Lesetipp: Eiszeit! Warum Eishockey der geilste Sport der Welt ist - Rick GoldmannGroße Geschichten und kleine Anekdoten über den geilsten Sport der Welt

Eiszeit - Rick GoldmannEiszeit - Rick Goldmann
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Im Sport und in der Zeitgeschichte gibt es Momente, von denen jeder auch noch Jahren oder Jahrzehnten sagen kann, wo und wie man sie erlebt hat. Und an jenem frühen Sonntagmorgen im Februar 2018 hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft Sportgeschichte geschrieben. Es geht – natürlich – um das Finale des olympischen Eishockey-Turniers, in dem das DEB-Team gegen die Olympischen Athleten aus Russland den größten Erfolg der deutschen Eishockey-Historie und eine fast perfekte Cinderella-Story lieferte.

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Folgerichtig beginnt das Buch von Rick Goldmann und Günther Klein, Sportredakteur des Münchner Merkur und Reporter-Legende – mit diesem großen Moment. Wir erfahren, dass „Goldis“ TV-Kollege Sascha Bandermann kein Weißbier trinkt, dennoch eine Kiste zum olympischen Weißwurst-Frühstück in der Casa Goldmann im Gepäck hatte – und durchleben die gesamte Achterbahnfahrt dieses unglaublichen Finales noch einmal. Ein gelungenes Warm-Up – so der Name des ersten Kapitels.

Schnitt: Niederbayern in den Achtzigern und ein Eishockey-Zwerg, der zwei große Ziele hat: Verteidiger werden und Rekordnationalspieler. Bekanntermaßen hat der gebürtige Dingolfinger Goldmann zumindest eines der beiden Ziele erreicht – für die Zahl der Länderspiele von Udo Kießling, der gefühlt bis etwa 55 gespielt hat, hat es leider nicht ganz gereicht. Interessant: Heute würde wahrscheinlich jeder junge Spieler sagen, dass er in die NHL möchte. Klein-Erich wollte die Kölner Legende ablösen. Die NHL war damals – nicht nur in Niederbayern – noch weit weg.

Widerwillig in die NHL – enttäuscht zurück nach Deutschland

Und selbst als die National Hockey League 1996 anklopfte, zunächst über einen Anruf des damaligen Bundestrainers Goerge Kingston auf dem Wählscheibentelefon der Familie Goldmann, und später über Scouts und Coaches der Ottawa Senators, war die Begeisterung nicht so arg groß. Durch den Kontakt im ersten Trainingscamp mit Spielern wie Wade Redden, Mike Bales oder Alex Daigle und das Zureden der Coaches ließ er sich schließlich doch dazu überreden, einen Vertrag bei den Sens zu unterzeichnen. Ja, er war ein bisschen speziell, wie der „komische Deutsche“ über sich selbst schreibt – aber eben auch ein disziplinierter Arbeiter, der scheinbar endlose Laufeinheiten im Trainingscamp überstand und schließlich nach Lehrjahren in den Minors – trotz einer fiesen Zahnentzündung zur Unzeit und zweimal vergessener Schläger – zu einem NHL-Spiel kam, das jedoch mit einer schweren Verletzung endete und letztlich das schnelle Ende einer durchaus hoffnungsvollen Laufbahn in der besten Liga der Welt bedeutete.

So beleuchtet das Buch einerseits das große Ganze des Eishockey-Sports in Deutschland, aber auch die Höhen und Tiefen im Leben eines Profi-Sportlers – garniert mit persönlichen Erfahrungen und Anekdoten eines talentierten und fleißigen Burschen aus Niederbayern, der vieles erlebt und noch mehr gesehen hat.

Es lädt ein zum Lesen oder zum Schmökern einzelner Themen, die Fights im Eishockey, die verrückten Torhüter oder interessante Einichten in das Sozialleben im Biotop Mannschaftsbus: Von handgeschreinerten Bettgestellen bis hin zu Brett- und Kartenspielen, die sich auch heute noch durchaus großer Beliebtheit erfreuen.

Kurzum: Das Buch hält, was es verspricht – und bestätigt, was wir eigentlich alle schon wissen: Eishockey ist und bleibt der geilste Sport der Welt!

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