Wohin geht die Reise beim EV Landshut?Irgendwo zwischen Playdown-Gefahr und direkter Viertelfinalqualifikation

Gegen Dresden hielt Sebastian Vogl alles, was zu halten war - und wurde dementsprechend auch gefeiert. (Foto: Christian Fölsner)Gegen Dresden hielt Sebastian Vogl alles, was zu halten war - und wurde dementsprechend auch gefeiert. (Foto: Christian Fölsner)
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Furioser Saisonstart, nur eine Pleite aus den ersten acht Spielen, in den ersten zehn Partien immer gepunktet, ein überragendes Powerplay, Comeback-Qualitäten – Tabellenführung. Die ganze Liga staunte nicht schlecht, völlig überraschend kam das Ganze aber auch nicht. Der EV Landshut hatte sich (wieder) namhaft verstärkt: Nick Pageau und Markus Eberhardt für die Defensive, Tyson McLellan, Jakob Mayenschein, Brett Cameron und David Zucker für den Sturm, um nur einige zu nennen.

Und dann natürlich auch der Rückkehrer auf der Torhüterposition, der Meisterkeeper von 2012: Sebastian Vogl. Zu Beginn gefeiert wurde er im weiteren Saisonverlauf unfreiwillig so ein wenig zum Sinnbild der Krise an der Isar. Das sich einstellende Defensivproblem allein an ihm festzumachen wäre allerdings bei weitem zu einfach. Denn auch seine Vorderleute leisteten sich den ein oder anderen individuellen Lapsus – oder besser gesagt den einen oder anderen zu viel.

Auch als zu Beginn die meisten Spiele noch erfolgreich aus Landshuter Sicht verliefen, verdichtete sich die Vermutung, dass man auf Dauer nicht immer fünf oder sechs Buden machen könne, um vier oder fünf Gegentore zu egalisieren – und so kam es dann auch. Nach dem Traumstart folgten aus den nächsten 15 Spielen gerade einmal drei Erfolge – darunter auch einmal sechs Nullnummern in Serie. Die Qualität des Kaders blitzte nur noch sporadisch auf, das Verletzungspech tat sein Übriges – die Kritik nahm zu, auch und vor allem an Trainer Heiko Vogler.

Letzte Saison hatte er Mitte Dezember den EVL stark playdown-gefährdet übernommen und führte den niederbayerischen Traditionsverein noch in die Pre-Playoffs. Jetzt war die Situation eine andere. Der Verein reagierte, aber nicht auf der Trainerposition – Lukas Mühlbauer kam zurück aus Mannheim, Stürmer Jack Doremus und der slowenische Nationaltorhüter Luka Gracnar wurden nachverpflichtet. Ob diese drei Personalien hauptursächlich waren oder nicht sei dahingestellt, aber die Mannschaft stabilisierte sich hin zum Weihnachtsfest.

Erfolge zu Hause gegen Bayreuth, Freiburg, Heilbronn und Weißwasser bis Jahresende schienen den Kurs der EVL-Aktie wieder nach oben zu hieven. Dem gegenüber standen aber auch Pleiten in Bayreuth, Crimmitschau und Selb – gesamt sieben Auswärtsniederlagen in Folge. Der berühmte Bock war also noch nicht umgestoßen.

Mit Schwung ins neue Jahr – das schien man in Landshut wörtlich zu nehmen – der EVL brachte seine PS aufs Eis: Ein spektakulärer 5:4-Derbyerfolg gegen den ESV Kaufbeuren markierte den Start in 2023. Mann des Spiels: Sebastian Vogl! Zum zweiten Drittel für den kränklichen Luka Gracnar gekommen, hielt er alles, was zu halten war. Das galt auch für den 2:1-Kampfsieg tags darauf gegen Dresden. Und wiederum nur Tage später konnte die lange Pleitenserie auf fremdem Eis ad acta gelegt werden – ausgerechnet beim DEL-Absteiger aus Krefeld nach dreimaligem Rückstand und nicht zuletzt dank eines starken Sebastian Vogl – das Gesicht des Aufschwungs.

Das letzte Drittel der Hauptrunde liegt vor den Teams der DEL2. Aktuell steht beim EVL Rang sieben zu Buche, vier Zähler fehlen zu Platz sechs, deren sieben ist man von Rang elf entfernt. Die Aktualität sorgt für Optimismus. Der EV Landshut hat in dieser Saison aber gezeigt, dass mit allem zu rechnen ist – positiv wie negativ – oder anders formuliert: Gewiss ist nur die Ungewissheit.


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