Krefeld gewinnt das erste Finalspiel durch Overtime-Sieg

Die beiden besten Teams der Hauptrunde stehen verdient im Playoff-Finale. Innerhalb der nächsten maximal sieben Spielen wird der Aufsteiger in die penny DEL ermittelt.
Krefeld Pinguine – Kassel Huskies 3:2 n. V. (1:1, 1:1, 0:0, 1:0)
Während die Krefeld Pinguine beide bisherigen Serien souverän mit 4:0 gewonnen haben und ihren Gegnern aus Landshut und Regensburg keine Chance ließen, hatten die Kassel Huskies mit Weißwasser und Bietigheim zwei Gegner, die es ihnen deutlich schwerer gemacht haben. Am Ende gewannen die Nordhessen beide Serien mit 4:2 und spielen jetzt im DEL2-Traumfinale um den Aufstieg.
Beide Teams kamen mit Vollgas aus der Kabine. Weder merkte man bei den Krefeld Pinguinen die doch lange Pause seit dem letzten Spiel, noch den Kassel Huskies all die Kraftakte im Zwei-Tage-Rhythmus an. Ab der ersten Spielminute gab es Chancen auf beiden Seiten, doch die Goalies Felix Bick und Philip Maurer hatten die besseren Antworten parat.
In der siebten Spielminute gelang den Huskies ein schneller Spielaufbau. Michael Bartuli kam unbedrängt ins Drittel der Pinguine, legte dann den Puck auf den ebenso frei stehenden Dominic Turgeon ab, der direkt abzog und Felix Bick keine Chance ließ. Sein Schuss schlug direkt unter der Latte im Tor ein (7.).
Fünf Minuten später lief Top-Scorer Max Newton allen davon und stand alleine vor Maurer, der am Ende erneut Sieger der Aktion blieb.
Krefeld arbeitete sich immer mehr ins Spiel und war dicht am Ausgleich dran. 58 Sekunden vor Drittelende war es dann soweit. Huskies-Verteidiger Bode Wilde bekam den Puck nicht aus der eigenen Zone. Sein Klärversuch landete auf der Kelle von David Cerny, der Alexander Weiß völlig alleine gelassen im Slot bedienen konnte. Mit einem satten Schuss in den Winkel ließ er Maurer nicht den Hauch einer Chance (20.).
Im Mitteldrittel jubelten die Fans der Hausherren nach nur drei Minuten schon wieder, da ihr Team in Person von C.J. Suess das Spiel drehte. Allerdings hielt diese Freude nur einige Minuten, ehe es die Schiedsrichter nach minutenlangem Videobeweis zurücknahmen. Suess fuhr alleine auf das Tor der Huskies zu. Kurz vor dem Schuss wurde er im Zweikampf aus dem Gleichgewicht gebracht und prallte mit Maurer zusammen. Nicht nur, dass der Puck auf den Videobildern nie hinter der Linie war, warfen die Schiedsrichter Suess zusätzlich Torhüterbehinderung vor, die jedoch nicht mit einer Strafe geahndet wurde. Weiter ging es also mit einem 1:1.
Erst nach etwas mehr als der Hälfte der regulären Spielzeit war es erneut Dominic Turgeon, der mit seinem zweiten Treffer den Gästeblock erneut zum Jubeln bringen konnte (31.). Bei angezeigter Strafe gegen Krefeld und somit sechs gegen fünf, spielte Tristan Keck den Puck scharf vors Tor. Dort hielt Turgeon seine Kelle und den Schlittschuh parat. Letzteres traf der Puck auch und sprang von dort aus ins Tor. Die Antwort der Pinguine kam dieses Mal deutlich schneller. Nur knapp vier Minuten später glich Adam Payerl zum 2:2 aus. Der in den Playoffs bislang bärenstarke Philip Maurer sah beim Treffer alles andere als gut aus. Bode Wilde versuchte mit einem Rückpass zum Goalie Räume nach vorne zu schaffen, doch Maurers Pass landete auf dem Schläger von Alexander Weiß. Der sah den besser stehenden Payerl, der aus spitzem Winkel traf (35.).
Der Schlussabschnitt erbrachte keine weiteren Tore, sodass – in diesen Playoffs fast schon Tradition – die Overtime folgte. Dort war es dann Max Newton, der Goalie Philip Maurer etwas überraschte und den Puck zwischen Schulter und Latte in die Maschen schoss (64.).













