Robin Erkinjuntti und Lennard Habeck verstärken den EHC Neuwied

Mit Robin Erkinjuntti und Lennard Habeck hat der EHC Neuwied, der zur aktuellen Saison aus der CEHL in die Oberliga Nord zurückgekehrt ist, zwei jungen Spieler unter Vertrag genommen.
„Wir wollen eine junge, hungrige Mannschaft, die volle Leidenschaft und Feuer zeigt“, sagt Manager Carsten Billigmann. Neben dem erfahrenen Part mit Spielern wie Marcus Götz, Jeff Smith und Juuso Rajala hält durch die getätigten Transfers auch frischer Wind Einzug ins Icehouse. Auch bei denjenigen, die Oberliga-Vorerfahrungen mitbringen, steht oftmals „jung und hungrig“ auf dem Etikett. So wie bei Lennard Habeck. 21 Jahre alt, geboren in Krefeld und in Sachen Eishockey bei der Düsseldorfer EG groß geworden. Jetzt haben die Bären den Zuschlag erhalten. Sie freuen sich auf einen jungen Stürmer, der gerade in beiden zurückliegenden Spielzeiten viele positive Erfahrungen sammelte.
„Ich freue mich wirklich sehr auf die neue Aufgabe beim EHC. Die Verantwortlichen haben sich intensiv um mich bemüht, und nach den ersten Gesprächen war mir schnell klar, dass das hier der richtige Schritt für mich ist. Der Verein hat ehrgeizige Ziele, das Umfeld stimmt und die Stimmung in der Halle ist ja ohnehin bekannt“, sagt Habeck, der schon 48 Einsätze bei den Onesto Tigers Bayreuth in der Oberliga Süd bestritt und 2024/25 in Übersee weitere Fortschritte machte. „Bei den Rochester Grizzlies konnte ich spielerisch und menschlich extrem viel mitnehmen. Das Eishockey da drüben ist sehr schnell und körperlich, was mich robuster gemacht hat. In Bayreuth konnte ich dann in der Oberliga wichtige Erfahrungen sammeln. Auch wenn die Saison für mich wegen der Schulterverletzung leider vorzeitig vorbei war, hat mich das Jahr extrem geprägt. Ich weiß jetzt genau, worauf es im Profibereich ankommt, und diese Erfahrung will ich jetzt voll in Neuwied einbringen“, erklärt der Bären-Neuzugang, der 2025/26 in Bayreuth in 32 Partien auf 10 Scorerpunkte kam. „Lennard hat uns menschlich genauso überzeugt wie mit den Eindrücken, die wir sportlich von ihm haben“, sagt Billigmann.
Stürmer Robin Erkinjuntti hat im Alter von 22 Jahren bereits zwei Spielzeiten in der Oberliga bei den Black Dragons Erfurt verbracht. „Ich möchte der Mannschaft mit meiner Schnelligkeit, meinem Einsatz und meiner Arbeitsmoral helfen. Persönlich will ich mich weiterentwickeln, mich im Team etablieren und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beitragen“, sagt der Deutsch-Finne.
So viele Spieler mit Eishockey-Wurzeln in Bad Nauheim hat es über die Jahre hinweg schon aus der Wetterau nach Neuwied verschlagen. In gewisser Hinsicht gehört auch Robin Erkinjuntti in diese Reihe, allerdings nicht auf dem klassischen Weg. Im April 2004 in der mittelhessischen Eishockey-Stadt geboren, zog er schon im Alter von vier Jahren mit seiner finnischen Mutter in deren Heimatland. Dass eine Junge in Skandinavien früher oder später zum Eishockey kommt, ist ähnlich wie hierzulande die Sache mit dem Fußball. Er spielte im Nachwuchs für Oulun Kärpät und Rovaniemen Kiekko und wechselte vor zwei Jahren erstmals zu einem Verein aus seinem Geburtsland. Erkinjunttis Cousin Tim May spielte damals in Erfurt und stellte den Familienkontakt her. „So hat sich die Möglichkeit ergeben, nach Deutschland zu wechseln und meine ersten Erfahrungen im deutschen Senioren-Eishockey in Erfurt zu sammeln. Dafür bin ich bis heute dankbar“, sagt der Rechtsschütze, der in zwei Jahren in Thüringen viel von den erfahrenen Spielern lernte und sowohl spielerisch als auch körperlich Fortschritte machte. „Diese Erfahrungen möchte ich jetzt in Neuwied einbringen. Der EHC hat auf mich insgesamt einen super Eindruck gemacht. Der Verein hat ambitionierte Ziele, eine starke Eishockey-Tradition und ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass Neuwied der richtige Schritt für mich ist. Ich freue mich darauf, Teil der Mannschaft zu sein und meinen Beitrag zum Erfolg zu leisten“, sagt der Bären-Neuzugang.













