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Von Straubing zur DEG

Marcel Brandt will in Düsseldorf Nationalspieler werden

Lesedauer: 4 Minuten

Wir haben uns mit Marcel Brandt über seine Wechselgründe von den Straubing Tigers zur Düsseldorfer EG unterhalten. Der junge Stürmer hat große Ziele.

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Insgesamt sind die Umstände für den Wechsel eher ungewöhnlich, denn in der Übergangszeit nach Rob Wilson und vor Larry Mitchell wurde der Vertrag des Stürmers bei den Straubing Tigers verlängert. „Ja genau, in der Zeit habe ich verlängert. Das hat auch alles sehr gut ausgeschaut. Ich habe gespielt und durfte auch Überzahl spielen, Rob hatte auf mich gebaut. Dadurch habe ich dann auch gesagt, dass ich bleiben will und alles war fix. Dann ist der Umbruch und der Trainerwechsel gekommen und auf einmal war ich nur noch der Spieler, der sitzen soll, oder nur Vierte-Reihe-Spieler.“ Zudem gab es Gerüchte, dass das Verhältnis zwischen Brandt und Neu-Coach Mitchell nicht das Beste ist. Unter anderem soll Brandt den Coach verbal heftig attackiert haben. Dies streitet der Stürmer vehement ab. „Ich habe den Coach weder beschimpft, noch beleidigt oder sonst was. Wir hatten nur einen kleinen Disput, eine Meinungsverschiedenheit gehabt. Das war aber nach zwei Tagen erledigt. Mehr ist da nicht vorgefallen und alles ist aus der Welt geschafft.“ Trotzdem zeigt sich der 22-Jährige von Mitchell enttäuscht: „Ich habe einfach nicht das Gefühl, dass er auf mich baut. Ich denke auch nicht, dass er in den nächsten beiden Jahren auf mich gesetzt hätte. In Düsseldorf habe ich schon sehr gute Gespräche gehabt. Ich weiß einfach, dass die Trainer auf junge Spieler setzten. Die wollen einfach eine junge deutsche Mannschaft aufbauen. Ich bin mehr oder weniger der Spieler, den sie wollen. Deshalb weiß ich, dass ich da oben in den ersten drei Reihen spiele.“ Doch wenn es nicht läuft, könnte er natürlich auch bei der DEG in der vierten Reihe landen. Gedanken daran verschwendet Brandt jedoch nicht. „Nein, da mache ich mir gar keine Gedanken. Ich weiß, dass ich vorne mitspielen kann. Wenn die Trainer die harte Arbeit schätzen, dann werde ich meine Chance bekommen und ich weiß zu 100 Prozent, dass ich die Chance nutzen werde.“ Von DEG-Coach Christof Kreuzer hält Brandt einiges. „Er sieht einfach das Potential. Er sagt ganz klar, dass man sehr hart arbeiten muss, das habe ich, glaube ich, hier schon bewiesen. Genau das will er. Er will junge, ehrgeizige Spieler, mit Talent. Ich werde meine Chancen bekommen. Das ist auch das, was ich von einem Trainer erwarte, dass er auf einen zugeht und nicht dass er mehr oder weniger gar nicht mit dir spricht, so wie es hier jetzt der Fall war.“ Zudem kommt Brandt die Grundausrichtung der DEG entgegen: „Auf jeden Fall. Die spielen ehrgeizig, einen sehr harten Forecheck und sehr körperbetont. Das ist genau das, was ich will, und auch das, was ich brauche.“ Er hat aber noch ganz andere Ziele: „Ich kann mich da weiterentwickeln und mit den zwei deutschen Trainern habe ich auch das Gefühl, dass ich da viel, viel weiter komme und viel schneller in die Nationalmannschaft komme.“ Dass die Nationalmannschaft Brandts Ziel ist, war bisher nicht bekannt. „Ja, auf jeden Fall. Nach der Vorbereitung diese Saison und nach den ersten zehn, fünfzehn Spielen habe ich mir gedacht, dass es super angefangen hat. Ich habe super gespielt und habe meine Punkte gemacht. Ich glaube, wenn das so weiter gegangen wäre, wäre ich wahrscheinlich in den vorderen Reihen gewesen. Ich glaube einfach, dass ich mir das Ziel jetzt setzten kann und das ich in Düsseldorf die Chance auf die Nationalmannschaft habe.“ Doch Marcel Brandt verlässt Straubing auch mit guten Erinnerungen. „Ich werde auf jeden Fall die Stimmung in Straubing vermissen, das ist hier schon eine Bombenstimmung. Wer weiß, ob das in Düsseldorf auch so sein wird. Die letzten Jahre war das ja nicht so. Das ist aus meiner Sicht schon ein großes Minus. Auch die ganzen Leute hier. Straubing ist eine kleine Stadt, jeder kennt sich, das ist einfach super. Hier ist jeder direkt, wenn einem was nicht passt, dann sagt er gleich was los ist. Das werde ich auch vermissen. Das sportliche Highlight war das Viertelfinale in Köln und zu Hause. Da durfte ich als Förderlizenzspieler spielen.“ Alleine muss er auch nicht das Bundesland wechseln, denn Freundin Tanja begleitet ihn nach Düsseldorf: „Ja, alles perfekt.“

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