Favoritenstürze in der Oberliga Nord: Duisburg, Herford und Neuwied überzeugen

Am achten Spieltag stellt sich eine Frage: War das noch ein Favoritensturz oder der offizielle Start einer Ergebniskrise der Hannover Indians, die eine verdiente Heimniederlage gegen die Füchse Duisburg kassierten? Die Herforder Ice Dragons sorgten dafür, dass die Tilburg Trappers nach sieben Siegen zum Start erstmals in dieser Saison das Eis als Verlierer verließen. Und der EHC Neuwied überraschte gegen die Hannover Scorpions.
Als die reguläre Spielzeit „Im kleinen Felde“ in Herford beendet war, hatte der gastgebende HEV bereits eine große Tat getan. Denn bis dahin waren die Tilburg Trappers sieben Spiele lang ohne jeden Punktverlust durch die Saison spaziert. Doch die Ice Dragons gaben sich nicht mit dem Punktgewinn zufrieden. In der Verlängerung erzielte Jackson Pierson, der schon das 2:2 besorgt hatte, den Siegtreffer für die Ice Dragons (63.).
Mindestens genauso bemerkenswert ist der 4:3-Sieg des Oberliga-Rückkehrers EHC Neuwied gegen die Hannover Scorpions. Die Wedemärker gingen zwar zunächst in Führung, doch schnell wurde klar: Das könnte eng werden für den Favoriten. Die Scorpions glichen zwar in der 45. Minute zum 2:2 aus, doch keine zwei Minuten später lag Neuwied wieder vorne und brachte den Sieg schließlich ins Ziel.
Die Füchse Duisburg boten am Pferdeturm in Hannover eine bockstarke Mannschaftsleistung und hatten wieder zwei Spieler, die schon am Freitag maßgeblich am Sieg gegen Erfurt beteiligt waren. Marko Brlic spielt zwar nicht erst seit kurzem für den EVD, hat aber einen Vertrag bei den Dinslakener Kobras in der Regionalliga, sprang dann am Freitag kurzfristig bei den Füchsen im Tor ein, weil beide Förderlizenz-Goalies der Kölner Haie in der DEL benötigt wurden. Zwar kehrte Aaron Kaiser am Sonntag zurück, doch EVD-Trainer Frank Petrozza wollte Brlic belohnen, der dies mit einer abermals überragenden Leistung zurückgab. Michael Fomin, der am Freitag doppelt getroffen hatte, erzwang schließlich am Sonntag den Fehler zum entscheidenden 4:3 im Schlussdrittel, das er auch selbst vollendete. Knackpunkt: Im Mitteldrittel verpasste Hannover bei einer Riesenchance das 4:2 und kassierte im Gegenzug den Ausgleich durch Santeri Haarala.













