Krachertransfer oder Aprilscherz?April, April

Eine Ente in Hamburg? Das ist dann doch genau das: eine Ente. Dany Heatley, der in dieser Saison für die Anaheim Ducks auflief, wechselt nicht nach Hamburg. (Foto: Imago)Eine Ente in Hamburg? Das ist dann doch genau das: eine Ente. Dany Heatley, der in dieser Saison für die Anaheim Ducks auflief, wechselt nicht nach Hamburg. (Foto: Imago)
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Kölner Haie helfen dem Fußball wieder auf die Beine

Für einen Schenkelklopfer sorgten die Kölner Haie mit der Meldung: „Kölner Haie gründen Task Force Fußball“. Sie sind der Meinung, mit dem Fußball geht es nach dem Hype der WM 2014 deutlich bergab. Darum wird die Puckaffäre zwischen Matthias Sammer vom FC Bayern München und Thomas Eichin, früher bei den Kölner Haien jetzt beim SV Werder Bremen, auch als inszeniert dargestellt. Haie-Geschäftsführer Peter Schönberger erklärt den Schritt zur Gründung der Task Force auf der Clubseite: „In der Tat sehen auch wir die Probleme, die der Fußball derzeit durchlebt. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, die Task Force Fußball bei den Kölner Haien zu gründen, um der Sportart mit frischen Ideen unter die Arme zu greifen. Wir haben bei der Puckgate-Affäre ja schon gesehen, dass mit dem FC Bayern sogar einer, wenn nicht der größte Fußball-Verein der Welt, von der Strahlkraft der Kölner Haie profitieren kann.“

Die „Task Force Fußball“ wird ab sofort in wöchentlichen Meetings tagen. Als erste Maßnahme wurden alle Spieler aus dem Urlaub zurückbeordert, um sich auf mögliche Bundesliga-Einsätze vorzubereiten. Da passen ja die Meldungen, dass Hans Sarpei das ZDF-Sportstudio übernimmt und Uli Hoeneß als zusätzliche Strafe beim VfB Stuttgart arbeiten muss.

Nicht schlecht liebe Haie, aber würdet ihr wirklich die „Randsportart Fußball“ unterstützen?

Simon Danner wechselt ins Camp der New York Rangers

Simon Danner ist ein Publikumsliebling der Schwenninger Wild Wings. Doch dieser wird den Schwänen, nach deren Verlautbarung, zu Saisonbeginn nicht zu Verfügung stehen. Der Grund ist glücklicherweise keine Verletzung, sondern die Einladung ins Trainingscamp der New York Rangers. In der Facebook-Meldung wird Glen Sather, General Manager der Rangers, zitiert: „Simon hat gute Hände, weiß, wo das Tor steht, und geht dahin, wo es weh tut. Insbesondere seine Checks, z.B. gegen Reul, haben uns imponiert und wir sehen in ihm eine perfekte Ergänzung zu Rick Nash.“  Simon Danner selbst sagte dazu: „Freiburg, Wolfsburg, Schwenningen, New York – eine Weltstadt jagt die nächste. Ich kann´s kaum glauben.“

Zu einem Ablösespiel sollen die Rangers am 21. August in der Helios Arena antreten. Dazu sagt Neu-Coach Helmut de Raaf: „Das wird ein echter Test. Auch wenn es schwer wird, erwarte ich natürlich einiges von unserem Team.“

Ja, Simon, wir von Hockeyweb würden uns freuen, wenn wir eine der ersten Autogrammkarten haben können.

Hamburg Freezers verpflichten Deutsch-Kanadier Dany Heatley

Auch die Hamburg Freezers haben, laut ihrer Facebook-Seite, einen Transfer zu vermelden. Jedoch ist es hier kein Abgang, sondern ein spektakulärer Zugang. Demzufolge hat man es geschafft, Dany Heatley an die Elbe zu locken. Der 34-jährige Stürmer, der in Freiburg geboren ist und somit über einen deutschen Pass verfügt, hat neben zwei Weltmeistertiteln und einer olympischen Goldmedaille etliche Auszeichnungen in seiner Vita stehen.

Die Lorbeeren für den Wechsel darf sich Serge Aubin einstreichen: „Der Kontakt kam über Serge zustande. Er kennt Dany aus der gemeinsamen Zeit in Atlanta“, erklärt Sportdirektor Stéphane Richer in der Meldung. „Dany ist einer der besten Goalgetter dieses Jahrtausends. Mit ihm wird unser Angriff noch gefährlicher und unberechenbarer. Wir freuen uns, einen Spieler seines Kalibers in unseren Reihen zu haben.“

So ein Glück, dass man in der Hansestadt die Rückennummer 51 noch nicht vergeben ist.

Eisbären Berlin nie wieder in der o2 Word

Auch bei den Eisbären aus Berlin tut sich was. Am frühen Morgen begannen Gerüchte im Internet zu kursieren, die besagten, dass der Hauptstadtclub nie wieder in der o2 World spielen würde. Die Blogger von eisbaerlin.de führen den Schritt auf die erfolglosen letzten Jahre zurück.  Damit trägt man der Meinung von 54 Prozent einer Onlinebefragung Rechnung. Übrigens, die Teilnehmerzahl der Umfrage lag bei 39. Sie waren der Meinung: lieber Hexenkessel Welli statt Mehrzweckhalle am Ostbahnhof.

Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee nahm dazu Stellung auf deren Facebookseite: „Ja, das stimmt, wir werden nie wieder in der o2 World spielen. Wir werden uns aber sehr gerne an die erfolgreichen Zeiten zurückerinnern.“

Der Kommentar der Facebookseite der o2 World Berlin: „Waaaas!?“

Auf diese Meldung waren einige wohl nicht vorbereitet.

Dresdner Eislöwen verpflichten Dirk Rohrbach

Doch nicht nur in der DEL blüht der Flachs. Die Dresdner Eislöwen meldeten einen Coup im Trainerbereich. Ihnen soll es gelungen sein Dirk Rohrbach, den bisherigen Coach der Lausitzer Füchse, zu einem Wechsel zu bewegen. Es soll gemeinsam mit Thomas Popiesch den Eislöwen-Kurs bestimmen. Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel kommentiert den Wechsel in der Meldung: „Wir freuen uns sehr über diese Verstärkung und sind ehrlich gesagt auch ein bisschen überrascht, dass wir Dirk Rohrbach tatsächlich von einem Wechsel nach Dresden überzeugen konnten. Wir schätzen seine Fachkompetenz und Erfahrung ungemein. Thomas Popiesch und er bilden das perfekte Duo, um unseren eingeschlagenen Weg weiter fortzusetzen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und natürlich besonders auf die emotionalen Derbys.“

Dies entlockte den Lausitzer Füchsen ein „Ob da der Wunsch Vater des Gedanken war? Wir schmunzeln etwas und sagen: Ha, ha…“

EHC Neuwied ab nächster Saison in der DEL2

Aus der Oberliga West meldet der EHC Neuwied größere Ansprüche an. Laut der Rhein-Zeitung spielt der Club ab nächster Saison in der DEL2.  Das Blatt meldet, dass die Umstrukturierungen im deutschen Eishockey wohl größer als bisher bekannt sind. Es sollen wohl nicht nur die drei Oberligen im Westen, Osten und Norden verschmelzen, es soll gleichzeitig auch die DEL2 erweitert werden. Einen dieser freien Plätze schnappten sind nun die Bären. „Da mussten wir zugreifen. Nach dieser tollen Saison in der Oberliga trauen wir uns auch den nächsten Schritt zu“, kommentierte der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Peter Billigmann. Allerdings stellte er auch fest: „Wir werden unsere Mannschaft deutlich verstärken müssen.“ Einen ersten Transfererfolg kann man auch schon vermelden. Angeblich wechselt Mike Collins von den Kassel Huskies zum Neu-DEL2-Club. Das wäre wirklich eine Sensation, denn Collins dürften nach der vergangene Saison mit 81 Punkten aus 51 Spielen auch DEL-Angebote vorliegen. Neu im Trainerteam soll auch Dean Fedorchuk, der Co-Trainer von Medveščak Zagreb, sein. Im Gespräch sind auch Antti-Jussi Miettinen (ECDC Memmingen) und Andrew Love (vereinslos) zu verpflichten. Das gute bei letzterem wäre, dass man wieder „Love is in the Air“ als Tormusik spielen könnte.

Nichts gegen Miettinen  und Love, aber wir würden vielleicht doch zu einer anderen Spielerkategorie raten.

Deggendorfer SC wechselt in die INL

Nach einer Meldung wird der Deggendorfer SC aus der Oberliga Süd in der nächsten Saison in der Inter-National-League (INL) antreten. Die INL ist sozusagen die Liga unter der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Dies gab Vorstand Artur Frank bekannt. Er begründete den Schritt damit, dass die Oberliga auf lange Sicht nicht mehr interessant genug für das Deggendorfer Eishockey ist, das sähe man an den Zuschauerzahlen. Mit Kitzbühl statt Bad Tölz will man das offenbar wieder ändern und die Halle voll bekommen. Zudem sind in der INL vier Importspieler zugelassen, das sind zwei mehr als in der Oberliga. „Wir können uns jetzt in der Breite viel stärker und diversifizierter aufstellen“, sagt der sportliche Leiter Christian Zessack dazu. Zudem soll noch ein zweiter Club, der ebenfalls an der Donau liegt, in die INL einsteigen.

Doch weder aus Passau, Straubing, Regensburg oder Ingolstadt hörte man bisher Gerüchte über einen Einstieg in die INL.

Belfast Giants wechseln in die EBEL

Da passt zum Schluss noch die Meldung der Kollegen von Hockey-news.info. Sie verkünden, dass anstelle des HC Slovan Bratislava, der eine neue Geldquelle aufgetan habt und wohl doch in der russischen KHL bleibt, nun die Belfast Giants aus Nordirland in die Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) einsteigen. Besonders erfreulich wäre auch, dass man mit der 9.500 Zuschauer fassenden Odyssey Arena die Zuschauerzahlen der Liga wieder nach oben gebracht werden können. Um hohe Reisekosten zu mindern, habe man mit der schwedischen Reederei Stena Line, die auch Hauptsponsor der Giants ist, einen Deal abschließen können, so EBEL-Manager Christian Feichtinger. Eine Fähre soll vom italienischen Hafen in Triest, der für alle EBEL-Teams sehr günstig liegt, die Mannschaften nach Belfast bringen. Besondere Freude löste das bei Nathan Robinson aus. Er spielt zurzeit für die Giants und gehörte früher den Vienna Capitals an. Er meinte: „Ich freue mich sehr gegen meinen Ex-Club spielen zu können, daher hab ich gleich einmal meinen Vertrag in Belfast um drei Jahre verlängert.“

Vielleicht sollte die nächste Hockeyweb-Leserreise zum Spiel Belfast Giants gegen Vienna Capitals gehen?