DEL2Liveticker Ergebnisse Tabelle Spielplan Playoffs Transfers
Anzeige
DEL2-Playoffs kompakt am Dienstag

Bietigheim Steelers ziehen ins Halbfinale der DEL2-Playoffs ein

Lesedauer: 5 Minuten
Cole Fonstad (Mitte) erzielte den Siegtreffer für die Bietigheim Steelers. Bastian Eckl (links) war zuvor der Ausgleich gelungen.
Der Bietigheimer Cole Fonstad war mit zehn Toren und neun Vorlagen der alles überragende Akteur einer unfassbaren Viertelfinalserie zwischen den Ravensburg Towerstars und den Bietigheim Steelers (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)

Nach einer packenden Serie über sieben Spiele setzen sich die Bietigheim Steelers in Spiel sieben bei den Ravensburg Towerstars mit 4:3 in der Serie durch. Der ESV Kaufbeuren gewinnt bei den Blue Devils Weiden und vertagt somit die Entscheidung im Abstiegskampf um mindestens zwei Tage.

Anzeige

Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers 2:4 (0:1, 1:1, 1:2)

Diese Serie hatte alles, was man sich als Fan von Eishockey-Playoffs vorstellt. Sieben Spiele, in denen der Sieger ganze fünf Mal erst in der Verlängerung gefunden werden konnte. Packende Duelle, harte Zweikämpfe und ganz viel Drama.

Das erste Drittel begann wie erwartet: Körpereinsatz, Provokationen und viele Torchancen auf beiden Seiten. Jack Dugan, Brett Kemp und Bastian Eckl hatten allesamt Möglichkeiten auf den Führungstreffer. Dieser gelang in der achten Spielminute dann dem Bietigheim Eigengewächs Tim Schüle. Sein Handgelenksschuss fand den Weg durch den Verkehr ins Tor. Im Anschluss fanden die Gastgeber besser ins Spiel. Mark Rassel traf nur das Kreuzeck (11.) und Simon Sezemsky (18.) war ebenso glücklos. Robbie Czarnik kam kurz vor Drittelende frei stehend vor Olafr Schmidt zum Schuss, doch schoss Puck nicht hoch genug am Schoner von Olafr Schmidt vorbei.

Die Steelers starteten mit jeder Menge Power ins zweite Drittel und es dauerte nur 35 Sekunden bis zum zweiten Streich von Tim Schüle. Erneut schlenzte er den Puck von der blauen Linie an Freund und Feind vorbei in die Maschen zum 2:0 aus Sicht der Gäste. Auch in den Folgeminuten vergaben die Steelers wieder gute Chancen auf ein drittes Tor. Jack Dugan verfehlte das Tor und einige Sekunden später scheiterte Mike Fischer am starken Ravensburger Goalie Ilya Sharipov (jeweils 25.). Nachdem sich die Steelers in Unterzahl einen Wechselfehler leisteten und für etwas mehr als eine halbe Minute in doppelter Unterzahl agierten, war es in der 30. Minute Odeen Tufto, der mit einem satten Schlagschuss den 1:2-Anschlusstreffer für die Towerstars erzielen konnte. Mit dem Treffer im Rücken übernahmen die Hausherren die Kontrolle über das Spiel und erspielten sich Chance um Chance – jedoch ohne Erfolg. Olafr Schmidt rettete die Gästeführung mit einigen starken Saves in die zweite Drittelpause. Im Powerplay, 20 Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts, vergab Brett Kemp noch frei stehend im Slot bei leerem Tor, als er den Puck nicht voll traf.

Alec Ahlroth saß zu Beginn des dritten Drittels noch die restlichen knapp 90 Sekunden seiner Strafe ab und die Steelers benötigten dieses Mal eine Sekunde weniger zum dritten Tor des Abends. Nach 34 Sekunden traf mit Arne Uplegger erneut ein Verteidiger von der blauen Linie ins Tor (41.). Nur vier Minuten später gelang den Oberschwaben der erneute Anschlusstreffer durch Matej Mrazek zum 2:3. Es entwickelte sich – wie schon so oft in dieser Serie – ein offener Schlagabtausch. Ravensburg wollte den Ausgleich, die Steelers pochten auf die Vorentscheidung. Bastian Eckl (47.) und Cole Fonstad (53.) vergaben gute Torchancen für die Gäste. Auf Seiten der Towerstars vergaben Czarnik, Ahlroth und Karlsson gute Möglichkeiten.

Bis zur 53. Minute ließ sich der Playoff-Topscorer und MVP der Serie, Cole Fonstad Zeit, ehe er sein zehntes Tor im siebten Spiel erzielte. Voraus ging dem Tor ein Zweikampf, in dem er selbst den Puck zurückeroberte und nach Doppelpass mit Jack Dugan zur 2:4-Vorentscheidung aus Gästesicht traf. Auch das letzte Powerplay der Serie blieb ungenutzt und so gewinnen die Steelers das siebte Spiel am Ende mit 4:2 in Ravensburg und stehen im Halbfinale der DEL2-Playoffs.

Blue Devils Weiden – ESV Kaufbeuren 5:6 (4:1, 0:3, 1:2)

Der ESV Kaufbeuren erkämpft sich nach frühem 1:4-Rückstand ein weiteres Endspiel. Spieler des Spieles war mit einem Tor und fünf Vorlagen Joe Cassetti, der an jedem Tor seines Teams direkt beteiligt war.

Die Gastgeber wollten direkt vom Eröffnungsbully an das Abstiegsgespenst aus der Oberpfalz jagen. Nach nur knapp viereinhalb Minuten traf Paul Vinzenz zum 1:0 für die Blue Devils Weiden (5.). Joe Cassetti sorgte drei Minuten später für den kurzzeitigen Ausgleich zum 1:1 (8.). Diese hielt jedoch nur ganze 81 Sekunden, ehe Tyler Ward zum 2:1 verwandelte. Alex-Olivier Voyer (11.) und Tyler und erneut Tyler Ward (14.) erhöhten schnell auf 4:1. Die restlichen Minuten des ersten Drittels glichen dann eher einem Boxevent mit vielen Strafminuten. Tobias Schwarz und Rio Kaiser erhielten je fünf Strafminuten für ihre Kampfeinlage (15.). Nick Appendino wurde einige Sekunden später nach einem Check gegen den Kopf oder Nacken gar via fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe früh zum Duschen geschickt.

Im zweiten Drittel sahen die Fans in der Hans-Schröpf-Arena dann ein ganz anderes Spiel. Aus dem Nichts startete die Allgäuer Tychonick-Cassetti-Show. Zunächst gelang Vincent Schlenker in der 26. Minute der Anschlusstreffer zum 2:4. Per Doppelschlag in der 34. bzw. 36. Minute egalisierte Jonny Tychonick mit seinen beiden Treffern die Weidener Führung. Joe Cassetti bereitete alle drei Kaufbeurer Treffer vor.

Die Allgäuer nahmen den Schwung anschließend mit ins dritte Drittel und stellten die Partie vollends auf den Kopf. Sami Blomqvist (45.) und Travis Turnbull im Powerplay schossen ihr Team zur 6:4-Führung aus Sicht der Gäste. In der 51. Minute zog Max Oswald seinem Gegenüber gleich und musste durch einen unnötigen Ellbogen-Check auch früher vom Eis. Nach Videobeweis lautete das Schiedsrichter-Urteil: Fünf Minuten plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Ganze 51 Sekunden benötigten die Blue Devils um durch Noah Samanski zum 5:6-Anschlusstreffer zu kommen.

Kaufbeuren rettete den Vorsprung über die Ziellinie und erzwingt ein weiteres Heimspiel am Donnerstag in der heimischen Energie-Schwaben-Arena.

DEL2
Top News
Werbemittel
Alle Highlights der vergangenen Saison kostenlos auf Sporteurope.TV
Anzeige
Weitere Artikel
Mehr Artikel →
Top-Meldungen
Mehr Artikel →
Anzeige