Kometa Brno ringt Augsburg nieder - München verliert im Red-Bull-Duell

Das war ein spektakulärer Start der 20. Auflage des Dolomitencups. Beim Jubiläumsevent in Neumarkt lieferten sich Kometa Brno und die Augsburger Panther im ersten Halbfinale ein emotionsgeladenes Duell, das der tschechische Topklub aus Brünn mit 3:2 für sich entscheiden konnte.
Eine bis auf den letzten Platz ausverkaufte Würtharena. Knapp 1.000 Fans, die für Gänsehaut-Atmosphäre sorgten. Zwei Teams, die es nach monatelanger Pause kaum erwarten konnten, endlich wieder die Kräfte auf dem eisigen Oval zu messen. Das erste Halbfinalduell der 20. Jubiläumsausgabe des Dolomitencups zwischen den Augsburger Panthern und Kometa Brno (Extraliga/Tschechien) versprach einiges. Schlussendlich sahen die vielen Fans ein emotionsreiches, spannungsgeladenes Match, das die Tschechen mit 3:2 gewannen. Somit greift Kometa am Sonntag nach seinem ersten Titel in Neumarkt, während Dolomitencup-Rekordsieger Augsburg auf seinen sechsten Triumph weiter warten muss.
Gerade einmal 71 Sekunden waren an diesem Freitagabend auf der Stadionuhr runtergetickt, da durften die rund 40 mitgereisten tschechischen Fans bereits lauthals jubeln. Nach einem Bully kam die Hartgummischeibe zu Kometas Ex-NHL-Crack Luke Witkowski, der im Slot plötzlich viel Platz hatte und dem ansonsten bärenstarken Goalie Tobias Ancicka mit dem ersten Schuss des Matches das Nachsehen gab (2.).
Während die Panther im Offensivspiel zunächst etwas zahm agierten, fletschten sie nach der ersten Pause die Zähne – und zwar so richtig. Vor Kometa-Goalie Eugen Rabcan wurde ein regelrechtes Feuerwerk gezündet, wobei Enrico Henriquez-Morales die schönste Rakete lancierte: Nach einem Abpraller haute der Augsburger Stürmer die Scheibe aus der Drehung in die Maschen (22.) – 1:1.
Der fünffache Dolomitencup-Sieger hatte auch ansonsten mehr vom Spiel, lief nach einer halben Stunde aber in einen fatalen Konter: In Überzahl vertändelte Augsburg in der neutralen Zone die Scheibe, Arttu Ilomaki sagte Danke und brachte Brno erneut in Führung (32.). Eine Führung, die Kapitän Kristian Pospisil im Schlussdrittel in Überzahl und mit einem herrlichen One-Timer auf 3:1 ausbaute (48.).
Schon zu diesem Zeitpunkt gingen die Wogen auf dem Eis immer wieder hoch, in der 51. Minute kochten die Emotionen schließlich über. Nach dem Anschlusstor der Panther zum 2:3 wurde Torschütze Cameron Wright von Radek Kucerik gegen die Bande geschubst, was auf dem Eis mehrere Faustkämpfe zur Folge hatte – und die Würtharena endgültig in einen Hexenkessel verwandelte. Die Strafminuten purzelten, am Ergebnis sollte sich aber nichts mehr ändern: Obwohl Augsburg bis zur letzten Sekunde tapfer kämpfte, gewann Kometa mit 3:2.
Am Samstag steht beim Dolomitencup ein ganz besonderer Tag an. Zuerst wird ab 15.30 Uhr der zweite Finalist ermittelt, wenn mit dem EV Zug (Schweiz) und den Eisbären Berlin (Deutschland) zwei Hochkaräter aufeinandertreffen. Dann steigt im Ortskern von Neumarkt die große Jubiläumsparty. Ab 20 Uhr wird die 20. Auflage des Kult-Turniers gebührend gefeiert – selbstverständlich im Beisein der vier teilnehmenden Mannschaften. Am Sonntag wird schließlich der neue Dolomitencup-Champion gekürt.
München unterliegt im Red-Bull-Duell
Der EHC Red Bull München musste sich zum Auftakt des Red Bulls Salute 2026 dem EC Red Bull Salzburg mit 2:3 (1:0, 1:0, 0:2, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben. Vor 2.196 Zuschauern in Zell am See erzielten Yasin Ehliz und Jeremy McKenna die Tore für die Mannschaft von Trainer Oliver David. Im kleinen Finale wartet am Samstag um 15 Uhr der HC Dynamo Pardubice, der sein erstes Match gegen den EHC Biel-Bienne mit 2:3 nach Verlängerung verlor.
Die weiteren Ergebnisse:
Gäuboden-Volksfest-Cup in Straubing:
Löwen Frankfurt – Grizzlys Wolfsburg 4:6
Straubing Tigers – Nürnberg Ice Tigers 3:2
Turnier in Landshut:
Krefeld Pinguine – Vålerenga Oslo 6:2
EV Landshut – Kölner Haie 4:3 n.P.
Coupe des Bains in Yverdon:
Fischtown Pinguins Bremerhaven – HC Fribourg-Gottéron 0:3
Herisau Ice Hockey Classics:
Adler Mannheim – Rytiri Kladno 7:3
Bodensee-Cup in Kreuzlingen:
Schwenninger Wild Wings – TPS Turku 4:5
Vinschgau-Cup in Latsch:
ERC Ingolstadt – HC Pustertal 4:3 n.P.
Testspiele:
HC Stadion Cheb – Black Dragons Erfurt 4:2
Ravensburg Towerstars – Memminger Indians 1:2
Villacher SV – Dresdner Eislöwen 0:3
Starbulls Rosenheim – Kassel Huskies 3:4
ESV Kaufbeuren – EHC Freiburg 6:1
Bietigheim Steelers – Düsseldorfer EG 2:4














