Chance auf Platz sechs gewahrtPflichtaufgabe erfüllt

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„Wir waren über sechzig Minuten gesehen läuferisch und technisch besser. Wir haben unsere Chancen genutzt, deswegen stehen für uns auch acht Tore auf der Anzeigentafel“, sieht auch Feo Boiarchinov seine Mannschaft als verdienten Sieger. Das waren sie auch unbestritten, trotzdem taten sich die Eislöwen am Anfang schwer. Die Gäste aus dem Unterland standen im ersten Drittel defensiv sehr kompakt und versuchten die Hausherren so zu zermürben. Zwei Tore trotz offensiven Powerhockeys waren der magere Lohn bis zur 22. Minute. Die Taktik der Falken wäre auch fast aufgegangen, denn die Dresdner ließen ab diesem Moment die vorrangig auf Konter orientieren Falken ins Spiel kommen. Der Anschlusstreffer und ein paar Worte des Trainers waren jedoch der Weckruf. „Ja, da haben wir mal kurz geschlafen“, bestätigt Boiarchinov. „Wenn man die ersten Chancen nicht rein bekommt, fängt man an, zu zweifeln, wenn es nicht klappt. Wenn man dann aber versucht, etwas anders zu machen, macht man Fehler und die nutzen die anderen dann aus. Man muss aber dran bleiben und als Team konstant spielen. Darauf hat uns Bill noch einmal hingewiesen und dann waren wir wieder klarer im Kopf. Wir haben unseren Faden wieder gefunden. Geduld spielt da eine wichtige Rolle.“ Die bewiesen die Dresdner und hatten von nun an das Geschehen auf dem Eis voll im Griff. Die Heilbronner hatten dem Sturmlauf der Hausherren nicht mehr viel entgegen zu setzen, der Sieg ging daher auch in dieser Höhe in Ordnung. Feo Boiarchinov war nach dem Spiel bereits informiert, dass die Konkurrenz aus Bad Nauheim ebenfalls gewonnen hatte. „Wir wissen, dass wir nichts geschenkt bekommen.“, bleibt der Stürmer gelassen, wohl wissend, dass die Möglichkeit, auf Platz sechs zu springen, nur noch theoretischer Natur ist. „Die Chance war auch vor diesem Spiel nur theoretisch. Wir werden versuchen, unser Spiel am Dienstag zu gewinnen und dann schauen, was Weisswasser macht.“ Auch die Tatsache, dass ein möglicher Gegner in möglichen Pre-Playoffs Eispiraten Crimmitschau, gegen die seine Team in dieser Saison nicht überzeugen konnte, heißen könnte, stört den Stürmer wenig: „Ist doch geil, gibt es noch einmal Derbys. Play-Offs sind noch einmal etwas anderes. Wenn jeder von uns hundert Prozent spielen, haben wir vor nichts Angst.“

Für ihn selber war es ein überaus erfolgreicher Tag: eine Vorlage und zwei Treffer machten ihn zu einem der effektivsten Spieler in dieser Partie. Alles richtig gemacht, oder? „Na ja, ich muss trotzdem das defensive Spiel verbessern und die Vorlage war auch glücklich“, gibt sich Boiarchinov bescheiden. Vielmehr stellt der Sturmpartner Marius Garten in den Vordergrund, der seine beiden Tore vorbereitete: „Das erste Tor war der Wahnsinn, wie es von Garti vorbereitet wurde. Er hat schon über zwei Schläger drüber gespielt und ich musste den Stick quasi nur hinhalten. Beim zweiten hätte er selber schießen können, hat aber noch mal rüber geschaut und gepasst. Die Richtungsänderung war dann auch für den Torhüter schwerer.“ Trotzdem sollte er sich für alle Fälle einprägen, was er an diesem Tag in welcher Reihenfolge gemacht hat…