Anzeige
Vorbereitungsspiel in Ängelholm

Schweizer 0:3-Niederlage im WM-Test gegen Schweden

Lesedauer: 3 Minuten
Schwedens Torhüter Magnus Hellberg ließ keinen Gegentreffer zu.
Schwedens Torhüter Magnus Hellberg ließ keinen Gegentreffer zu. (Foto: dpa/picture alliance/BILDBYRÅN)

Im Rahmen der Euro Hockey Tour in Ängelholm traf der Gastgeber der diesjährigen Weltmeisterschaft, die Schweiz, am Samstag auf Schweden. Hockeyweb war vor Ort und beobachtete den deutschen Gruppengegner eine Woche vor WM-Start. Das Spiel ging mit 3:0 an Schweden.

Anzeige

In der Catena Arena, Heimstätte von SHL-Klub Rögle BK, standen zahlreiche NHL-Spieler im Aufgebot beider Teams. Für Schweden liefen unter anderem Oliver Ekman-Larsson (Toronto), Lucas Raymond, Albert Johansson (beide Detroit), Simon Holmström (Islanders) oder Liam Öhgren (Vancouver) auf. Die Schweiz wurde seit diesem Wochenende von ihren NHL-Stars um Kapitän Roman Josi (Nashville), Nico Hischier, Timo Meier (beide New Jersey) und Nino Niederreiter (Winnipeg) verstärkt.

Vor der Partie wurden die schwedischen U20-Weltmeister geehrt. Mit Love Härenstam (Södertälje), Viggo Björck (Djurgården), Ivar Stenberg (Frölunda), Anton Frondell (Chicago), Sascha Boumedienne (Boston University) und Jack Berglund (Lehigh Valley Phantoms) ganze sechs von ihnen standen auch im heutigen Line-up der Tre Kronor. Headcoach Sam Hallam setzt damit deutlich auf die Jugend.

Schweden startete mit deutlich mehr Tempo und setzte die Schweiz früh unter Druck, geriet allerdings zunächst zweimal in Unterzahl. Im Schweizer Powerplay war erwartungsgemäß Josi der Dreh- und Angelpunkt. Der Verteidiger lief die Entries selbst an und legte die Scheibe kurz vor der blauen Linie per Droppass für den nachrückenden zweiten Mann ab, um kontrolliert ins Drittel zu kommen. Auch in der Formation lief vieles über Josi.

Die Tre Kronor überstanden beide Unterzahlspiele problemlos und übernahmen anschließend die Kontrolle. Mit aggressivem Forecheck und einer hochstehenden neutralen Zone nahm Schweden der Schweiz zunehmend den Raum für kontrollierte Angriffe. Die Gäste hatten große Probleme, sauber ins offensive Drittel zu gelangen, während Schweden die offenen Räume im Umschaltspiel konsequent nutzte und immer wieder mit Tempo gefährlich wurde.

Bei Rebounds verloren die Schweizer zunehmend ihre defensive Ordnung, was auch zur Führung der Schweden führte: Nach einem Abpraller brachte Ekman-Larsson die Scheibe erneut aufs Tor, wo Johansson beim zweiten Rebound ungehindert einschieben konnte.

Zu Beginn des zweiten Drittels blieb das Bild ähnlich. Der Schweiz fehlte es weiterhin an kontrollierten Offensivaktionen, zumal mit Denis Malgin und Pius Suter zwei wichtige Offensivkräfte geschont wurden. Selbst Dump-ins führten häufig direkt wieder zu Scheibenverlusten.

Erst ab Spielmitte fand die Schweiz besser ins Spiel. Das Umschaltspiel wurde kontrollierter, die Nati konnte sich phasenweise im Angriffsdrittel festsetzen und erspielte sich mehrere gute Chancen.

Ausgerechnet in dieser Schweizer Druckphase erhöhte Schweden auf 2:0. Johansson verwertete seinen eigenen Abpraller: Von hinter der Torlinie aus, springt die Scheibe an die Stockhand von Reto Berra und durch seine Beine zum zweiten Treffer. Ein bitterer Gegentreffer für die Schweiz, die dem Anschlusstreffer in dieser Phase näher war als Schweden dem zweiten Tor. Das vermeintliche 3:0 durch Raymond nur kurze Zeit später, wurde nach Videobeweis wieder zurückgenommen.

Das Schlussdrittel verlief insgesamt unspektakulär, trotz einiger Strafen auf beiden Seiten. Die Schweiz nahm Berra in den Schlussminuten für einen sechsten Feldspieler vom Eis, kam aber trotz einiger Möglichkeiten nicht mehr heran. NL-Legionär vom Meister ais Fribourg, Jacob de la Rose, setzte mit dem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand.

Stimmen zum Spiel

Nico Hischier ordnete die Partie bei den Schweizer Kollegen wie folgt ein: „Die vielen PK haben es schwierig gemacht, in den Rhythmus zu kommen mit allen vier Reihen. So ist ja eigentlich das Spiel, vier Reihen, eine nach der anderen und kurze Wechsel.“

Mit Blick auf die neuesten Änderungen in der Aufstellung ergänzte er: „Natürlich muss sich das erst noch finden. Es sind wieder ein paar neue Spieler dazugekommen. Für mich persönlich, ich habe seit Mitte April nicht mehr gespielt, das merkt man schon ein bisschen. Ich habe mich heute schon besser gefühlt und das wird sicher immer noch besser.“

Top News
International
Werbemittel
Alle Highlights der vergangenen Saison kostenlos auf Sporteurope.TV
Anzeige
Weitere Artikel
Mehr Artikel →
Top-Meldungen
Mehr Artikel →
Anzeige