Die Kassel Huskies fahren gegen den ESV Kaufbeuren ihren ersten Heimsieg einErfolg nach Overtime

Corey Trivino war der Matchwinner beim Sieg der Kassel Huskies gegen Kaufbeuren. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Corey Trivino war der Matchwinner beim Sieg der Kassel Huskies gegen Kaufbeuren. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Unterschiedlicher konnten die Vorzeichen an diesem neunten Spieltag nicht sein. Kassel als abgeschlagener Tabellenletzter hinkt den eigenen Erwartungen mehr als hinterher und enttäuschte auch im letzten Heimspiel, der ESVK dagegen mit einer Serie von fünf Siegen im Rücken und somit in bestechender Frühform. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern bei den Jokern scheint zu stimmen.

Die Zuschauer sahen ein unterhaltsames erstes Drittel. Die erste Chance gehörte den Gästen: Sturms Schlenzer konnte Kuhn nur prallen lassen, den Rebound konnte aber kein Joker verwerten (1. Min.). Die Gastgeber hatten einiges gut zu machen nach den letzten desolaten Auftritten - und das spürte man von Beginn an. Gams (1. Min.) verfehlte noch das Ziel, nur eine Minute später kombinierten sich die Gastgeber abermals ins Drittel des ESVK. Vajs konnte Valentins Schuss nur prallen lassen, Jamie McQueen stand im linken Slot goldrichtig und konnte zum 1:0 vollenden (2. Min.). Die Kasseler zeigten eine andere Körpersprache, fuhren Checks zu Ende und waren spritziger als in den ersten Begegnungen. Weil auch Jerry Kuhn beste Chancen der Allgäuer vereitelte, konnten die Nordhessen fortan den Gästen ihr Spiel aufzwingen, kamen immer wieder gut durch die neutrale Zone, hatten aber auch Glück als in eigener Überzahl ein Konter der Joker vergeben wurde. Kassel bestimmte das Spiel und wurde belohnt: Nach einer Doppelchance von Rutkowski und Kranz konnte Youngster Krüger zum 2:0 abstauben (12. Min.). Das gab dem Team um Coach Kehler noch mehr Aufwind, in Zählbares konnte seine Mannschaft bis zur Pause die Chancen jedoch nicht ummünzen. Dass es bei den Fuldastädtern noch Abstimmungsbedarf gibt, zeigten die immer wieder großen Räume, die den Gastgebern geboten wurden. So auch in der 16. Minute, als Tyler Spurgeon den mitgelaufenen Markus Lillich am linken Flügel bediente, der Kuhn zum 2:1 überwinden konnte.

Den Schwung des ersten Abschnitts konnten die Kasseler zunächst mitnehmen in den Mittelabschnitt, waren lange Zeit die spielbestimmende Mannschaft (18:11 Torschüsse), schnürten Tray Tuomies Team gar phasenweise im Verteidigungsdrittel ein. In Tore konnte der Tabellenletzte diese Überlegenheit allerdings nicht ummünzen. Gelegentliche Entlastungsangriffe der Gäste konnte Kuhn noch entschärfen, gegen den Überzahltreffer von Spurgeon, der sich gekonnt vor Kuhn drehte und den Kasseler Zerberus tunnelte (36. Min.) war er chancenlos. Das brachte die Hausherren kurz aus dem Konzept, die Überlegenheit war dahin und altbekannte Muster schlichen sein ein: Als Kuhn und die Kasseler Defensive kurzzeitig die Orientierung verloren und keiner wusste, wo sich die Scheibe befand, war Jan Pavlu der Nutznießer und konnte die Scheibe vor der Torlinie zur 3:2-Führung für den ESVK einschieben (38. Min.).

Im Schlussabschnitt sahen die Zuschauer ein Spiel auf Messers Schneide - Chancen auf beiden Seiten. Mit zunehmender Spieldauer drängten die Nordhessen auf den Ausgleich. Und der gelang auch: Nachdem zunächst ein Schlenzer von Joel Keussen noch knapp am Tor vorbeigetrudelt war, gelang Corey Trivino im direkten Anschluss der Ausgleich, und das kurios. Trivinos Schuss von hinter der Torlinie trudelte von Vajs Rücken zum verdienten Ausgleich über die Linie. Jetzt wollten die Nordhessen den Sieg, die Entscheidung fiel nach fast exakt zwei Minuten in der Overtime und war verdient: Rutkowski, der immer mehr zu seiner Form findet, tankte sich über rechts kommend energisch ins Drittel, bediente Trivino, der eiskalt vollendete und mit seinem zweiten Tor den ersten Heimsieg besiegelte. Danach folgte nur noch grenzenloser Jubel.


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