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Ein Porträt über das Nachwuchstalent der Adler Mannheim

Max Penkin: Mannheims Eishockeyjuwel will hoch hinaus

Lesedauer: 4 Minuten
Max Penkin bekommt einen Profivertrag bei den Adlern Mannheim.
Max Penkin (hier im Trikot der Jungadler) ist der der jüngste Torschütze der DEL-Geschichte. (Foto: Adler Mannheim/Daniel Bamberger)

Mit 16 Jahren schon Profi, jüngster DEL-Torschütze und auf das große Ziel NHL fokussiert, dabei aber bodenständig und souverän.

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Max Penkin ist eines dieser jungen Talente, die auf einmal alles verändern — nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Statistiken und die Geschichte einer ganzen Liga. Mit gerade einmal 16 Jahren, drei Monaten und acht Tagen hat er sich beim 7:1 der Adler Mannheim gegen die Eisbären Berlin am vergangenen Freitag, 19. September 2025, als jüngster DEL-Torschütze in die Geschichtsbücher eingetragen. Dabei löste er den ehemaligen NHL-Spieler und aktuellen Co-Trainer der Adler Mannheim, Marcel Goc, ab, der diesen Rekord seit dem Jahre 2000, damals im Alter von 16 Jahren, sechs Monaten und 26 Tagen, innehatte. „Das hat sich nicht real angefühlt. Ich habe als Kind die Spiele von den Rängen aus verfolgt. Dass ich dabei auch noch meinen ersten Treffer erziele, ist unglaublich“, meinte Penkin überwältigt nach der Partie. 

Der in Mannheim geborene Sohn russischer Eltern gilt als eines der größten Nachwuchstalente im deutschen Eishockey. „Nicht abheben, einfach mein Bestes geben und hart arbeiten“, so der Youngster abgeklärt im Interview der Adler Mannheim.

Dabei hätte seine Karriere beinahe nie begonnen. „Meine Eltern waren eishockeyinteressiert, haben mich im Alter von vier Jahren zur Laufschule des MERC gebracht. Am Anfang wollte ich aber gar nicht. Das ganze Szenario mit der Ausrüstung, dem Eis, dem Puck war mir suspekt. Es hat ein paar Anläufe gebraucht, bis das Feuer entfacht war.“

Schnell war für ihn aber klar, dass er Stürmer sein will. „Ich wollte unbedingt Tore schießen und das hat eigentlich auch gleich auf Anhieb geklappt.“ Wenig überraschend orientiert sich der Elftklässler an einem echten Torjäger: Auston Matthews von seinem Lieblingsverein Toronto Maple Leafs. „Sein Schuss ist schon der Wahnsinn.“ Bis heute feuert er nach dem Training zusätzliche Schüsse aufs Tor – „zumindest, wenn ich an dem Tag keine Schule habe“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. 

Er gehört zu den hochveranlagten Nachwuchsspielern, die in Mannheims Talentschmiede der Jungadler groß geworden sind. Im Sommer 2025 statteten ihn die Adler mit einen Profivertrag aus. Sein Treffer gegen Berlin war kein Zufall – er zeigte Kaltschnäuzigkeit, Timing und das richtige Gespür, sich Räume zu schaffen. Obwohl er erst seit Juni diesen Jahres 16 ist, wirkt sein Spiel schon sehr strukturiert und reif. Der Trainerstab der Adler lobte mehrfach seine kontinuierliche Verbesserung. Bereits als Zwölfjähriger spielte er in der U15, zwei Jahre später in der U17 und mit 15 Jahren dank des exklusiven "exceptional status" des DEB in der U20. Dazu kommt der DNL-Titel mit den Jungadlern, wo er zum Playoff-MVP avancierte, eine Teilnahme an der U18-Weltmeisterschaft, bei der er zwei Tore und eine Vorlage markierte – und nun jüngster Torschütze der DEL-Geschichte.

Der Linksschütze hat mehrfach betont, dass sein Traum die NHL ist. Schon bei seiner Vertragsunterzeichnung in Mannheim sprach er davon, dass er jeden Schritt nutzen will, um sich weiterzuentwickeln, um irgendwann den Sprung nach Nordamerika zu schaffen. Seine Haltung ist dabei sehr klar: Er weiß, dass er noch viel lernen muss, bleibt aber gleichzeitig ehrgeizig und fokussiert. „Ich will nur mein Ziel erreichen und das heißt NHL. Egal, wo ich bin, was ich mache, ich will immer alles aus mir rausholen, alles geben, abliefern.“

Die Draft-Regeln der NHL sagen: Spieler können im Jahr ihres 18. Geburtstages erstmals ausgewählt werden. Da Penkin im Juni 2009 geboren wurde, ist er erstmals 2027 dafür berechtigt. Das bedeutet, er hat noch knapp zwei Jahre Zeit, um in der DEL und international weiter auf sich aufmerksam zu machen.

Man darf gespannt sein, wie sich seine Karriere weiterentwickeln wird. Wenn er seinen aktuellen Weg fortsetzt – mit Talent, harter Arbeit und der richtigen Förderung – kann aus diesem jungen Mann ein Schlüsselspieler werden, nicht nur für Mannheim, sondern vielleicht auch für die deutsche Eishockeyszene insgesamt.

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