KJEC dominiert Spiel und verschenkt Sieg

Bulldogs gelingt Derbysieg im PenaltsyschießenBulldogs gelingt Derbysieg im Penaltsyschießen
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Drei Punkte waren eingeplant, doch am Ende ging das Team des Königsborner JEC leer aus. Mit 2:4 (0:2, 0:1, 2:1) mussten die favorisierten Bulldogs eine enttäuschende Niederlage gegen die Dinslakener Kobras einstecken.

Es zeichnete sich bereits zu Beginn ab, dass etwas nicht zu stimmen schien. Zwar war der KJEC von Beginn an die Spiel bestimmende Mannschaft, doch wirkten die Angriffsversuche eher halbherzig. Entweder sollte der Puck ins Tor getragen werden oder es wurden zahlreiche Schüsse aus größter Entfernung abgegeben. Dinslakens Torwart Dennis Rudolph hatte damit keine größeren Schwierigkeiten. In Gedanken fast schon in der Pause mussten die Bulldogs 33 Sekunden vor Drittelende das 0:1 hinnehmen. Als wäre das nicht schon genug, marschierten die Dinslakener nach dem Bully praktisch ohne Gegenwehr erneut auf das gegnerische Tor zu und trafen exakt 17 Sekunden später sogar zum 0:2.

Auch, was der KJEC seinen Fans nach der Pause bot, war Aktionismus in Reinform. Scheinbar ohne Konzept und Taktik wurden Angriffe gefahren, weshalb freilich auch der Erfolg ausblieb. Hinzu kam noch reichlich Pech, so retteten die Kobras den Puck in einer Situation gerade eben noch auf der Linie. Fast schon verdient nutzten wieder einmal die Kobras eine ihrer wenigen Möglichkeiten. In Überzahl erhöhte Dinslakens Thomas Bläsche trotz drückender Überlegenheit des KJEC auf 0:3.

Im letzten Drittel setzten die Bulldogs alles auf eine Karte und spielten weiterhin nur nach vorn. In der 49. Minute fiel dann auch endlich der längst überfällige Anschlusstreffer zum 3:1 durch Igor Cillik. Die weiteren Versuche brachten aber auch keine zählenswerten Erfolge. Einmal trafen die Bulldogs nur Metall und in einem 5-gegen-3-Überzahlspiel wurde der Puck hin und her gepasst, doch niemand wagte den Torschuss. Wurde dieser doch endlich abgegeben, dann stets vorhersehbar aus der gleichen Position. Und auch zwei Auszeiten bewirkten nichts. Zwei Minuten vor Spielende nahm Willi Tesch den Torhüter vom Eis, doch auch mit einem Feldspieler mehr konnte das Spiel nicht mehr umgebogen werden. Stattdessen trafen die Dinslakener ins leere Tor und machten mit dem 1:4 den Sack endgültig zu. Das 2:4 durch Pierre Kracht vier Sekunden vor Spielende war lediglich Ergebniskosmetik.