Streit um Trade: Winnipeg Jets suspendieren Connor Hellebuyck

Der Konflikt zwischen den Winnipeg Jets und ihrem langjährigen Torhüter eskaliert.
Im Februar führte Connor Hellebuyck die USA mit teils spektakulären Paraden zum Olympiasieg über Team Kanada, in der NHL ist er einer der besten Torhüter der letzten zehn Jahre: Drei Vezina-Trophäen für den besten Torwart der Liga und eine Hart Trophy als wertvollster Spieler sprechen eine deutliche Sprache. Um seiner Titelsammlung nun noch einen Stanley Cup hinzuzufügen, hatte er die Verantwortlichen der Winnipeg Jets, die nach dem Gewinn der Presidents Trophy 2025 für das punktbeste Team nach der Hauptrunde in der vergangenen Spielzeit die Play-Offs verpasst hatten, Anfang des Jahres um einen Trade gebeten. Entsprechende Gerüchte gab es schon seit einiger Zeit, bestätigt wurde dies aber erst, als der US-Amerikaner seinen "Trade Request" Ende August öffentlich machte - und damit den Druck erhöhte.
Nun ist die nächste Eskalationsstufe erreicht: Hellebuyck erschien am gestrigen Mittwoch nicht zum offiziellen Trainingsauftakt der Jets.
„Ich habe versucht, die Situation ruhig und respektvoll zu handhaben und der Organisation gleichzeitig Zeit zu geben, verschiedenen Optionen zu prüfen“, sagte Hellebuyck in einer von seinem Berater Ray Petkau veröffentlichten Erklärung. „Angesichts des bevorstehenden Trainingslagers hielt ich es für wichtig, meinen Wunsch nochmals zu untermauern. Denn an meiner Haltung hat sich nichts geändert. Ich bin der Meinung, dass ein Wechsel für mich und meine Familie der beste Weg in die Zukunft ist.“
Der Club reagierte prompt und suspendierte ihn.
Hellebuyck geht in die dritte Saison seines Siebenjahres-Vertrages, der ihm jährlich 8,5 Millionen Dollar bringt. Dies dürfte einen Wechsel erschweren, denn nur wenige Spitzenteams haben den entsprechenden Cap Space noch zur Verfügung. Auch nicht die Edmonton Oilers, die trotz der Verletzungssorgen um den neuverpflichteten Meister-Goalie Frederik Andersen keine Option sein dürften.
Als mögliche Ziele gelten hingegen die aufstrebenden Buffalo Sabres, die New Jersey Devils - und der aktuelle Stanley Cup-Sieger Carolina Hurricanes. Mit den Sabres soll es bereits im Juni konkrete Verhandlungen gegeben haben, die aber nicht zu einem Abschluss kamen.
Aber vielleicht kommt mit der aktuellen Zuspitzung Bewegung in die Angelegenheit.















