Steelers "sweepen" sich auch ins FinaleDEL2 Play-Offs: EVL Landshut - Bietigheim Steelers 3:6

Choreo der Steelers-Fans bei Spiel3 - Foto: Imago/HartenfelserChoreo der Steelers-Fans bei Spiel3 - Foto: Imago/Hartenfelser
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Doch zunächst sah alles nach einem erfolgreichen Comeback der bisher chancenlosen Dreihelmstädter aus. Diese gingen in einem turbulenten ersten Drittel zunächst durch einen Doppelschlag von Ex-Steeler PJ Fenton in Führung. Die Ellentaler ließen sich dadurch jedoch nicht beeindrucken und glichen mit Treffern durch Justin Kelly und Tausendsassa David Wrigley wieder zum 2:2 aus. Eine Strafe gegen Benjamin Hüfner brachte die Gastgeber gut drei Minuten vor der ersten Pause ein Überzahlspiel. Dieses nutzte Ty Morris nach Zuspiel von Bill Trew und Elia Ostwald zur 3:2 Führung. Doch damit nicht genug - in diesem Drittel viel auch noch der bisher sechste Treffer der Partie. Ganze elf Sekunden vor der ersten Pause führte das bisher überragende Powerplay der Schwaben erneut zum Ausgleich. Justin Kelly und David Wrigley setzen Marcus Sommerfeld gekonnt in Szene und dieser ließ Tyler Weiman keine Abwehrchance.

Der Vizemeister blieb auch im zweiten Drittel die tonangebende Mannschaft und setzte Landshut weiterhin stark unter Druck. Lohn dafür war die erstmalige Bietigheimer Führung an diesem Abend. David Wrigley zauberte sich dabei durch die Hintermannschaft der Landshuter und vollendete zum 3:4. Die Gastgeber drückten nun nochmal aufs Gas und waren zeitweise näher am 4:4 als die Steelers am 3:5. Doch Toni Krinners Mannen ließen Chance um Chance liegen und auch eine doppelte Überzahlmöglichkeit für die Heimmannschaft verpuffte nutzlos. Der Kasten von Sinisa Martinovic blieb dank einer Klasse Defensivleistung vernagelt.

Im Schlussabschnitt machte der Hauptrundenprimus dann endgültig alles klar. David Wrigley konnte die Führung mit seinem dritten Treffer, und damit dem zweiten Hattrick in dieser Serie, auf 3:5 ausbauen. Max Prommersberger und Justin Kelly hatten das Bietigheimer Playoffmonster in Szene gesetzt. Die Gastgeber hatten sich inzwischen aufgegeben und Bietigheim ließ die Zeit für sich arbeiten, nahm Tempo heraus und kontrollierte die Partie. Der Schlusspunkt an diesem Abend setze dann erneut Marcus Sommerfeld, der nach Zuspiel von David Wrigley und Justin Kelly zum 3:6 einschoss.

Die Bietigheim Steelers ziehen damit zum zweiten Mal nach 2009 mit zwei Sweeps im Viertel- und Halbfinale in die letzte Runde ein und stehen zudem zum dritten Mal hintereinander im Finale der Play-Offs. Sie haben nun Zeit, um neue Kräfte zu sammeln und die beiden potenziellen Final-Gegner Frankfurt und Meister Bremerhaven genau zu studieren.

"Glückwunsch an Bietigheim", wird EVL-Trainer Toni Krinner auf der Homepage der Niederbayern zitiert. "Sie sind absolut verdient ins Finale eingezogen. Wir haben hier den kommenden Meister gesehen. Für uns war es nicht leicht, mit einem 0:3-Rückstand in dieses Spiel zu gehen. Wir haben eine tolle Viertelfinal-Serie gegen Kassel gespielt und es ist sicher keine Schande, gegen Bietigheim auszuscheiden."