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Sportgesetz in Lettland verbietet Spiele gegen Russland

Chaos nach CAS-Urteil: Drohen Boykotte oder Verzichte bei der Eishockey-WM?

Lesedauer: 2 Minuten
Bei Olympia 2018 standen sich Deutschland und die "Olympischen Athleten aus Russland" im Finale gegenüber. 2026 sind die Russen nicht am Start.
Bei Olympia 2018 standen sich Deutschland und die "Olympischen Athleten aus Russland" im Finale gegenüber. Zuletzt durfte Russland gar nicht mehr an internationalen Eishockey-Turnieren teilnehmen. © Foto: dpa/picture alliance/ATP

Versinkt die Eishockey-Weltmeisterschaft nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes (CAS), Russland gegen den Willen der International Icehockey Federation wieder als Teilnehmer zuzulassen, im Chaos? Ein WM-Teilnehmer darf per Gesetz nicht gegen Russland spielen. Andere scheinen Verzichte zumindest einiger Spieler nicht auszuschließen. Und was ist mit dem Modus?

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Im Regelfall nehmen 16 Mannschaften an einer Eishockey-Weltmeisterschaft der Top-Division teil. Würde Russland nun wirklich kurzfristig integriert, käme man auf ein Teilnehmerfeld von 17 Teams. Und was ist mit Weißrussland, das ebenfalls ausgeschlossen war beziehungsweise ist und zu dem es noch keine Entscheidung des CAS gibt?

Wären es letztendlich 18 teilnehmende Nationen, müsste der Spielplan entsprechend angepasst werden. Zudem müsste es dann wohl einen vermehrten Abstieg geben, um im Folgejahr wieder die Sollstärke von 16 Teilnehmern zu erreichen. Die Alternative wäre eher unschön: Von vornherein nur 16 Teilnehmer für das WM-Turnier, das vom 13. bis zum 30. Mai 2027 in Deutschland stattfinden wird, zuzulassen – indem man die eigentlichen Aufsteiger wieder zurück schickt in die B-WM. Dabei handelt es sich ausgerechnet um Kasachstan und – die Ukraine. Ausgerechnet der Nation die Teilnahme zu verweigern, die Opfer des Krieges ist, wäre sportpolitisch heikel.

Es stellt sich allerdings die Frage, ob es bei einer Rückkehr Russlands in den internationalen Spielbetrieb nicht ohnehin zu Boykott- oder Verzichtsentscheidungen kommen könnte. So hat Lettland beispielsweise erklärt, dass es von der Entscheidung des CAS zwar entsetzt sei, aber Gerichtsentscheidungen zu respektieren seien. Das Problem ist nur: Laut Gesetz ist es lettischen Sportlerinnen und Sportlern aktuell verboten, gegen russische Gegner anzutreten.

Auch der finnische Verband – wie freilich viele andere ebenso – äußerte sich enttäuscht über die Entscheidung. In einem Statement wurde allerdings auch erklärt, dass kein Spieler oder Offizieller verpflichtet sei, an Turnieren mit russischer Beteiligung teilzunehmen. Was das ganz praktisch für die WM in Deutschland bedeutet, ist noch völlig unklar.

Das CAS hatte wie gemeldet, die Sicherheitsbedenken, die die IIHF als Grund für den Ausschluss ins Feld geführt hat, praktisch verworfen beziehungsweise als nicht ausreichend erklärt, um eine Nicht-Teilnahme eines Mitgliedverbandes zu rechtfertigen. Wie aber die Sicherheitslage einzuschätzen wäre, wenn Russland bei der WM in Deutschland auf die Ukraine träfe, lässt sich aktuell wohl noch gar nicht wirklich einschätzen. Was also passiert, sollte es zu solch einer Ansetzung im WM-Verlauf kommen, ist ebenfalls noch völlig unklar.

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