EV Landshut gewinnt irre Partie gegen die Lausitzer FüchsePremiere im neuen Stadion am Gutenbergweg geglückt

Andreé Hult erzielt in der Overtime den Siegtreffer für den EV Landshut. (Foto: Christian Fölsner)Andreé Hult erzielt in der Overtime den Siegtreffer für den EV Landshut. (Foto: Christian Fölsner)
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Alles war angerichtet – der erste Auftritt des EV Landshut im neuen Wohnzimmer. Die Fanatec-Arena erwachte zum Leben, erstmals seit 631 Tagen waren am Gutenbergweg wieder Zuschauer zugelassen. Stimmung und Vorfreude waren kaum zu überbieten – und auch das Spiel hatte keinerlei Anlaufschwierigkeiten.

Der EVL legte noch besser los als die berühmte Feuerwehr. Yannik Valenti vergibt einen Alleingang – Strafe für Peter Quenneville – Tor Landshut: Andreé Hult tankte sich durch und bediente Thomas Holzmann, der Leon Hungerecker im Weißwasseraner Gehäuse die Scheibe durch die Schoner schob – da war gerade einmal die vierte Minute angebrochen. Fortan merkten die Gäste aus der Lausitz aber, dass sie nicht als Beisteller für die Landshuter Eröffnungsparty eingeladen wurden, sondern dass es um Punkte ging. Und prompt klingelte es auch auf der anderen Seite: Richard Mueller schloss trocken aus halbrechter Position ab – 1:1. Und dem nicht genug. Mitte des ersten Abschnitts enteilte Hunter Garlent im Landshuter Powerplay, wackelte Dimitri Pätzold aus und brachte die Füchse in Führung. Durchatmen weiter Fehlanzeige: Alex Dotzler zieht von der Blauen ab, Lukas Mühlbauer hält die Kelle rein – 2:2. Mehr zu tun hatte Hungerecker im Füchse-Kasten, das Torkonto war aber beiderseits identisch nach turbulenten ersten 20 Minuten.

Der zweite Abschnitt begann zunächst gediegener. Eine Gemeinsamkeit zum ersten Drittel trat dann aber doch schnell auf – beide Mannschaften trafen im Landshuter Powerplay. Erst machte Quenneville per Alleingang den zweiten Shorthander der Gäste und nur eine Minute später in derselben Überzahlsituation drosch Brandon Alderson die Scheibe zum 3:3 in die Maschen – 25 Minuten vorbei, ein irres Eishockeyspiel. Bei der ganzen Torflut geht ein wenig unter, dass der EVL eigentlich das Heft des Handelns die ganze Zeit über in der Hand hielt, es aber wohl im neuen Wohnzimmer vor der tollen Kulisse ein wenig zu unbedingt wollte. Die Füchse dagegen lauerten und das machten sie gut, vor allem in der 39. Minute – da bekamen die Niederbayern nämlich von Quenneville im Lausitzer Powerplay die Quittung für die vielen vergebenen Chancen zuvor – 4:3 aus Sicht der Gäste zur zweiten Pause.

Die Devise für die Hausherren in den letzten 20 Minuten war klar – das Ding noch irgendwie drehen. Nach fünf Minuten klappte es auch bereits mit Teil eins der Umsetzung: Benedikt Brückner bugsierte den Puck mit Gewalt unters Lattendach – 4:4. Teil zwei folgte in der regulären Spielzeit nicht, auch weil den Dreihelmenstädtern die Genauigkeit und die absolute Zielstrebigkeit im Angriffsspiel ein wenig abhandenkamen. Die Füchse hielten ihrerseits gut dagegen, konnten aber auch keinen weiteren Treffer setzen – Overtime.

Und in dieser holte der EVL sein Versäumnis nach – den oben genannten zweiten Teil. Marco Pfleger bediente Andreé Hult und der wurde in der 63. Minute zum vielumjubelten Matchwinner am neuen Gutenbergweg – 5:4, ein verdienter Heimsieg für den EV Landshut.

Die Mannen von Leif Carlsson hatten das Spiel die ganzen 60 Minuten über mehr oder weniger im Griff. Die Füchse zeigten sich aber eiskalt, was die Bestrafung Landshuter Nachlässigkeiten anging – die beiden Gästetore in Unterzahl unterstreichen das. Nichtsdestotrotz feiert der EV Landshut einen Sieg zur Premiere des neuen Stadions und der geht mehr als nur in Ordnung, das offenbart allein die Torschussstatistik von 51:20 (!) zu Gunsten der Hausherren.

Für Weißwasser geht es am Dienstag nach Heilbronn. Der EVL fährt nach Kaufbeuren zum einzigen Auswärtsspiel im November. Ansonsten finden in diesem Monat nämlich alle Spiele der Niederbayern im neuen Wohnzimmer statt.


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