DEL2-Vorschau 2025/26: EC Bad Nauheim

Am 19. September startet die DEL2 in die neue Saison. Hockeyweb stellt täglich eine Mannschaft vor. Heute geht der Blick auf den EC Bad Nauheim.
Der EC Bad Nauheim startet nach zuletzt zwei Pre-Playoffs-Niederlagen mit einem neuen Trainer in die kommende Spielzeit. Mit Peter Russell wird ein bekanntes Gesicht die Nachfolge von Mike Pellegrims antreten. Der Schotte, zuletzt Headcoach in Cardiff (EIHL), stand bereits in Freiburg, Ravensburg und Augsburg hinter der Bande. Während er den EHC Freiburg 2019/20 überraschend auf Rang 3 führte und zum Trainer des Jahres gekürt wurde, konnte er mit den Towerstars 2023 gar die Meisterschaft feiern. Es bleibt abzuwarten, ob er die Roten Teufel wieder in die direkten Playoff-Ränge führen kann – dass er ein guter Coach ist, hat er in jedem Fall mehrfach bewiesen.
Tor:
Der Routinier Jerry Kuhn wird weiterhin im Tor stehen und mit seinen 39 Jahren die nötige Ruhe ausstrahlen. Mit über 92% Fangquote gehörte er zu den fünf besten Goalies der Liga in der vergangenen Saison. Niklas Lunemann hat Köln in Richtung Düsseldorf verlassen und steht den Roten Teufeln somit nicht mehr zur Verfügung. Mit Finn Becker steht dafür ein neuer Förderlizenzspieler (Iserlohn) als Backup bereit.
Verteidigung:
In der Defensive setzt man in Nauheim auf Altbewehrtes. Einzig Bode Wilde musste man ersetzen. Die Lücke des US-Amerikaners, der in Kassel unterschrieb, soll nun der Kanadier Justin MacPherson füllen. Mit Simon Gnyp konnte man einen weiteren, talentierten Verteidiger aus Rosenheim holen. Leihspieler Edwin Tropmann steht nach seinem Wechsel von Köln nach Ingolstadt nicht mehr im Kader und dürfte nach seinen starken Leistungen, vor allem in der zweiten Saisonhälfte, schwer zu ersetzen sein. Mit Christopher Fischer (wird den Saisonstart verletzungsbedingt verpassen), Marius Erk, Patrick Seifert und Garret Pruden stehen die gestandenen Verteidiger weiterhin im Kader, den man mit jungen Spielern, wie Tjark Kölsch oder Vincent Grunewald ergänzt.
Sturm:
Ein großer Umbruch ist auch in den Angriffsreihen nicht zu verzeichnen, da mit Parker Bowles, Jordan Hickmott und Taylor Vause drei wichtige Kontingentspieler und gleichzeitig die drei besten Scorer der letzten Saison blieben. Dennoch um im Bild zu bleiben: die Scorer Nummer vier bis sieben verließen die Kurstädter. Kevin Orendorz (Düsseldorf), Tim Coffman (Zell am See), Bode Wilde (Kassel) und Brent Aubin (Hannover Indians) sollen möglichst mit Spielern wie Justin Volek (Augsburg), Rückkehrer Andrej Bires (Banska Bystrica) oder auch Davis Koch, den man sicherlich noch aus seiner Zeit in Deutschland kennt (u.a. Landshut, Krefeld) ersetzt werden. Ebenfalls dem Kader hinzugefügt wurden u.a. Philipp Kuhnekath (Krefeld) oder auch Kevin Handschuh (Rosenheim).
Kapitän Marc El-Sayed bleibt genau wie Zach Kaiser und Julian Lautenschlager an Bord und die jungen Talente, wie beispielweise Raphael Jakovlev oder Sebastian Cimmerman komplettieren den Angriff.
Prognose:
Die einzelnen Abgänge auf dem Eis konnte man jeweils 1:1 ersetzen. Inwieweit diese Spieler die erhoffte Verstärkung darstellen, bleibt abzuwarten. Allerdings könnte der wichtigste Neuzugang hinter der Bande stattgefunden haben. Sicherlich muss sich Peter Russell neu beweisen, allerdings hat er mehrfach bewiesen, dass er das Maximum aus einer Mannschaft herausholen kann. Und wenn die Roten Teufel verletzungsfrei und mit vollem Potential durch die Saison kommen, dann sind sie immer ein aussichtsreicher Kandidat für die Playoffs.













