Joacim Eriksson und das verschobene Tor

Im DEL-Duell zwischen den Schwenninger Wild Wings und dem EHC Red Bull München stand nicht nur das sportliche Geschehen im Mittelpunkt.
Eine Szene um Schwenningens Torhüter Joacim Eriksson sorgte für Gesprächsstoff und wirft die Frage auf: War das noch ein normales Verhalten in einem hitzigen Spiel oder ging die Aktion zu weit?
Was war passiert? Während einer Überzahlsituation verlor Eriksson seinen Schläger. Um die gefährliche Druckphase zu beenden, hob er absichtlich das eigene Tor aus der Verankerung, woraufhin die Schiedsrichter das Spiel unterbrachen. Nach der Unterbrechung kam es zu hitzigen Diskussionen. Der Schwenninger Torhüter geriet mit Spielern des EHC Red Bull München aneinander. Nach einem kurzen Wortwechsel beruhigte sich die Situation und blieb ohne größere Folgen. Bei den Zuschauern sorgte die Szene jedoch für Unruhe. Eine Strafe gegen den Goalie sprachen die Unparteiischen nicht aus.
Eriksson ist in der Liga für sein unkonventionelles Torwartspiel bekannt. In den Play-offs wurde er von der Liga wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe belegt. Das Spiel gewann München mit 4:3 (0:1, 3:0, 1:2).
Andere Spiele:
Jonas Neffin bleibt einer der Erfolgsgaranten der Eisbären Berlin. Beim Auswärtsspiel gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven hielt der Schlussmann seinen Kasten erneut sauber und hatte damit entscheidenden Anteil am 3:0 (0:0, 2:0, 1:0)-Erfolg des Deutschen Meisters. Für den 26-Jährigen war es bereits der vierte Shutout im fünften Saisoneinsatz – eine beeindruckende Bilanz, die seinen starken Start in Berlin unterstreicht.
Zuhause Flop - auswärts top: So präsentieren sich die Löwen Frankfurt. Mit gerade einmal 19 Torschüssen gelang ihnen beim ERC Ingolstadt ein weiterer Überraschungserfolg. Die Hessen gewannen mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen. Der erst 19-jährige Timo Kose, der bereits am Donnerstag gegen Krefeld getroffen hatte, brachte die Frankfurter mit 1:0 in Führung. Riley Barber avancierte aufseiten der Schanzer zum Doppeltorschützen und erzielte den 2:2-Ausgleich, der die Verlängerung bedeutete. Kapitän Maksim Matushkin behielt im Penaltyschießen die Nerven und sicherte den Löwen den Zusatzpunkt. Mit jeweils neun Punkten stehen beide Mannschaften im unteren Bereich der Tabelle.
Auf das 4:11-Debakel vom Freitag reagierten die Iserlohn Roosters mit einem Heimsieg. Beim 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 1:0) nach Verlängerung gegen die Grizzlys Wolfsburg drehten sie einen 0:2-Rückstand. Verteidiger Colin Ugbekile besorgte in der 63. Minute die Entscheidung. Mit dem Sieg verlassen die Roosters das Tabellenende und geben die Rote Laterne an die Schwenninger Wild Wings ab.
Dank eines Blitzstarts mit zwei Toren in den ersten 44 Sekunden bogen die Kölner Haie gegen die Nürnberg Ice Tigers früh auf die Siegerstraße ein. Dabei kehrte Janne Juvonen ins Tor der Haie zurück. Nach dem 3:0-Zwischenstand wurde es allerdings noch einmal knapp. Eine Sekunde vor Schluss erzielte Patrick Russell den Treffer zum 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)-Endstand. Im sechsten Heimspiel der erste Sieg nach 60 Minuten für die Domstädter.















