Die Ravensburg Towerstars setzen sich in Landshut durchTopspiel am Gutenbergweg

Robbie Czarnik erzielte den zweiten Treffer der Ravensburg Towerstars. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Robbie Czarnik erzielte den zweiten Treffer der Ravensburg Towerstars. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Während bei den Hausherren Christian Ettwein nach ellenlanger Verletzungspause sein Comeback gab, gab es im Kader der Towerstars unter der Woche einige Veränderungen: Niklas Treutle und Tim Bender wurden nach Nürnberg zurückbeordert, im Gegenzug kamen Rückkehrer Patrick Seifert und Kai Hospelt, der die Erfahrung von 915 DEL-Spielen mitbringt, in die Puzzlestadt.

Spektakel pur boten beide Mannschaften am Freitag – 7:4 und 7:5 lauteten die Endergebnisse der beiden Teams vor zwei Tagen. Man durfte also auf ein offensiv geführtes Spiel mit offenem Visier auf beiden Seiten hoffen. Gelegenheiten hüben wie drüben durfte man von Beginn an bestaunen. In den ersten sechs Minuten schepperte es bereits zweimal am Ravensburger Torgestänge – Lukas Mühlbauer und Zach O´Brien im Pech. Henry Martens handelte sich kurz darauf die erste Strafzeit der Partie ein, das folgende Powerplay spielten die Towerstars stark und kamen dem ersten Treffer sehr nahe. Den erzielten dann aber die heimischen Cracks: Kurz nachdem Martens das Eis wieder betreten hatte, spielte Zach O´Brien einen Doppelpass mit der Hintertorbande und brachte den EVL in Front. Den restlichen ersten Spielabschnitt hielten die beiden gut aufgelegten Goalies Jaroslav Hübl und Olafr Schmidt ihren Kasten jeweils sauber.

Die 1:0-Führung der Hausherren nach 20 Minuten war durchaus verdient und auch im zweiten Drittel kam zunächst der EVL besser ins Spiel. In der 23. Spielminute folgte aber die kalte Dusche: Neuzugang Kai Hospelt ließ Hübl im Eins gegen Eins keine Chance. Mit dem Ausgleichstreffer im Rücken waren es in der Folge die Towerstars, die dem Spiel ihren Stempel aufdrücken konnten und als Henry Martens wieder den Weg auf die Strafbank fand, klingelte es erneut im EVL-Gehäuse: David Zucker war es, der ein starkes Ravensburger Überzahlspiel am Ende verwerten und seine Farben in Führung bringen konnte – das 1:2 nach 29 Minuten.

Der EV Landshut gab die Führung aus der Hand, fand aber danach den fünften Gang wieder und setzte die Gäste stark unter Druck. Einzig das Tor fehlte – unter anderem Felix Schütz und Marcus Power ließen beste Einschussmöglichkeiten liegen. Großen Anteil hatte dabei auch Olafr Schmidt zwischen den Ravensburger Pfosten, der die Führung der Towerstars mit starken Paraden festhielt. Auch eine Überzahlsituation konnte dem EVL nicht zum Ausgleich verhelfen. Die Gäste kamen ebenfalls zu ihren Chancen, taten es aber ihren Kontrahenten gleich und kamen nicht zum Erfolg. Folglich ging es mit 1:2 zum zweiten Pausentee.

Effektivität – das Plus der Gäste und zugleich das große Manko der Hausherren. Das Gesamtbild der ersten 40 Minuten setzte sich auch im Schlussabschnitt fort: ein rassiges Eishockeyspiel und Torszenen auf beiden Seiten. Vor allem die Truppe von Leif Carlsson machte dort weiter, wo sie im Mitteldrittel aufgehört hatte, und wurde dafür auch belohnt: Lange Zeit lag er in der Luft und nach 44 Minuten fiel er dann auch, der Ausgleich – im Gewühl vor Schmidt bahnte sich die Scheibe ihren Weg zu Marcus Power, der zum 2:2 einschießen konnte.

2:2 stand es kurz darauf auch in Sachen Aluminiumtreffer, als die Towerstars beinahe die optimale Antwort parat gehabt hätten. Man sah ein ausgeglichenes, spannendes Spiel, in dem jeder Fehler nun entscheidend sein konnte, und genau einen solchen leistete man sich in der Landshuter Hintermannschaft: Nach einem Gerangel an der Bande kam der Puck in Richtung Jaroslav Hübl, der bisher eine starke Partie ablieferte. Der Landshuter Schlussmann konnte die Scheibe mit seinem Stock nicht ausreichend klären. Was dann folgte, gehört in die Kategorie „Ausgerechnet“ – ausgerechnet der Ex-Landshuter Robbie Czarnik schaltete in dieser Situation am schnellsten und erzielte die erneute Führung für die Towerstars.

Zwölf Minuten waren noch zu spielen, es ging munter weiter in den Offensivabteilungen beider Mannschaften. Einzig ein Treffer gelang in diesem Spiel keiner der beiden Mannschaften mehr. Näher dran an einem solchen waren in der Schlussphase die Gäste, auf Landshuter Seite fehlte gegen Ende die nötige Entschlossenheit, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. So blieb es beim durchaus nicht unverdienten 3:2-Erfolg der Ravensburg Towerstars.

Die bessere Effektivität gepaart mit einer Portion Cleverness und Kaltschnäuzigkeit machten an diesem Sonntagabend den Unterschied zu Gunsten der Mannen von Rich Chernomaz, die mit diesem Sieg am Gutenbergweg ihre Spitzenposition festigen und ihren Fans am Nikolaustag drei Punkte schenken konnten. Vor die nächste Aufgabe werden sie am Freitag von den Heilbronner Falken gestellt. Der EVL muss bereits am Dienstag wieder ran bei den Roten Teufeln Bad Nauheim. Sollte an diesem Tage die Chancenverwertung besser ausfallen, ist die Wahrscheinlichkeit Punkte mit nachhause zu nehmen alles andere als gering.


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