DEL2-Vorschau 2026/27: Starbulls Rosenheim

Am 18. September geht die DEL2 in die neue Spielzeit. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute werfen wir einen Blick auf die Starbulls Rosenheim
Rückblickend könnte man die Saisonanalyse der Starbulls Rosenheim zweiteilen: Nach 52 Spieltagen standen sie hinter Meister und DEL-Aufsteiger Krefeld Pinguine und Finalteilnehmer Kassel Huskies auf einem starken dritten Platz. In den Playoffs musste man sich ohne eigenen Heimsieg nach sechs Spielen den Eisbären Regensburg geschlagen geben.
Dem Team von Trainer Jari Pasanen fehlte es lange Zeit an einem echten Top-Scorer, welche Spitzenteams meist mehrfach in ihren Reihen haben. Am ehesten fand Nachverpflichtung Teemu Pulkkinen noch in diese Rolle.
In der neuen DEL2-Saison werden die Starbulls einen weiteren Anlauf nehmen und erhoffen sich auch dank einiger Neuverpflichtungen auch in den Playoffs am Ende mit mehr Erfolg da zu stehen.
Trainer
Headcoach Jari Pasanen geht in seine fünfte Saison in Rosenheim. Auch das Trainer-Team um ihn herum bleibt unverändert. Die Konstanz hinter der Bande spricht für sich, auch wenn Pasanen in der Vergangenheit nicht immer unumstritten war.
Seit 2012 hatte Pasanen nur drei Stationen als Trainer: Zwischen 2012 und 2018 war er bei den Iserlohn Roosters unter Vertrag. Anschließend führte sein Weg nach Dänemark zu den Frederikshavn White Hawks, bevor er die Starbulls Rosenheim im Sommer 2022 übernahm und direkt zurück in die DEL2 führte.
Tor
Daniel Fießinger kommt aus Kaufbeuren ersetzt in der neuen Saison den nach Regensburg abgewanderten Oskar Autio. Ihm zur Seite steht Eigengewächs Chrisopher Kolarz, der bereits in der abgelaufenen Saison gute Leistungen lieferte und sich nun weiter auszeichnen kann. Das Goalie-Trio komplettieren wird das 19-jährige Eigengewächs Louis Müller – Sohn der verstorbenen Torhüter-Legende Robert Müller.
Verteidigung
Die Starbulls gehen in der Abwehr einen anderen Weg als die meisten Teams der DEL2. Gleich zwei Spieler besitzen keinen deutschen Pass und besetzen 50% der Kontingentstellen: Mit Shane Hanna konnte einer der absoluten Top-Verteidiger der Liga gehalten werden. Ihm zur Seite steht ab sofort der Schwede Erik Ullmann, der die letzten Jahre in der slowakischen Extraliga unter Vertrag stand.
Ganz viel Erfahrung bringt Neuzugang Ryan McKiernan mit, der zuletzt bei den Löwen Frankfurt auf dem Eis stand und nach sieben Jahren DEL einen deutschen Pass besitzt.
In den Playoffs noch als Gegner in Rosenheim, wechselt der US-Amerikaner mit deutschem Pass, Sean Giles, nun aus Regensburg zu den Starbulls. Letzter Neuzugang in der Abwehr ist Youngster Dominik Groß, der vom Absteiger ESV Kaufbeuren zum Team stößt.
Unverändert in der Starbulls-Abwehr stehen Maximilian Adam und Lars Bosecker.
Angriff
Die Rosenheimer Offensive wurde nur wenig verändert. Die Änderungen jedoch haben es in sich: Mit Charlie Sarault (EC Bad Nauheim), Ville Järveläinen (Düsseldorfer EG) und C.J. Stretch (noch ohne Verein) verlassen drei Spieler die Starbulls, die die letzten zwei Jahre das Team geprägt haben. Auch Teemu Pulkkinen wird in der neuen Saison nicht mehr für die Starbulls auflaufen.
Neu ihm Sturm sind Jordy Bellerive (HK Dukla Trencin/Slowakei) und Keaton Mastrodonato (Greenville Swamp Rabbits/ECHL). Sie besetzen die beiden noch freien Kontingentstellen. Ebenso wechseln Samir Kharboutli (ERC Ingolstadt), Tomas Rubes (Blue Devils Weiden) nach Rosenheim. Kharboutli kehrt in die DEL2 zurück und Rubes verlässt Weiden nach acht Jahren.
Weiterhin das Trikot der Starbulls tragen in der neuen Saison Johannes Achatz, Dominin Kolb, Luigi Calce, Fabian Dietz, Scott Feser, Lukas Laub, Michael Musin, Jordan Taupert und Lewis Zerter-Gossage.
Prognose
Ganze sieben sogenannte „Doppelflaggler“ haben die Starbulls Rosenheim im Kader. Das ermöglichte Jari Pasanen sogar zwei Kontingentstellen in die Abwehr einzubauen, was das Team defensiv zunächst sehr stark aussehen lässt.
Die offensiven Abgänge wurden mindestens gleichwertig ersetzt, sodass mit den Starbulls wieder zu rechnen ist.
Spannend wird die Frage, ob es in den Playoffs endlich mal zu mehr reichen wird, denn ein Team für die Top 4 der Hauptrunde sind sie allemal.













