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Proteste gegen russische Teilnahme an Eishockey-Weltmeisterschaften

CAS-Chaos: Finnland und Norwegen drohen einen Boykott an

Lesedauer: 2 Minuten
Finnland ist zum fünften Mal Eishockey-Weltmeister.
Eishockey-Weltmeister Finnland droht einen Boykott der Spiele mit russischer Beteiligung an. © Foto: dpa/picture alliance/AP Photo

Das Chaos, das das umstrittene Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) zur Zulassung Russlands zu Eishockey-Weltmeisterschaften ausgelöst hat, nimmt weiter seinen Lauf. Ganz akut steht ein Boykott Finnlands und Norwegens für alle internationalen Turniere im Raum, an denen Russland teilnimmt.

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So erklärt der finnische Verbandspräsident Heikki Hietanen: „Wir sammeln derzeit möglichst viele Länder, um eine gemeinsame Front zu bilden und der IIHF mitzuteilen, dass keiner von uns unter diesen Umständen gegen Russland spielen wird. Das hat in der Waagschale ein deutlich größeres Gewicht, als wenn wir dies lediglich für uns allein erklären.“ Weiter erklärt er: „Unsere Linie lautet, dass wir nicht gegen Russland spielen werden, solange der Angriffskrieg gegen die Ukraine andauert.“

Der norwegische Verband hat sich bereits solidarisch erklärt und ein Statement veröffentlicht: „Norwegen wird – auf Grundlage der aktuellen Situation und der uns heute vorliegenden Erkenntnisse – bei der Weltmeisterschaft in Deutschland im Mai 2027 nicht gegen Russland antreten. Die übrigen Spiele in unserer Gruppe werden wie geplant ausgetragen. Diese Entscheidung wurde dem IIHF-Vorstand am Montag, 2. November, mitgeteilt.“

In Lettland ist es – wie gemeldet – Sportlerinnen und Sportlern gesetzlich verboten, gegen Russland anzutreten.

UPDATE: Im Laufe des Tages schließen sich offenbar weitere Eishockey-Verbände der Boykott-Androhung an. So haben auch Schweden und Dänemark angekündigt, bei WM-Turniere nicht gegen Russland anzutreten.

Außerdem hat die finnische Stadt Turku, die in gut einem Jahr einer der Gastgeber der U20-Weltmeisterschaft sein soll, angekündigt, sich von Turnierausrichtung zurückzuziehen, sollte unter den aktuellen Umständen Russland an diesem Turnier teilnehmen. Für die anstehende U20-WM in Kanada steht im Raum, dass der kanadische Staat russischen Sportlern die Visa für eine Einreise verweigert.

Außerdem hat der Sponsor „AJ“ seine Zusammenarbeit mit der IIHF aufgekündigt, angesichts der durch das Gericht verfügten Rückkehr Russlands in den internationalen Spielbetrieb.

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