Die Notbremse gezogen!Zum Trainerwechsel in Heilbronn

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„Mannix raus! Mannix raus!“ forderten Teile der Falken-Fans. Was zu diesem Zeitpunkt niemand erahnte, wurde am Montag Gewissheit. Die Heilbronner Falken trennten sich an diesem Vormittag von ihrem Trainer. Die Automatismen griffen. Acht Siege aus 42 Spielen, 109 zu 189 Tore, Tabellenplatz 14. So die nackten Zahlen. Nun soll Fabian Dahlem die Unterländer zum Klassenerhalt coachen und den zweiten Abstieg binnen zwölf Monaten verhindern.

Das Falken-Manager Atilla Eren die Entscheidung, sich von Wolf zu trennen, nicht leicht fiel, lässt die bereits weit vorangeschrittene Saison erahnen. Kann ein Trainerwechsel jetzt noch etwas bringen? An der Tabellenkonstellation sicherlich nicht, die rote Laterne wird auch nach dem letzten Spieltag im Unterland brennen. Für die dann anstehenden Play-Downs wird die Tabelle nicht viel aussagen. Vor zwei Jahren siegten die Falken als Zwölfter in der ersten Runde gegen den Elften, den ESV Kaufbeuren. Letztes Jahr war es andersrum. Das Schlusslicht aus Kaufbeuren besiegte die Falken in der finalen Play-Down-Runde. Dieses „Alles ist möglich“ hätte auch für Wolf gegolten. Ab morgen -die Falken erwarten den SC Riessersee- wird sich nicht nur zeigen, ob Fabian Dahlem die Mission Klassenerhalt erfolgreich gestalten kann, es wird sich auch der Charakter der Mannschaft zeigen. Spielt das Team befreit auf und fährt Siege ein, müssen sich einige Profis der Frage stellen, warum sie dies nicht schon früher gemacht haben. Spielt das Team weiter inkonstant und zeigt sich nur in einzelnen Teilen wettbewerbsfähig, so steht der „schwarze Peter“ nicht alleine Mannix Wolf zu.