient, dachte aber nicht an einen Torhüterwechsel. Im Mitteldrittel zeigten sich die Indians bedacht, den Vorsprung gegen jetzt stärker werdende Piranhas zu sichern. Das gelang recht vorteilhaft in den ersten zehn Minuten, danach übernahmen wieder die Indians das Kommando. Der diesmal nicht als Torschütze sondern als Assistgeber hervorstechende Christoph Koziol bediente zusammen mit Reckers den „Sniper“, wie Andre Gerartz von seinem Trainer Peter „Peewee“ Willmann seit kurzem wegen seiner Kaltblütigkeit genannt wird, und es stand 5:0. Kurz darauf hatte neben Koziol auch Armin Finkel seinen verdienten Auftritt. Die beiden bedienten Gerartz und das halbe Dutzend war voll. Was Finkel als Defender kann, das kann ich auch, wird sich Frank Richardt (38.) gedacht haben und so sorgte der 37jährige Berliner nach einem Zusammenspiel mit Anderson und Salzer für das 7:0. Dass es schwer werden würde, hatte niemand bestritten aber ein 0:7 nach vierzig Minuten, das war dann doch gegen die Rostocker Ehre. Gegen jetzt fahrlässig agierende Indians zeigten die Piranhas Ansätze von Ehre, kamen gar bereits nach 22 Sekunden im Abschlussdrittel durch Marcel Krzyzyk zweites Saisontor zum ersten Torerfolg. Sechs Minuten später klingelte es gar zum zweiten Mal im Kasten von ECH-Keeper Boris Ackers. Florian Brink beförderte die Scheibe über die Linie und als in der 51. Minute Gregor Kubail sogar in Unterzahl für verhaltenen Gästejubel mit dem 3:7 sorgte, da zeigten sich die ECH-Verantwortlichen um Coach Willmann nicht gerade „amused“. Man musste sich bei den Indians erst einmal berappeln, brauchte acht Minuten und die zufriedener wirkenden Piranhas mussten schließlich noch ein achtes Gegentor schlucken, als Andre Gerartz, natürlich wieder in Zusammenarbeit mit Christoph Koziol und auch dem enorm fleißigen Karan Moallim den Endstand von 8:3 auf die Anzeigetafel zauberte. Fazit: Ein verdienter Erfolg der Indians, der vermutlich bei rechtzeitig ankommenden Rostockern etwas geringer ausgefallen worden wäre. Der REC indes hätte nur bei optimalem Spielverlauf die Chance auf einem Punkt gehabt. So bleibt den Ostseestädtern aktuell nur das Ziel, sich erfolgreich gegen die beiden Hamburger Mannschaften um Platz Vier durchzusetzen.

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