Der EV Landshut kann´s auch ohne RückstandWeißwasser verbucht erste Nullnummer der Saison

Jaroslav Hübl machte hinten dicht, Zach OJaroslav Hübl machte hinten dicht, Zach O'Brien traf zum 4:1 für den EV Landshut. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
Lesedauer: ca. 4 Minuten

Die Hausherren mussten auf die angeschlagenen Max Forster und Philipp Messing verzichten, aber auch bei den Gästen gab es nach dem Sieg am Freitag gegen Kassel einige verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Zudem gab es auf beiden Seiten Veränderungen auf der Torhüterposition: Bei den Weißwasseranern durfte der erst 19-jährige Tobias Ancicka erstmals von Beginn an ran und auch Jaroslav Hübl gab sein Debüt in der Landshuter Anfangsformation, nachdem er bereits am Freitag in Kaufbeuren nach 30 Minuten den Arbeitsplatz von Dimitri Pätzold übernommen hatte. Zu tun hatte aber zunächst nur der junge Gästekeeper.

Der EVL legte los wie die berühmte Feuerwehr, zwang die Füchse zu Fehlern und erspielte sich gute Gelegenheiten. Diese Sturm-und-Drang-Phase der Hausherren krönte dann nach einem schönen Pass in die Mitte von der Straubinger Leihgabe Tim Brunnhuber in der sechsten Minute Thomas Brandl, der sein erstes Tor seit seiner Rückkehr für den EVL erzielte. Nach dem folgerichtigen Führungstreffer für die Niederbayern wachten die Gäste aus der Lausitz mehr und mehr auf und konnten sich ihrerseits erste Chancen erspielen. Die beste davon hatte Robert Farmer, der kurz vor Drittelende alleine auf Hübl zulief, der Landshuter Goalie behielt aber hier und auch im gesamten ersten Spielabschnitt die Oberhand. Der EVL konnte sein Tempo der ersten sechs Minuten zwar nicht halten, war dennoch die bessere Mannschaft, konnte aber keinen weiteren Treffer setzen. So ging es mit der verdienten 1:0-Führung der Hausherren in die erste Pause.

Landshut in Front – ein eher seltenes Gefühl für die Dreihelmenstädter im bisherigen Saisonverlauf. Es schien aber zu beflügeln, denn der EVL war zunächst weiter das bessere Team. Als die Füchse ihre erste klare Chance im Mittelabschnitt vergaben, schlug einmal mehr die neuformierte erste Reihe der Niederbayern zu: Mit einem schönen Zuspiel schickte Felix Schütz Marcus Power auf die Reise, der Ancicka die Scheibe durch die Hosenträger schob und auf 2:0 erhöhte (25.). In der Folge nahm das Spiel mehr Fahrt auf und es ergaben sich gute Torgelegenheiten für beide Mannschaften, Tore fielen aber erst in der letzten Minute: Zuerst nahm der Lausitzer Philip Kuschel wegen Beinstellens auf der Strafbank Platz und kurz darauf klingelte es – allerdings musste Jaroslav Hübl die Scheibe aus dem Netz fischen. In einem starken Unterzahlspiel konnte Stephane Döring den Landshuter Schlussmann mit einem Lauf um das Gehäuse düpieren und zum Weißwasseraner Anschlusstreffer einschieben.

Der EVL hatte die Partie bis hierhin mehr oder weniger gut im Griff. Doch als die Gäste in Unterzahl diesen Nadelstich kurz vor der zweiten Sirene setzten, war die Partie wieder offen – der berühmte, psychologisch wichtige Moment kurz vor der Pause. 47 Sekunden waren noch auf der Uhr, bei 20 Sekunden blieb sie erneut stehen: Marco Baßler durfte aus mittiger Position frei abziehen und konnte so eine knappe halbe Minute nach dem Lausitzer Anschlusstreffer den alten Abstand wieder herstellen – psychologisch wichtig und im Nachhinein betrachtet wohl der Knackpunkt in diesem Spiel.

Die Füchse arbeiteten sich stetig besser in diese Partie, der Treffer von Baßler zum 3:1 aus Sicht der Hausherren war zwar ein Pfund, aber noch lange nicht die Entscheidung. Die Frage war, ob der EVL mit dieser Situation umgehen und die Führung im Schlussabschnitt sicher behaupten könne.

Den ersten Warnschuss im letzten Drittel setzte Kale Kerbashian, als er das Landshuter Torgestänge anvisierte. Insgesamt setzte sich das Bild des Mittelabschnittes fort – der EVL gewillt die Entscheidung herbeizuführen, die Füchse entschlossen nochmal heranzukommen. Die Folge: Chancen hüben wie drüben! Aber erst Marcus Power konnte aus einer solchen etwas Zählbares erwirtschaften: Nach einer schönen Kombination über Felix Schütz und Zach 0`Brien stand Power frei vor dem Tor und verwandelte zum 4:1 (53.) – die Vorentscheidung!

…dachten alle! Nur 54 Sekunden später und ebenfalls noch in der 53. Spielminute konnte Thomas Andres aus dem Gewühl heraus den zweiten Lausitzer Treffer markieren und machte die Angelegenheit wieder spannend. Kurz nachdem Felix Schütz einen Penalty auf Landshuter Seite vergab, nahmen Dominic Bohac auf der Strafbank und Tobias Ancicka auf der Gästebank Platz – mit sechs Spielern und zwei Mann Überzahl setzten die Füchse noch einmal alles daran, etwas Zählbares aus Niederbayern mitzunehmen. Doch der EVL meisterte an diesem Abend auch diese knifflige Situation und beschränkte sich dabei nicht nur auf die Defensivarbeit, sondern hatte seinerseits in der Schlussphase der Begegnung einige gute Gelegenheiten, das Ergebnis noch weiter nach oben zu schrauben. Letztendlich blieb es aber beim 4:2!

Den Füchsen fehlten in dieser Partie die letzte Entschlossenheit und die entscheidende Portion Durchschlagskraft. Der EVL hatte das Spiel über die gesamten 60 Minuten im Griff und behielt dank einer starken, kompakten Mannschaftsleistung verdient alle drei Punkte am Landshuter Gutenbergweg. Auch die beiden Trainer sahen das so, wobei Leif Carlsson die Erleichterung anzumerken war, auch einmal ein Spiel ohne große Aufholjagd gewonnen zu haben. Für die Gäste geht es nächste Woche nach Bietigheim, bevor am Sonntag die Tölzer Löwen warten. Die Hausherren werden sich mit Bad Nauheim und Heilbronn messen.

Nach dem zweiten Wochenende noch ungeschlagen – wer hätte das im EVL-Lager vor der Saison gedacht? Vielleicht liegt es auch an den nunmehr fast 1000 pelzigen Glücksbringern, die die Niederbayern auf der Tribüne nach besten Möglichkeiten unterstützen.

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