Crimmitschau feiert trotz SommerpauseDEL2 Prey-Playoffs Spiel 3

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„Jetzt, wo wir so nah dran sind, wollen wir natürlich weiter“, hatte Eipiraten-Kapitän Andre Schietzoldt nach dem zweiten Spiel gesagt. Dass sie es am Ende nicht geschafft haben, tat weder der Leistung der Mannschaft noch der Anerkennung derselben durch Fans einen Abbruch. Zeitgleich mit dem Tor durch Vladislav Filin in der Verlängerung stimmten die Crimmitschauer Fans „Wir sind stolz auf unser Team“ an und feierten die Mannschaft noch lautstark, als die Dresdner Anhänger die Eishalle bereits längst verlassen hatten. Und dazu hatten sie allen Grund: In allen drei Spielen zeigten die Eispiraten eine mehr als überzeugende Mannschaftsleistung, standen defensiv ungeheuer sicher und konnten auf eine sensationelle Torhüterleistung von Ryan Nie zählen. Für Schietzoldt ist besonders diese mannschaftliche Geschlossenheit ein Schlüssel zum Erfolg: „Wir haben eine super Mannschaft. Die Jungs halten enorm zusammen, jeder kämpft für jeden. Das sieht man auf dem Eis. Das ist die Arbeit vom Chris, aber auch vom Manager. Wir haben einfach eine geile Mannschaft dieses Jahr.“ Und diese Mannschaft trotzte in der gesamten Saison sämtlichen widrigen Umständen wie einem kleinen Kader und vielen verletzungsbedingten Ausfällen. „Wir pushen uns gegenseitig“, meint der Kapitän. „ Wir haben die ganze Saison mit wenigen Leuten gespielt, hatten auch viel Verletzungspech. Das hat uns aber am Ende auch stark gemacht. Die Mannschaft ist immer näher zusammengerückt und das hat uns zusammen geschweißt. Wir haben wichtige Siege mit dem kleinen Kader geholt.“

Perfekt vorbereitet, waren sie besonders im zweiten Spiel die bessere Mannschaft und setzten die Dresdner mit dem Serienausgleich unter Zugzwang: „Ich sehe uns als Underdog in der Serie“, hatte Andre Schietzoldt nach dem 4:1 Erfolg gesagt. „Wir haben Dresden nicht so ins Spiel kommen lassen, wie sie es wollten. Der Druck bei Dresden ist größer. Die müssen am Dienstag gewinnen, von denen wird das erwartet. Für uns ist das einfach nur noch ein Bonus.“ So waren die Eislöwen im dritten Aufeinandertreffen zwar das aktivere Team, bissen sich aber dennoch an der kompakten Defensive und am überragenden Unterzahlspiel der Gäste die Zähne aus.

Der letzte Sieg blieb den Eispiraten knapp verwehrt, aber Andre Schietzoldt sieht trotzdem einen mehr als positiven Effekt einer starken Saison mit seinem Team: „Das Interesse am Eishockey ist wieder gestiegen in der Region. Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal 4500 Zuschauer hatten. Es macht uns Stolz, dass es unser Verdienst ist, wenn wir das Eishockey in der Region voran bringen.“