Moritz Seider punktet dreifach bei Red Wings-Sieg gegen Boston

Nico Sturm bereitet das Siegtor der Minnesota Wild in Edmonton vor, Tim Stützle die endgültige Entscheidung für die Sens.
Detroit Red Wings - Boston Bruins 5:4 (2:0, 2:2, 1:2)
Vier Spiele hatten die Red Wings zuletzt nicht gewonnen, nun besiegten sie die von Marco Sturm trainierten Boston Bruins, gegen die sie am Wochenende noch in der Verlängerung verloren hatten. Wieder war es knapp, wieder war Moritz Seider in eine Auseinandersetzung verwickelt, dieses Mal mit Nikita Zadorov. Nachdem er gegen den erfahreren Mark Kastelic wenig Chancen hatte, schlug er sich dieses Mal etwas besser, nachdem die Bruins etwas zu intensiv gegen Torwart John Gibson nachgestochert hatten.
Vor allem aber dominierte Seider das Spielgeschehen auf dem Eis: Er bereitete die frühe 1:0-Führung durch James van Riemsdyk vor und erhöhte nach knapp 14 Minuten auf 2:0. Patrick Kane und Alex DeBrincat hatten Seider an der blauen Linie freigespielt, der verzögerte kurz und traf mit einem Handgelenkschuss aus halblinker Position. Zu Beginn des Schlussdrittels spielte er als Powerplay-Quarterback Lucas Raymond frei, der in bester Ovechkin-Manier per Direktschuss vom linken Bullypunkt zur 5:2-Führung traf. Danach konnten die Bruins nur noch verkürzen.
Seider wurde zum "First Star of the Match" gewählt: Neben seinen drei Punkten blockte er noch vier Schüsse und ging mit einem Wert von +1 aus der Partie. „Ich finde, wir sind wirklich gut ins Spiel und haben dann unseren Spielplan umgesetzt“, sagte Seider nach dem Spiel. „Das war eine sehr gute Reaktion gegen eine sehr gute Mannschaft.“
Montreal Canadiens - Ottawa Senators 2:5 (1:2, 1:2, 0:1)
Mit vier unbeantworteten Toren entschieden die Ottawa Senators das Derby bei den Montreal Canadiens. Ein Schüsselmoment war dabei der 1:1-Ausgleich durch Fabian Zetterlund im ersten Drittel nur 24 Sekunden nach der Führung durch das Powerplay-Tor von Habs-Stürmer Juraj Slafkovsky. Artem Zub noch im ersten Drittel sowie Jake Sanderson und Drake Batherson innerhalb von nur 70 Sekunden zu Beginn des Mittelabschnitts stellten auf 4:1 für Kanadas Hauptstädter.
Im Schlussdrittel sorgte Sens-Kapitän Brady Tkachuk mit seinem ersten Saisontor nach langer Verletzungspause gleich zu Beginn der Saison für die Entscheidung. Tim Stützle trieb die Scheibe in die Zone der Habs und bediente Tkachuk von hinter dem Tor. Stützle gab in rund 19 Minuten zwei Torschüsse ab, blockte einen Schuss und stand am Ende bei einem Wert von +3.
Edmonton Oilers - Minnesota Wild 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
Bereits nach gut 13 Minuten erzielten die Wild das goldene Tor in Edmonton: Es war die oft beschworene "Bully-Tor"-Aktion. Nico Sturm gewann das Anspiel und passte die Scheibe zu Jonas Brodin, der direkt von der blauen Linie abzog und dabei von der eingeschränkten Sicht von Edmontons Schlussmann Stuart Skinner profitierte.
Wild-Keeper Jesper Wallstedt erreichte mit 33 Paraden seinen vierten Shutout in seinen letzten sechs Spielen als Starter, die Minnesota Wild bauten ihre Punkteserie auf 12 Spiele aus. Neben seinem Assist kam Nico Sturm in mehr als 16 Minuten Eiszeit auf einen Torschuss, drei geblockte Schüsse und einen Check. Leon Draisaitl kam auf der anderen Seite auf drei Torschüsse, stand aber beim Treffer der Wild auf dem Eis.
Lukas Reichel wurde bei der 1:3-Niederlage der Vancouver Canucks bei Colorado Avalanche erneut aus dem Kader gestrichen.
Die weiteren Spiele der vergangenen Nacht im Überblick:
Los Angeles Kings - Washington Capitals 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
New York Islanders - Tampa Bay Lightning 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
New York Rangers - Dallas Stars 3:2 (1:1, 0:0, 1:1, 1:0 - OT)
Florida Panthers - Toronto Maple Leafs 1:4 (0:2, 1:0, 0:2)
Nashville Predators - Calgary Flames 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)
Vegas Golden Knights - Chicago Blackhawks 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 0:0, 1:0 - SO)













