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„Die Vorfreude ist riesig. Man will dort hin und das alles erleben"

JJ Peterka ist bereit für die Mission Mailand 2026

Lesedauer: 3 Minuten
JJ Peterka im Trikot der Utah Mammoth
JJ Peterka steht mit seinen Utah Mammoth aktuell auf Platz 1 der Wild-Card-Tabelle in der Western Conference (picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Melissa Majchrzak)

Der Blick geht Richtung Italien, doch der Fokus liegt noch auf dem Eis in Utah: JJ Peterka spricht über seine Rolle im deutschen Olympia-Kader, die Vorfreude auf Leon Draisaitl und warum ihm eine unfertige Halle in Mailand keine Sorgen bereitet.

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Wenn JJ Peterka über die bevorstehenden Olympischen Spiele spricht, ist das Selbstvertrauen greifbar. Der Stürmer der Utah Mammoth reist nicht als Tourist nach Mailand, er hat eine Mission. „Für Offense sorgen, vorne Sachen kreieren, Tore schießen“, definiert Peterka sein Aufgabenprofil im DEB-Team klar. Er will offensive Akzente setzen und der deutschen Mannschaft die nötige Scoring-Tiefe verleihen, um auf höchstem Niveau zu bestehen.

Besonders elektrisiert den 22-Jährigen jedoch die Aussicht auf seine Reihenpartner. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Peterka in der ersten Formation neben Leon Draisaitl auflaufen wird. Für Peterka ist der Star der Edmonton Oilers schlicht das „Aushängeschild“ des deutschen Eishockeys. „Mit dem Team, das wir jetzt zusammen haben, gibt es so viele Spieler, mit denen ich gerne spielen würde, aber Leon ist wirklich das Aushängeschild. Mit dem will, glaube ich, jeder spielen“, schwärmt der Angreifer.

Das vielleicht beste deutsche Team aller Zeiten

Peterka stimmt in den Kanon der Experten ein: Dies könnte die stärkste deutsche Nationalmannschaft sein, die je auf dem Eis stand. Besonders die Tiefe des Kaders beeindruckt ihn – jede Reihe sei extrem gut besetzt.

Die Erinnerungen an 2018 sind dabei noch frisch, auch wenn Peterka das „Silber-Wunder“ von Pyeongchang damals noch als Zuschauer erlebte. Als Junior in der Red Bull Akademie in Salzburg stand er extra früh auf, um die Spiele vor dem Fernseher zu verfolgen. Nun selbst Teil des Teams zu sein, markiert für ihn den nächsten großen Karriereschritt. Auf die Frage, ob olympisches Gold oder der Stanley Cup höher zu bewerten sei, weicht er diplomatisch aus: Der Stanley Cup sei das ultimative Vereinsziel, Olympia das Größte, was man für sein Land erreichen könne.

Pragmatismus vor Luxus

Bevor der Traum vom Gold beginnt, steht die Logistik. Der Zeitplan ist eng getaktet: Am 7. Februar hebt der Flieger von New York direkt nach Mailand ab. Bis dahin stehen für Peterka und die Mammoth noch sieben NHL-Spiele auf dem Programm.

Die jüngste Kritik der NHL an den Bedingungen in Mailand – unfertige Halle, kleine Eisfläche – lässt Peterka kalt. Er gibt sich pragmatisch: Ein Meter Unterschied auf dem Eis werde nicht spielentscheidend sein. „Die Vorfreude auf Olympia ist so groß, dass das Vor-Ort-Szenario ein bisschen zur Nebensache wird“, erklärt er. Solange das Eis bereit ist und die Tribünen für die Fans stehen, ist für Peterka alles angerichtet.

Für den Langstreckenflug nach Italien hat er übrigens schon einen Wunschzettel eingereicht, was die Sitzordnung betrifft: Am liebsten würde er neben Tim Stützle und Lukas Reichel Platz nehmen. Das Trio verbindet eine lange Freundschaft – die perfekte Einstimmung auf das Turnier.

Achterbahnfahrt in Utah

Doch bevor der Flieger geht, fordert der Ligaalltag volle Konzentration. Die Saison mit den Utah Mammoth beschreibt Peterka als „Achterbahnfahrt“, auch wenn sich das Team zuletzt stabilisieren konnte. Ein Highlight war der emotionale 5:4-Overtime-Sieg gegen die Philadelphia Flyers in der vergangenen Nacht, bei dem Utah einen 0:3-Rückstand drehte, ein sicher geglaubtes Empty-Net-Tor verhindern konnte und die Halle zum Kochen brachte.

Abseits des Eises genießt Peterka die Landschaft rund um Salt Lake City, auch wenn er scherzhaft anmerkt, dass der Schnee bislang nur auf den Bergen und nicht in der Stadt liegt. Weniger Freude bereitet ihm hingegen die Begegnung mit Nikita Zadorov. Den Verteidiger der Boston Bruins nennt Peterka ohne Zögern seinen unangenehmsten Gegenspieler: extrem groß und körperbetont spielend – ein Albtraum für jeden Stürmer.

Erinnerungen an die DEL-Zeit

Trotz des NHL-Stresses reißt der Kontakt zur Heimat nicht ab. Wann immer es der Zeitplan zulässt, verfolgt Peterka die DEL, insbesondere seinen Ex-Club Red Bull München. Peterka pflegt noch immer regen Kontakt zu seinen ehemaligen Mitspielern und anderen Spielern der DEL.

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