"Das darf uns nicht passieren!"Eislöwen verlieren nach Penaltyschießen

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„Wir haben gute Laune“ sangen die rund 600 mit dem Sonderzug angereisten Fans und hatten dazu allen Grund. Die ohnehin sehr engagiert auftretenden Roten Teufel hatten zunächst in der vorletzten Spielminute innerhalb von 35 Sekunden die 3:1 Führung der Eislöwen egalisiert und dann im Penaltyschießen gewonnen. Eine wahre Energieleistung, trotzdem war es für Nauheims Kapitän Patrick Strauch ein verlorener Punkt: „Wir waren im ersten Drittel die bessere Mannschaft, haben aber dann im Mittelabschnitt zu kompliziert gespielt und die Eislöwen zum Tore schießen eingeladen.“ Was war das Erfolgsrezept? „Wir waren gut vorbereitet“, sagt Strauch. „Wir wussten, dass Dresden zu Hause aggressiver als auswärts spielen wird. Unser Trainer hat uns perfekt eingestellt.“ Nicht nur in diesem Spiel stellten die Hessen ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis. Der Erfolg in Dresden war der fünfte Sieg in Folge. „Die Geschlossenheit der Mannschaft macht uns so stark“, sagt ihr Kapitän. „Wir spielen jedes Spiel mit Leidenschaft und Charakter. Unsere Truppe ist bereit, tagtäglich immer einhundert Prozent zu geben. Jetzt haben wir einen Lauf und den wollen wir natürlich so lange wie möglich in Gang halten.“

Auf der anderen Seite hatte ein arg enttäuschter und geknickter Feo Boiarchinov keine Erklärung dafür, was passiert war: „Wir müssen es analysieren. Drei Punkte waren heute drin und hätten es auch werden müssen.“ Dabei brauchten die Eislöwen genauso viel Zeit, das Spiel zu drehen, wie auch wieder aus der Hand zu geben: „Das darf uns nicht passieren. Wir haben viel investiert heute. Das Tempo war hoch und wir waren eigentlich auch die ganze Zeit im Spiel drin. Aber wenn man zwei Minuten vor Schluss mit zwei Toren führt, muss man den Sieg festhalten.

Beide Spieler haben schon einige Sonderzug-Erfahrungen vorzuweisen. „Es ist schon etwas besonderes, wenn dich so eine Menge Fans zu einem Auswärtsspiel begleiten“, meint Patrick Strauch. „Und es gibt dir auch zu einhundert Prozent zum Schluss noch mal den letzten Punch.“ Das bestätigt auch Feo Boiarchinov: Die Nauheimer Fans waren auch unglaublich laut, die haben das heute quasi zu einem Auswärts-Heimspiel gemacht.“ Zurück gefahren sind die Roten Teufel allerdings mit dem Mannschaftsbus. Wir wären gern mit den Fans im Zug zurück gefahren“, meint Patrick Strauch. „Aber der Spielplan ist jetzt so eng, da brauchen wir die Zeit zur Regeneration sehr nötig. Am Sonntag spielen wir gegen Kaufbeuren, da wollen wir auch wieder top vorbereitet in die Partie gehen.“ Man hätte den Nauheimer Sieg auch als eine Art Revanche sehen können. Als die Dresdner Fans nämlich mit dem Sonderzug bei den Hessen waren, nahmen sie die Punkte mit. Hier widerspricht Strauch aber: „Da denkt man nicht so drüber nach. Es ist klasse, dass sich die beiden Fanlager so gut verstehen. Es ist einfach eine schöne Sache!“