Kassel Huskies gewinnen erneut beim EV LandshutHessen stehen als Hauptrundensieger fest

Lois Spitzner setzte den Schlusspunkt beim Kassler Sieg in Landshut. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Germann/ Eibner-Pressefoto)Lois Spitzner setzte den Schlusspunkt beim Kassler Sieg in Landshut. (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Germann/ Eibner-Pressefoto)
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Nachdem dem EV Landshut tags zuvor nur 42 Sekunden zum großen Coup gegen die Kassel Huskies gefehlt hatten, hatte der EV Landshut nur 24 Stunden später erneut die Chance den Tabellenführer am selben Ort zu bezwingen.

Gleich zu Beginn hatte der EV Landshut auch die Chance diese Hoffnung in die Tat umzusetzen, doch Sebastian Busch verpasste. Fortan rissen die Gäste aus Kassel das Spiel an sich und wurden in der zweiten Spielminute ihrer Favoritenrolle gerecht. Huskies-Kapitän Denis Shevyrin eroberte im gegnerischen Drittel die Scheibe und kurze Zeit später zappelte das Netz hinter Dimitri Pätzold. Nach einem parierten Schuss von Corey Trivino nutzte Vincent Saponari den Rebound und netzte zur erstmaligen Führung der Gäste ein. Im Laufe des ersten Drittels hatten die Hausherren zwei Powerplaysituationen und somit die Chance auszugleichen. In der ersten Überzahlsituation blieb der EV Landshut bis auf ein Solo und anschließender Halbchance von Zach O’Brien harmlos. Kurz nach Ablauf der Strafzeit hatten die Niederbayern durch Jere Laaksonen die dicke Gelegenheit vor dem Powerbreak auszugleichen. Aber Kassel-Schlussmann Gerald Kuhn ließ dem Finnen keine Chance und parierte. Auch im zweiten Powerplay hatten es die Schlittenhunde ihrem Goalie zu verdanken, dass nicht der Ausgleich fiel. Wieder war es der Finne Laaksonen, der auf das Gehäuse von Kuhn abfeuerte. Die Niederbayern setzten stark nach, schafften es aber nicht die Scheibe über die Linie zu drücken.

Kurz vor Ende des ersten Drittels bekamen dann die Huskies ihre erstmalige Überzahl zugesprochen. Während Henry Martens wegen Hakens in der Kühlbox saß, nutzte der Tabellenführer seine Überzahl. Einen Schuss von Joel Keussen lenkte Ryon Moser aus kurzer Distanz zum Tor entscheidend ab, sodass Dimitri Pätzold nichts ausrichten konnte, um den Treffer zum 0:2 zwölf Sekunden vor der Pausensirene zu verhindern.

In der 23. Minute musste erneut ein Spieler des EV Landshuts auf der Strafbank Platz nehmen. Thomas Brandl erhielt nach einem wirklich unnötigen Haken eine zweiminütige Strafzeit. Der EVL überstand 1:54 Minuten, ehe die Scheibe eine Sekunde vor Ablauf der Strafzeit doch den Weg ins Tor fand. Der im Gegensatz zum gestrigen Abend blasse Huskies-Topscorer Rutkowski nahm sich ein Herz und zog von der blauen Linie ab. Wie beim 0:2 fälschte ein Akteur der Gäste – dieses Mal Vincent Saponari – die Scheibe aus kurzer Distanz ab und machte den Abschluss für Pätzold unhaltbar. Das Powerplay macht bisher den Unterschied. Während der EV Landshut zwei Powerplays ungenutzt verstreichen ließ, münzte Kassel seine beiden Überzahlsituationen in zwei Tore um.

Angesichts der im zweiten Drittel doch eher mäßigen Vorstellung der Landshuter Offensivabteilung, musste sich etwas tun aus Sicht der Hausherren. Die nächste Chance den Rückstand zu verkürzen, bot sich knappe vier Minuten vor Ende des zweiten Drittels, als der EVL nun erneut zwei Minuten in Überzahl sein Glück versuchen durfte. Doch wie schon die beiden Male zuvor hatten die Mannen von Leif Carlsson nicht den entscheidenden Trumpf im Ärmel, um Gerald Kuhn im Kasten der Huskies zu überwinden.

Im Schlussabschnitt war es dann soweit: Thomas Brandl setzte sich an der Grundlinie stark durch und legte auf Sebastian Busch zurück. Dieser nahm sich ein Herz und feuerte von der blauen Linie ab. Marcus Power hatte sich anscheinend von den Huskies eine Scheibe abgeschaut und tat es diesen gleich, fälschte die Scheibe unhaltbar ab und verkürzte auf 1:3. In der 53. Minute gab es bereits die fünfte Strafzeit gegen den EVL – vier davon verschuldet von den beiden Brandl-Brüdern. Doch damit nicht genug, 30 Sekunden vor Ende der ersten Strafzeit, gesellte sich auch Marcus Power zu Thomas Brandl auf die Strafbank, nachdem dieser gegenüber den Offiziellen seinem Frust freien Lauf ließ. Und so kam es wie es kommen musste: Der Tabellenführer aus Kassel ließ sich die doppelte Überzahl natürlich nicht entgehen und erhöhte in der 55. Spielminute auf 4:1.

Sechs Minuten vor Ende der Partie kassierte dann Ryan Olsen wegen übertriebener Härte eine zweiminütige Strafzeit, ehe Denis Shevyrin wegen hohen Stocks ebenfalls zwei Minuten auf der Strafbank Platz nehmen musste. Doch selbst eine 5-gegen-3-Situation reichte dem EVL nicht, um sein zweites Tor zu erzielen. Vier Überzahlsituationen, eine davon doppelt, und kein Tor der Hausherren – mit ein Grund für den Spielstand.

14 Sekunden spielten die Mannschaften in voller Montur, ehe der EVL wieder eine Strafe hinnehmen musste – Max Brandl musste einmal mehr auf der Strafbank Platz nehmen. Erneut konnten die Gäste ihre Überzahl in ein Tor ummünzen. Lois Spitzner konnte sich auf Zuspiel von Clarke Breitkreuz und Corey Trivino auch noch in die Torschützenliste eintragen und erzielte mit seinem Treffer zum 5:1 in der drei Minuten vor Schluss den Endstand. Der EV Landshut unterlag damit auch im zweiten Heimspiel gegen die Kassel Huskies.

Im Gegensatz zum Vortag, als der EV Landshut dem Tabellenführer noch die Stirn bieten konnte, war es nur 24 Stunden später eine klare Angelegenheit. Die Nachholpartie vom 21. Spieltag endete mit 1:5 und somit traten die Schlittenhunde mit fünf Punkten im Gepäck die Heimreise nach Kassel an.


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