Fünf Neue für die Hall of Fame Deutschland

Fünf Neue in der Hall of Fame aufgenommenFünf Neue in der Hall of Fame aufgenommen
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Wie jedes Jahr seit 1988, werden auch 2008 wieder neue, um den Eishockeysport

verdiente Persönlichkeiten in die Hall of Fame Deutschland aufgenommen. Die

Aufnahme-Zeremonie findet am 30. Mai 2008 im Rahmen der Hall of Fame Gala des

Eishockey-Museums im Casino der Lechwerke Augsburg statt. Die Neuen werden dabei

von bekannten Persönlichkeiten aus dem Sportbereich, die als Ladator fungieren,

vorgestellt. Mit den Neuaufnahmen 2008 gehören dann 236 Personen aus den

Bereichen Spieler, Trainer, Offizielle, Schiedsrichter und Journalisten der Hall

of Fame an. Berücksichtigt ist dabei die Eishockeyzeit von 1910 bis 2008, also

im Schnitt fast drei Neuaufnahmen pro Jahr. (Information dazu im Internet:

www.eishockeymuseum.de - Hall of Fame ).

Gewählt werden die Neuaufnahmen von einem Nominierungsausschuss, dem

ange-hören: DEB, DEL, VDEFC (Fanclubverband), Eddie Körper, Ulf Mai, Georg

Spießl, Eishockey NEWS, Hockeyweb und Präsidium Eishockey-Museum.

Die Neuaufnahmen

2008:

Mit Christina Fellner, geb. Oswald wird die erste „Spielerin“ aufgenommen.

Vor ihr wurde 2007 eine Trainerin (Michaela Hildebrandt) aufgenommen.



Kategorie

Offizielle

Dr. Wolf-Dieter Montag

Seit 1956 ist der bekannte Mediziner im Sport tätig. Er war u. a. Im

Eishockey-bereich als Leitender Sportmediziner bei Olympiaturnieren und

Weltmeisterschaften im Einsatz. Dr. Montag war maßgeblich an der Einführung des

Vollgesichtsschutzes bei Junioren beteiligt. Lange Jahre war er Teamarzt bei der

Nationalmannschaft.

1988 wurde er zum Vizepräsidenten des Deutschen Eissport Verbandes (DEV)

gewählt. Schon 1975 wurde der Mediziner mit dem Ehrendiplom des Weltverbandes

IIHF und der goldenen Ehrennadel mit Diamanten des Deutschen Eishockey Bundes

geehrt. 1993 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Sein

höchste sportlichen Auszeichnung ist der Olympische Orden,den er 1998 bekam. In Bayern erhielt er Bayerischen Verdienstorden.

Kategorie Spieler

Christina Fellner geb. Oswald

Christina Fellner ist die erste Spielerin, die in die Hall of Fame

aufgenommen wird.

Sie bestritt 271 Länderspiele für die Damen Nationalmannschaft, nahm an zwei

Olympischen Spielen (2002, 2006) , an acht WM-Turnieren, an fünf EM-Turnieren

und fünf Mal am AIR-CANADA-Cup teil. 12 Jahre war sie Kapitän des

Nationalteams.

In den 271 Länderspielen als Stürmerin und Abwehrspielerin schoss sie 76

Tore, kam auf 158 Skorerpunkte und verbrachte 342 Minuten auf der Strafbank. Für

den SC Riessersee bestritt sie von 1987-91 und von 2001-2007 über 150 Spiele.

Mit TuS Geretsried (1991-2001) bestritt sie 220 Ligaspiele, wurde 1994 deutscher

Damen-meister und vier Mal Vizemeister.

Bernd Truntschka

Der Stürmer bestritt insgesamt 655 Bundesliga- und DEL-Spiele für EV Landshut

(1982-89) und die Düsseldorfer EG (1989-1997). Mit dem EV Landshut wurde er 1983

deutscher Meister. Mit der DEG gewann der den deutschen Titel 1990, 991,

1992, 1993 und 1996). Er nahm an den Olympischen Spielen 1988, 1992 und 1994,

sowie an der A-WM 1990,1992 und 1993 teil. In 103 Länderspielen trug er das

Trikot der Nationalmannschaft.
Heute ist er als Geschäftsführer und Manager

bei den Landshut Cannibals tätig.

Siegfried Schubert

Der in Hindenburg geborene Stürmer war von 1956 bis 1966 für den EV Füssen

aktiv. Mit den Allgäuern gewann er acht deutsche Meistertitel. Nach zwei

schweren Verletzungen musst er schon mit 27 Jahren seine Karriere beenden. Mit

dem Nationalteam bestritt er 75 A- und 3 B-Länderspiele. Er war

Olympiateilnehmer 1960 und 1964 und nahm an vier A-WM- und einer B-WM teil. Nach

dem Karriere-Ende war Siegfried Schubert als Trainer tätig. Er betreute die

EVF-Junioren, wurde mit der 1. Mannschaft des EV Füssen 1971 deutscher Meister

und war im DEB-Bereich für die B-Nationalmannschaft, die Olympia-Auswahl und die

Junioren tätig. 2007 war er der Autor des Buches über den EV Füssen.

Peter John Lee

Der 1956 im britischen Ellesmore geborene Stürmerstar bestritt für die

Pittsburgh Penguins 450 NHL-Spiele in denen er 253 Skorerpunkte (114 Tore/ 139

Assists) verbuchte. 1983 kam er nach Deutschland und spielte für die

Düsseldorfer EG (1983-93); die Eisbären Berlin (1995-97) und dazwischen eine

Saison für EHC Wolfsburg..

Mit der DEG wurde er 1990, 1991, 1992 und 1993 deutscher Meister. 1987 und

1988 war Peter John Lee Bundesliga-Torschützenkönig. 1989 und 1990 wurde er zu

besten Ausländer gewählt und 1989 wurde er als Rechtsaußen in das Bundesliga-All

Star.Team gewählt. Heute ist er als Manager bei den Eisbären Berlin

tätig.

Xaver Unsinn-Trophy für Marco Sturm

Die Xaver Unsinn-Trophy für besondere Aktivitäten im Eishockeysport wurde

an

NHL-Star Marco Sturm (Boston Bruins) vergeben. Damit wird das soziale

Engage-ment des Landshuters gewürdigt. Die Trophy wird Xaver Unsinn persönlich

überreichen – es sei denn Boston spielt am 30. Mai noch im Stanleycup!

Horst Eckert