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KHL: Ernsthafte Verhandlungen mit HC Energie Karlsbad

KHL: Ernsthafte Verhandlungen mit HC Energie Karlsbad

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„Wir sind natürlich sehr daran interessiert, die wirtschaftlichen Aspekte eines Beitritts in die KHL zu ergründen“, erklärte Karlsbads Generalmanager Miroslav Vanek gegenüber dem russischen Spartensender „TV Sports“ sein Ziel des für Mitte nächster Woche in Moskau geplanten Treffens mit KHL-Präsident Alexander Medwedew. „Wir wollen wissen“, so Vanek weiter, „mit welchem Budget zu planen wäre und welche finanziellen Garantien wir der KHL bieten müssten.“ Hokej.cz bestätigt die Verhandlungen und zitiert Vanek mit den Worten: "Es geht vor allem noch um das Thema Geld und ob wir in der Lage wären, die Bedingungen zu erfüllen. Alle anderen Fragen können wir gewiss zufriedenstellend beantworten." 

Der bereits 1932 gegründete Eishockeyklub gehört seit einiger Zeit zur KAREL HOLOUBEK - Trade Group a.s., einem der bedeutendsten Brennstofflieferanten Tschechiens, womit wohl auch relativ leicht zu schlussfolgern ist, wie der Kontakt zwischen Karlsbad und der sehr wesentlich vom Energieriesen Gazprom gesponserten KHL zustande kam. Das tschechische Großunternehmen, das u.a. auch im Motorsport als Sponsor auftritt, sollte über ausreichend finanzielles Potenzial verfügen, die Anforderungen der KHL für seinen Eishockeyklub sicherzustellen.

In dieser Saison trägt der HC Energie Karlsbad seine Heimspiele noch im nur 4680 Zuschauer fassenden „Zimny Eisstadion“ aus. Im nächsten Jahr erfolgt jedoch der Umzug in die bereits im Bau befindlichen Multifunktionsarena mit einem Fassungsvermögen für 6000 Besucher, womit dann auch die Mindestanforderungen der KHL an ihre Spielstätten in punkto Kapazität und Ausstattung sogar übererfüllt würden. Nur nebenbei sei erwähnt, dass sich die westböhmische Kurstadt Karlsbad in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Reiseziel zahlungskräftiger Russen entwickelt hat. Wahrscheinlich kein harter Faktor, aber durchaus ein weiteres Argument, das für eine Teilnahme des Eishockeyklubs an der KHL spricht.

„Zwar steht eine offizielle Bestätigung des tschechischen Eishockeyverbandes noch aus“, äußerte KHL-Geschäftsführer Wladimir Shalaev gegenüber „Sport-Express“ , “doch haben wir auch von dieser Seite bisher nur positive Signale empfangen, so dass eine Ausgliederung Karlsbads aus der Extraliga keine Schwierigkeiten bereiten sollte, wenn es tatsächlich zu einer Einigung mit dem Klub kommt.“

Die sportliche Entwicklung des HC Energie Karlsbad befand sich zuletzt in einem deutlichen Aufwärtstrend. Bestand der größte Erfolg des Klubs bis zur vorletzten Saison noch im Erreichen des zehnten Platzes in der Vorrunde, steigerte man sich in der zurückliegenden Spielzeit mit Platz vier nach 52 Punktspielen und den Einzug ins Play-off-Finale doch erheblich. Erst nach der vollen Distanz von sieben Spielen musste man sich Meister Slavia Prag dann doch geschlagen geben. „Über die Qualität des tschechischen Eishockeys und seine Bedeutung für Europa, muss man nicht lange reden“, schwärmt KHL-Manager Shalaev. „Es wäre eine tolle Sache für uns alle, würde Karlsbad in der KHL spielen.“ Zudem versicherte Shalaev, dass darüber hinaus kein Mangel an weiteren Bewerbern bestünde. (mac)

Spielergebnis vom Samstag:

Metallurg Magnitogorsk - Lokomotive Jaroslawl 2:4 (2:1; 0:1; 0:2)

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