Metro Stars fehlt noch ein Sieg

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Die DEG ist nur noch einen Sieg vom Halbfinale entfernt. Die Mannschaft von Trainer Lance Nerthery holte sich im vierten Spiel den dritten Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers und kann nun im fünften Duell gegen den Vorrudensieger den Sack zumachen. „Wir haben nun drei Gelegenheiten die Viertelfinalserie zu beenden. Das ist eine gute, aber auch gefährliche Situation. Denn verlieren wir in Nürnberg, stehen wir am Freitag wieder unter Druck. Deshalb wollen wir am Mittwoch das Halbfinale buchen“, erklärte Kapitän Daniel Kreutzer nach dem 6:3-Erfolg im ISS Dome.

Den Grundstein zum dritten Triumph in Folge legten die Düsseldorfer im ersten Abschnitt. Gegen die übermotivierten Franken nutzten die Hausherren innerhalb von 65 Sekunden zwei Überzahlsituationen durch Rob Collins und Andy Hedlund zu einer frühen 2:0-Führung. „Ich habe die Mannschaft extra gewarnt vor unnötigen Strafen. Denn das Duo Dahle/van gameren hat im ersten Spiel gegen die DEG Strafen verhängt, die man normal nicht gibt. Das war heute umgekehrt“, ärgerte sich Icetiger-Trainer Benoit Laporte.

Der DEG war es egal, sie verwerteten ihre Möglichkeiten konsequent und kamen durch einen tollen Konter über Jeff Panzer durch Fabio Carciola zum dritten Treffer. Als King mit einem Penalty an DEG-Schlussmann Jamie Storr scheiterte, wähnten sich die Fans schon fast am Ziel. Doch die Gäste kamen mit einer Portion Wut im Bauch aus der Kabine und schnürten die rot-gelben im eigenen Drittel ein. Die Folge: Michel Periard und Björn Barta machten es innerhalb von drei Minuten wieder spannend. Die Anhänger entsetzt, Nürnberg drückte auf den Ausgleich. Doch dann erlöste Jeff Panzer mit seinem ersten Playoff-Treffer die Metro Stars. Der Stürmer überraschte Dimitrij Kotschnew mit einem Schuss in die kurze Ecke. „Der war leider von einem Verteidiger abgefälscht“ ärgerte sich der Nürnberger Keeper.

Im letzten Abschnitt sorgte der genesene Kreutzer per Bauerntrick für die Entscheidung. Der Anschluss durch Brian Swanson kam zu spät, Panzer stellte den alten Abstand wieder her. Trotz des Sieges will Nethery noch nicht vom Erreichen des Halbfinales wissen. „Wir haben noch einen weiten Weg vor uns. Schließlich spielen wir nicht gegen den Krankenschwesterclub der Nürnberger Kliniken, sondern gegen die beste Mannschaft der Vorrunde“, warnte der Coach vor verfrühter Euphorie. „Wir müssen uns nun auf die nächste Aufgabe konzentrieren und die gibt es schon am Mittwoch.“ Dagegen steht das Team von Laporte unter Druck. „Für uns heißt es nun, drei Siege einfahren oder in den Urlaub gehen. Aber wir haben in dieser Saison zweimal drei Spiele in Folge verloren und haben dann eine Serie gestartet. Warum nicht auch diesmal. Dafür müssen wir aber wesentlich disziplinierter agieren als zuletzt.“