Die zweiten Seiten der Hannover Indians und Hannover ScorpionsEinmal Konkurrenten und einmal Partner

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Die einzige Stadt, die in dieser Sicht mithalten konnte war Berlin, wo sich zuletzt FASS und die Preussen am 19. Februar 2017 und im  letzten DEL-Duell die Eisbären und die Preussen am 3. März 2002 trafen. Somit findet viermal im Jahr in Hannover ein Spiel statt, das Fans aus ganz Deutschland anlockt.

Auch die Begegnung am Sonntag ist, wie zu vernehmen war, fast vollständig ausverkauft. An der Abendkasse werden noch, für schnell entschlossene, einige Karten zu haben sein. Wie von Indians-Sportdirektor Tobias Stolikowski zu vernehmen war, können die Indians mit ihrem besten Kader antreten, alle Mann sind fit und heiß auf das Derby. Von den Scorpions gab es eine ähnliche Meldung. Lediglich Robin Ringe ist noch länger verletzt, Andrej Strakhov hat seine hartnäckige Erkältung in die Wüste geschickt und der Rest der Truppe freut sich auf den Pferdeturm.

Das war die eine Derbyseite. Zwei Mannschaften, die bei aller Konkurrenz den anwesenden 4600 Fans eine Eishockeypartie bieten wollen, über die die gesamte Konkurrenz neidisch ist.

Die andere Derbyseite bietet eine kleine Überraschung. Beide Vertretungen, die Hannover Indians wie auch die Hannover Scorpions, machen im Kleinen das, wozu die Großen immer angemahnt wurden, was aber im Grunde nicht durchsetzbar ist. Genau so wenig, wie es eine Fusion zwischen dem Hamburger SV und dem FC St. Pauli oder zwischen Bayern München und 1860 München im Fußball möglich ist, werden wohl auch die Hannover Indians und die Hannover Scorpions auch in Zukunft getrennte Wege gehen. Zumindest was den Profisportbereich angeht.

In der Jugend sieht das Ganze ganz anders aus. Lediglich die U17-Vertretung der Hannover Indians spielt kooperationslosgelöst in der Junioren-Bundesliga. Alle anderen Mannschaften, die U20-, U15-, U13-, U11- und U9-Mannschaften, stellenweise sogar mit zwei Teams, treten in einer Spielgemeinschaft an. Sportlicher Leiter der Kooperation ist der Straubinger Ralph Stenger. Er ist der sportliche Leiter und unter ihm sind etwa 15 Trainer aktiv, die sich um die Jugend kümmern. Das Ziel ist es natürlich, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs für die erste Mannschaft zu gewinnen. Ob dieser Spieler später nun für die Indians oder die Scorpions oder auch für einen ganz anderen Verein eintritt, ist erst einmal nebensächlich. Gesprächspartner Ingo Haselbacher von der Nachwuchskooperation Wedemark/Indians meinte dann auch: „Wir haben einige Ziele. Erstens sollen die Kinder und Jugendlichen mit Freude und viel Spaß ihrem Sport nachgehen können. Zweitens freuen wir uns natürlich, wenn einer dieser Jungs einen Schritt nach vorne macht und am Ende in einer Profimannschaft steht. Einer dieser Aufsteiger ist Noah Janisch, der jetzt bei den Scorpions unter Vertrag steht und bei den Indians Keeper Fabian Gensicke.“ Dieser ist als dritter Torwart bei den Indians gemeldet, soll aber an einen Regionalligisten verliehen werden, damit er Spielpraxis erhält.

Das Ziel ist es laut Ingo Haselbacher, dass man viele interessierte Kinder und Jugendliche an die Vereine binden kann und sie ihrem Sport nachgehen können. Noch einmal Haselbacher: „Das Problem ist, dass wir in der Wedemark zu wenig Spieler haben und die Indians zu wenig Eiszeiten. Wenn man zwei Eisfelder zur Verfügung hätte, dann wäre ein großes Hindernis beseitigt.“ Im Augenblick spielen alle Mannschaften in der höchsten Klasse des Niedersächsischen Eissport-Verbandes mit dem Ziel, möglichst bald in die DNL2 aufzusteigen.

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