Grunwalds Glanztag

Piranhas laden zur PartyPiranhas laden zur Party
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Der erst am vergangenen Donnerstag von Rostock nach Schönheide gewechselte Goalie Benjamin Grunwald erwischte gleich im ersten Heimspiel für sein neues Team einen Sahnetag und verhalf den Wölfen mit einer Glanzleistung zu einem 4:3 (2:0, 1:3, 0:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen über die Rostock Piranhas.

Dabei schien es so, als sollte zunächst der Neuzugang auf Seiten der Piranhas die Akzente setzen. Bereits in der ersten Spielminute tauchte „Slawa“ Koubenski völlig frei vor dem Schönheider Kasten auf, scheiterte jedoch an Grunwald. Auch in der Folge hatten die Piranhas das Spielgeschehen fest im Griff und kamen zu weiteren Chancen. Doch weder Schneider, Bartanus noch Haupt konnten den Puck an ihrem Ex-Mannschaftskollegen vorbei bringen. Auch in ihrem ersten Unterzahlspiel schienen die Piranhas Herren der Lagen zu sein. Sie verwickelten die Wölfestürmer in Bandenfights und klärten durch Befreiungsschläge. Doch nach einem solchen Befreiungsschlag zeigte sich die Abwehr einen Moment lang unkonzentriert. Dies nutzte Jun, der tief aus dem eigenen Drittel einen Pass auf den völlig frei an der blauen Linie lauernden Jenka spielte, der keine Mühe hatte zu verwandeln. Als einige Minuten später in einer weiteren Unterzahl der Piranhas ein verdeckter Schuss von Mix zum 2:0 einschlug, war der Spielverlauf im ersten Drittel endgültig auf den Kopf gestellt.

Im zweiten Drittel bot sich den 496 Zuschauern, darunter gut ein Dutzend unentwegter Rostocker, das genau umgekehrte Bild. Die Wölfe starteten mit viel Elan und kamen zu einigen guten Torchancen. Doch mit guter Moral kämpften sich die Piranhas zurück ins Spiel und übernahmen nach und nach wieder das Kommando. Als Hruby endlich das 2:1 markierte, schien der Bann gegen den Ex-Piranhas Grunwald gebrochen und Michalek und Franz konnten in kurzer Folge eine verdiente 2:3-Führung herausschießen. Doch erneut in Unterzahl mussten die Piranhas kurz vor Drittelende den Ausgleich hinnehmen: mit einem harten Schuss ließ Jun Piranhas-Keeper Hippik keine Chance.

Spannend und ausgeglichen ging es im Schlussdrittel zu. Chancen gab es jetzt auf beiden Seiten, doch die Torhüter standen ihren Mann. Auf Rostocker Seite wusste jetzt vor allem die dritte Reihe mit Garthe, Vojcak und Stratmann mit gefälligem Passspiel zu überzeugen und konnte sich die eine oder andere Torchance erspielen. An Grunwald war aber kein vorbeikommen mehr. Da aber auch Hippik sich durch einige gute Paraden auszeichnete und in der regulären Spielzeit nicht mehr zu überwinden war, kam es endgültig zum Show-down der beiden Torhüter. Dabei konnte sich am Ende die ehemalige Nummer zwei gegen die Nummer eins durchsetzen. Während Hippik die Penaltys von Mix und Jun passieren lassen musste, konnte Grunwald alle vier Rostocker Versuche durch Garthe, Haupt, Bartanus und Hruby abwehren und damit seiner Mannschaft den Zusatzpunkt festhalten.

Tore: 1:0 (9.) Jenka (Jun/5-4), 2:0 (18.) Maaß (Jenka/5-4), 2:1 (34.) Hruby (Jeschke), 2:2 (36.) Michalek (Bartanus, Haupt/5-4), 2:3 (38.) Franz (Koubenski), 3:3 (39.) Jun (Maaß/4-3), 4:3 (60:00) Mix (entscheidender Penalty).