Die Krefeld Pinguine stehen im Playoff-Halbfinale

In zwei verrückten Spielen gewinnen die Krefeld Pinguine (7:4 in Landshut) und die Kassel Huskies (6:3 in Weißwasser) ihre Auswärtsspiele.
EV Landshut – Krefeld Pinguine 4:7 (1:1, 3:2, 0:4)
Sweep! In einem über lange Zeit sehr spannenden Playoff-Spiel gewinnen die Krefeld Pinguine am Ende erneut deutlich mit 7:4 beim EV Landshut und stehen als erster Halbfinalist fest. Der EVL gibt im zweiten Drittel drei Führungen aus der Hand und wird im letzten Drittel eiskalt überrollt.
Im ersten Playoff-Spiel dieses Jahr traf David Cerny freistehend aus dem Slot zum 1:0 für die Gäste. Kurz vor Ende des ersten Drittels musste Pinguine-Stürmer Mathew Santos wegen Beinstellen für zwei Minuten in die Kühlbox. Das darauf folgende Powerplay dauerte ganze sechs Sekunden, ehe Tor Immo nach einer sehenswerten Passstaffete zum 1:1-Ausgleich traf.
Das zweite Drittel hatte es mehr als in sich. Insgesamt fünf Treffer fielen in den 20 Minuten. Los ging es nach nur 37 Sekunden und der ersten Führung für die Gastgeber. Stanislav Dietz kam unbedrängt zum Schuss und drosch den Puck in den Winkel (21.).
In der 27. Minute – dieses Mal saß EVL-Stürmer David Elsner für zwei Minuten auf der Strafbank – dauerte das Krefelder Powerplay noch kürzer: Nach nur zwei Sekunden glich Davis Vandane mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie zum 2:2 aus.
Der EVL zeigte sich unbeeindruckt und benötigte nur 39 Sekunden zur erneuten Führung. Jesse Koskenkorva nutzte den freien Raum zwischen den Bullypunkten und verwandelte zum 3:2 für Landshut (28.).
Doch auch darauf hatte der Hauptrundensieger aus Krefeld wieder die passende Antwort. Einen Abpraller nutzte Philip Gogulla freistehend zum 3:3 (31.). Es war noch immer nicht Schluss im torreichen Mittelabschnitt. Wenn in diesem Spiel Powerplay-Tore fielen, dann dauerte es nicht lang. So auch bei der dritten Landshuter Führung in der 36. Minute: Nach acht Sekunden stand David Stieler goldrichtig und traf zur abermaligen Führung des EVL.
Ähnlich torreich – jedoch weitaus eindeutiger – ging es im letzten Drittel zu. Alexander Weiß bugsierte den Puck mit der Rückhand unter den Schonern von Philipp Dietl hindurch zum 4:4-Ausgleich (45.).
In der 49. Minute unterlief Top-Scorer Tor Immo ein katastrophaler Fehler im eigenen Drittel, als er den Puck im eigenen Drittel Philip Gogulla mustergültig auflegte, der seinen zweiten Treffer im Spiel markieren konnte.
Dass Powerplay-Tore nicht immer nur in den ersten zehn Sekunden fallen müssen, bewies in der 53. Minute C.J. Suess, der nach einem überragenden Querpass von Max Newton den Puck nur noch ins leere EVL-Tor schießen musste.
Den Schlusspunkt setzte 61 Sekunden vor Schluss Adam Payerl mit dem Empty-Net-Treffer zum 7:4-Endstand.
Die Krefeld Pinguine gewinnen die Viertelfinal-Serie mit 4:0 und stehen im Playoff-Halbfinale.
Lausitzer Füchse – Kassel Huskies 3:6 (0:3, 1:0, 2:3)
Die Kassel Huskies gewinnen dank eines starken ersten und letzten Drittels bei den Lausitzer Füchsen mit 6:3 und können mit einem Heimsieg am Freitag das nächste Halbfinal-Ticket lösen.
In den ersten 20 Minuten dominierten die Gäste nach Belieben. 14:3 Schüsse standen am Ende zu Buche und auf der Anzeigetafel in der Eisarena Weißwasser hieß es 3:0 für die Nordhessen. Dafür verantwortlich waren zwei Mal Darren Mieszkowski (11. & 17.) und Dominic Turgeon (19.).
Im Mitteldrittel sahen die Füchse-Fans ein anderes Auftreten ihres Teams. Nicht nur in der Schussstatistik – immerhin waren es zwischen Minute 20 und 40 ganze acht Schüsse – sondern auch auf dem Eis waren die Gastgeber aktiver. So war es in der 34. Minute Lane Scheidl, der zum 1:3-Anschlusstreffer einnetzen konnte.
Das letzte Drittel erinnerte wieder eher an den Beginn des Spieles. Weißwasser brachte zwar immerhin 50 % ihrer Schüsse aufs Tor auch dort unter, doch die Huskies verloren zu keinem Zeitpunkt die Kontrolle über das Geschehen auf dem Eis.
Die Torschützen für die Lausitzer Füchse hießen erneut Lane Scheidl (42.) und Tim Sezemsky (43.), die jeweils den Rückstand auf ein Tor verkürzten. Bei den Kassel Huskies waren Bode Wilde (43.), Yannik Valenti (56.) und Tyler Benson mit einem Empty-Net-Tor zum 6:3-Endstand 67 Sekunden vor Schluss erfolgreich.
Die Kassel Huskies führen in der Viertelfinal-Serie mit 3:1.













