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Lausitzer Füchse überraschen in Kassel

Neuer DEL2-Rekord: Eisbären Regensburg erzielen Siegtreffer in der 123. Minute

Lesedauer: 4 Minuten
Bryce Kindopp traf in der vierten Verlängerung für die Eisbären Regensburg.
Bryce Kindopp traf in der vierten Verlängerung für die Eisbären Regensburg. (Foto: dpa/picture alliance/osnapix)

Neuer Spielrekord in der DEL2. Die Play-off-Viertelfinalpartie zwischen den Starbulls Rosenheim und den Eisbären Regensburg endete 6:5 für die Eisbären und wurde erst durch ein Tor in der 123. Spielminute entschieden. Da verblassten natürlich die anderen Resultate etwas. Hauptrundenprimus Krefeld Pingiune besiegte EV Landshut deutlich und steht vor dem vorzeitigen Einzug in die nächste Runde. Bietigheim und Weißwasser überraschten mit Auswärtssiegen.

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Krefeld Pinguine – EV Landshut 5:2 (3:0, 0:2, 2:0)
Serienstand: 3:0

Es bleibt im Augenblick bei der Tatsache, dass die Landshuter in Krefeld nicht mehr gewinnen können. Die sechste Auswärtsniederlage in Folge seit Januar 2023 und jetzt steht es aus Landshuter Sicht in der Viertelfinalserie auch noch 0:3. Dass die Krefelder den Schwung vom Freitag aus Landshut mitnehmen würden, war offensichtlich. Sie bestürmten sofort das gegnerische Tor und hatten nach einer kleinen Eingewöhnungsphase Glück. Innerhalb von nur 81 Sekunden erzielten Mathew Santos und Marcel Müller die schnelle 2:0-Führung. Als Adam Payerl vier Minuten später sogar noch auf 3:0 erhöhte, war die Partie für viele Krefelder Fans schon gegessen. Nicht jedoch für die Landshuter. Die Niederbayern kamen mit Schwung und dem Willen, sich nicht noch einmal so abspeisen zu lassen, aus der Kabine und tatsächlich zeigten sich nach dem schnellen ersten Tor von Tobias Lindberg Kämpferqualitäten. Die von der Spielweise überraschten Krefelder zogen sich zurück und wurden sogar kurzfristig nervös, als David Stieler mit dem zweiten EVL-Treffer den Anschluss herstellte. Im letzten Drittel wurden die Nerven der heimischen Anhänger jedoch schnell beruhigt. Jon Matsumoto besorgte in Überzahl nach einer schönen Kombination mit Dybowski und Zengerle das vierte Tor und danach verflachte die Partie, je länger sie dauerte. Für den letzten Höhepunkt sorgte Daniel Bruch vier Minuten vor Ende mit dem 5:2. Damit reicht den Krefeldern am Dienstag ein Sieg in Landshut, um vorzeitig ins Halbfinale einzuziehen.

Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg 5:6 (2:0, 1:3, 2:2, 0:0, 0:0, 0:0, 0:1) n.V.
Serienstand: 1:2

Die Regensburger sind einfach nicht der Lieblingsgegner der Starbulls. In den letzten fünf Heimspielen gab es nur einen Sieg und auch im zweiten Heimspiel gab es keine Entwarnung. Dabei war der Rosenheimer Start erbaulich. Maximilian Adam und Teemu Pulkkinen überwanden Regensburgs Torhüter Jonas Neffin und brachten die Starbulls 2:0 in Führung. Auch der Regensburger Anschluss, bereits in der 22. Minute von Donat Peter brachte die Starbulls nicht von der Rolle und Teemu Pulkkinen traf schon zwei Minuten später zur 3:1 Führung. Dann kam die starke Eisbären-Phase. Innerhalb von nur 120 Sekunden erzielten Corey Trivino und Bryce Kindopp den Ausgleich. Im letzten Drittel zeigten die beiden Finnen im Starbulls-Jersey, Ville Järvelainen und noch einmal Teemu Pulkkinen ihre Wichtigkeit für die Starbulls. Erst traf Järvelainen zum 4:3, kurz darauf Pulkkinen zum 5:3 und der vermeintlichen Entscheidung. Aber es gab einen Spielverderber. Regensburgs Sam Payeur verkürzte in der 54. Minute mit einer Einzelleistung auf 4:5 und 34 Sekunden vor Spielende glich er gar aus. Anstatt in der Serie 2:1 in Führung zu gehen, ging es in die Overtime und die hatte es in sich. Gleich zwei Verlängerungen endeten torlos und erst in der 123. Spielminute gelang Bryce Kindopp der Siegtreffer für die Eisbären.

Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 3:4 (0:3, 2:0, 1:0, 0:1) n.V.
Serienstand: 2:1

Dass diese Serie nicht zu Selbstläufer für die Huskies wird, dafür sorgten die Lausitzer Füchse mit einem Sprintstart im ersten Drittel. Dabei überraschte Knobloch in der zwölften Minute, als er mit einem Shorthander für die Führung der Gäste sorgte. Das brachte die Huskies etwas aus dem Konzept und als sie sich wieder gefunden hatten, sorgten Broda und erneut Knobloch für zwei weitere Füchse-Tore. Aber auch die Hausherren zeigten Nehmerqualitäten. In der 29. Minute durften die Huskies nach einem Tor von Dominic Turgeon erstmals jubeln. Damit war die Fahrtrichtung vorgegeben und genau zehn Minuten nach dem ersten Tor ließen die Kasselaner ein zweites durch Simon Schütz folgen. Im letzten Drittel hielt die Lausitzer Abwehr genau sieben Minuten, dann konnte Bode Wilde nach Vorlage von Keck den Ausgleich erzielen. Zwar wankten jetzt die Lausitzer, aber das erlösende vierte Tor für die Huskies sollte nicht fallen. Es ging in die Verlängerung, wo schließlich Kyle Havlena die Füchse mit seinem entscheidenden Tor in Verzückung versetzte.

Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 2:5 (0:3, 1:0, 1:2)
Serienstand: 1:2

Ausgerechnet in den Play-Offs endete eine längere Siegesserie der Towerstars gegen Bietigheim. In der Vorrunde gab es ein 6:3 und 5:4 sowie ein 4:3 im ersten Play-Off-Heimspiel und die letzte Heimniederlage im September 2019 (2:3). Und wieder einmal zeigten sich die Kontingentspieler der Steelers als äußerst treffsicher. Nacheinander erzielten Jack Dugan, Cole Fonstad und Brett Kemp die Tore zur 3:0 Führung. Natürlich wollten die Towerstars im zweiten Drittel das Ergebnis ändern, aber mehr als ein Tor von Marvin Schmid konnten die 3.300 Zuschauer nicht bejubeln. Die Entscheidung zugunsten der Steelers brachte dann Cole Fonstad, der in Überzahl das 4:1 markierte. Die beiden letzten Tore des Tages erzielten dann noch Louis Latta für die Towerstars und Andreas Preibisch per Empty-Netter in der Schlussminute.

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