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Endrunde der Hessenliga

Hessenmeister-Jubel im CKS: Rote Teufel Bad Nauheim gewinnen Final-Four-Turnier

Lesedauer: 3 Minuten
Jubel in Bad Nauheim: Die Roten Teufel sind Meister der Hessenliga.
Jubel in Bad Nauheim: Die Roten Teufel sind Meister der Hessenliga. (Foto: Rote Teufel Bad Nauheim)

Großer Jubel am Sonntagabend im Colonel-Knight-Stadion: In einem hochdramatischen Finale bezwangen die Roten Teufel Bad Nauheim den Dauerrivalen EJ Kassel 89ers mit 5:3 (2:1, 1:1, 2:1) und krönten sich zum zweiten Mal nach 2024 zum Eishockey-Hessenmeister.

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„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft. Diese Revanche vor heimischem Publikum zu feiern, ist etwas ganz Besonderes“, sagte ein sichtlich bewegter RT-Coach Martin Flemming nach dem prestigeträchtigen Sieg im dritten Endspiel-Duell in Folge gegen die Nordhessen.

Ein Finale mit Zündstoff

Schon die Vorzeichen versprachen Eishockey-Feinkost: Die Gastgeber waren als Hauptrunden-Primus bereits am Samstag durch ein souveränes 8:3 gegen die Löwen Frankfurt ins Final-Four-Wochenende gestartet, während Kassel die Eintracht aus Frankfurt mit 3:1 niedergerungen hatte. Vor rund 500 begeisterten Fans entwickelte sich am Sonntagnachmittag von der ersten Sekunde an ein „Traumfinale“, das seinem Namen alle Ehre machte – inklusive harter Zweikämpfe, strittiger Szenen und einer Strafzeiten-Flut von insgesamt 63 Minuten.

Den Torreigen eröffnete Marcel Rost für die Hausherren (11.). Doch die Freude währte nur 78 Sekunden, ehe Nick Schöngart für Kassel ausglich. Es war die erste von mehreren diskussionswürdigen Entscheidungen des Abends: Trotz massiver Proteste der Kurstädter wegen einer Behinderung an Keeper Nils Flemming gab Hauptschiedsrichter Lenhart (Kassel) den Treffer. Auch zwei weitere vermeintliche Bad Nauheimer Tore durch Max Stark und Felix Schröer fanden keine Anerkennung, da der Puck laut Schiedsrichtergespann die Linie nicht vollständig überquert haben soll.

Die Roten Teufel ließen sich jedoch nicht beirren. Routinier Daniel Ketter (14.) und U20-Rookie Sam Boege (25.) schraubten das Ergebnis auf 3:1. Trotz einer Phase mit doppelter Überzahl verpasste es Bad Nauheim jedoch, den Sack frühzeitig zuzumachen – eine Nachlässigkeit, die Roman Löwing mit dem 3:2-Anschlusstreffer bestrafte (31.).

Das Schlussdrittel geriet zum echten Krimi. Zwar stellte Marcel Rost mit seinem zweiten Treffer des Abends den alten Abstand wieder her (41.), doch Patrick Schädel brachte die 89ers erneut heran (51.). In der Schlussphase wurde es noch einmal hektisch im Bad Nauheimer Drittel, als die Gastgeber gleich zwei Mal in die Kühlbox geschickt wurden. In dieser kritischen Phase wuchs Torwart Nils Flemming über sich hinaus, parierte serienweise Großchancen der 89ers und wurde folgerichtig zum „Man of the Match“ gewählt.

Der Kapitän macht den Deckel drauf

Den Schlusspunkt setzte schließlich sein Bruder: Kapitän Florian Flemming erlöste die Fans in der 57. Minute mit dem 5:3. Es war bezeichnenderweise der einzige Überzahltreffer der gesamten Partie – und er kam zum perfekten Zeitpunkt.

Trotz des erneuten Triumphs ist ein Aufstieg in die Regionalliga derzeit kein Thema. „Das ist für uns als Amateure sportlich und organisatorisch kaum zu stemmen, da die Termine oft mit der DEL2-Mannschaft kollidieren würden“, erklärte Coach Flemming. Die Mission für das nächste Jahr steht also fest: die Titelverteidigung in der Hessenliga. Ob das Finale dann zum dritten Mal in der Kurstadt stattfindet? „Vielleicht wird Bad Nauheim für uns das, was Berlin für die Fußballer ist“, resümierte HEV-Sportobmann Jobst Braun nach der Siegerehrung mit einem Augenzwinkern.

Das kleine Finale um Platz drei gewannen am Sonntagmittag die Löwen Frankfurt nach einem 8:4-Sieg gegen Eintracht Frankfurt (trainiert von Ex-EC-Profi Roger Nicholas), das in der Hauptrunden-Tabelle als Dritter noch vor der zweiten Garnitur des DEL-Teams stand.

LV West
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