EV Landshut bezwingt die Heilbronner Falken Ansehnliches Kellerduell am Gutenbergweg

Zach O´Brien war für den EV Landshut erfolgreich. (Foto: dpa/picture alliance/Pressehaus)Zach O´Brien war für den EV Landshut erfolgreich. (Foto: dpa/picture alliance/Pressehaus)
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Der Unmut bei den Hausherren ob des nicht abreißen wollenden Negativtrends entlud sich tags zuvor nach dem Heimspiel gegen Kaufbeuren. Rund 30 Anhänger hatten laut Landshuter Zeitung im Nachgang friedlichen und coronakonformen Mitteilungsbedarf vor der Geschäftsstelle – es kam wohl zu einer Aussprache zwischen Fans und Mannschaft. Was auch immer genau besprochen wurde, es half zunächst.

Das Spiel begann munter. Nach gut zwei Minuten fand die Scheibe nach einem Gerangel an der Bande den Weg in den Slot vor Matthias Nemec im Heilbronner Gehäuse, Marco Baßler sagte freistehend „Danke“ und brachte die Niederbayern in Führung. Und es kam noch besser für die Hausherren: Tim Brunnhuber, wieder eine Straubinger Leihgabe, traf per Handgelenkschuss in den Knick—das 2:0 nach exakt drei Minuten. Die Falken zeigten sich aber keinesfalls geschockt, spielten engagiert nach vorne und wurden dafür auch belohnt. Zunächst verwertete Stefan Della Rovere einen Abpraller nach einem Abschluss von Dylan Wruck und nur wenig später ließ Josh Nicholls Dimitri Pätzold zwischen den Landshuter Pfosten im direkten Duell keine Chance – 2:2 nach gerade einmal 13 Minuten. Trotz weiterer guter Gelegenheiten und zweier Aluminiumtreffer blieb es auch zur ersten Pause bei diesem Spielstand.

Im Mittelabschnitt verlor die Partie etwas an Tempo, aber nur unwesentlich. Es war absolut nicht bemerkbar, dass hier die beiden Schlusslichter der DEL2 auf dem Eis standen. Für den nächsten Treffer war aber eine Überzahlsituation nötig. Valentino Klos saß in der Kühlbox, als Robin Weihager eine schöne Kombination über Zach O´Brien und Marcus Power erfolgreich abschloss. Wieder ging Landshut in Führung, wieder konnten die Niederbayern nachlegen und wieder war Tim Brunnhuber der Torschütze. Er verwertete ein schönes Zuspiel von Marcus Power zum 4:2. Die Falken waren keinesfalls die schlechtere Mannschaft und erzwangen auch eine Minute vor der zweiten Sirene den Anschlusstreffer – Josh Nicholls erzielte nach einem klugen Pass von Davis Koch sein zweites Tor und den 4:3-Pausenstand.

Gut, ansehnlich, ausgeglichen – so ging es auch im letzten Drittel weiter. Einem Treffer am nächsten kamen dabei zunächst die Gäste aus Heilbronn, genauer gesagt Yannik Valenti: Lediglich der Pfosten verhinderte den Ausgleich. Nur wenig später schlug es dann doch ein: In einer regelrechten Druckphase der Falken umkurvte Bryce Gervais das Gehäuse und bediente Davis Koch, der das Spiel mit seinem Treffer wieder egalisierte – verdient. Ganz kippte das Spiel dennoch nicht. Das Momentum eigentlich auf ihrer Seite habend handelte sich die Truppe von Bill Stewart eine doppelte Unterzahl ein und das bestraften die Niederbayern fünf Minuten vor Ende in Person von Zach O´Brien. Achtung Déjà-vus: Landshut legte nach, Tim Brunnhuber traf – 6:4 – Messe gelesen.

Die Dreihelmenstädter tauschen dadurch mit den Gästen die Plätze und fahren nach fünf Pleiten in Serie wieder einen Dreier ein, der unterm Strich auch in Ordnung geht. Der Knackpunkt der Begegnung waren die beiden Heilbronner Strafzeiten kurz nach dem Ausgleich zum 4:4 und der darauffolgende Landshuter Doppelschlag. Auf die Chance zur Revanche müssen die Falken aber nicht lange warten, bereits am Donnerstag treffen beide Mannschaften wieder aufeinander – dann in Heilbronn.


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